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Rathenow Neue Initiative will Diskussionskultur beleben
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07:46 18.05.2018
Eine Info-Veranstaltung der Stinknormale Superhelden organisiert von „Carry No Banners“. Quelle: Uwe Hoffmann
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Rathenow

Es tut sich was in Sachen Diskussionskultur im Westhavelland. Zum einen setzen Stefan und Ulrike Behrens von der Villa am See in Premnitz neben Konzerten und Lesungen nun verstärkt auf politische Diskussionsabende.

Zum anderen hat sich eine Gruppe Rathenower auf den Weg gemacht, um interessierte Menschen zusammenzubringen und unter anderem Diskussionsrunden zum Zeitgeschehen, zu Politik, Umwelt und Musik zu organisieren.

Am Freitag, dem 25. Mai lädt die Gruppe „Carry no banners“ in Zusammenarbeit mit der Rosa Luxemburg Stiftung Brandenburg um 20 Uhr ins Kulturzentrum ein. Hier wird Valeria Bruschi über das Thema „Kapitalismus – Die Unterschiede von linker und rechter Kritik“ sprechen.

„Kapitalismuskritik ist keine Exklusivität der Linken. Einige Vertreter der Neuen Rechten beziehen sich sogar auf Marx‘ Kapitalismusanalyse, um ihr politisches Weltbild zu untermauern“, so die Referentin.

Für Rathenow – ohne Verein, Partei und Geldgeber

Wie unterscheiden sich linke und rechte Kapitalismuskritik? Wie lassen sich Grundmuster rechter oder linker Kritik an der jetzigen Wirtschaftsordnung bestimmen? Diese und weitere Fragen will die Gruppe gemeinsam mit Bruschi und den Gästen diskutieren. Der Eintritt ist frei.

Valeria Bruschi arbeitet seit längerem im Bereich politische Bildung für die Rosa-Luxemburg-Stiftung. Sie leitet Lektürekurse zu Marx‘ „Kapital“ und Einführungsveranstaltungen zur Kritik der politischen Ökonomie.

Für die Gruppe „Carry no banners“ – was so viel wie „Trage keine Fahnen oder Banner“ bedeutet – ist es bereits die vierte Veranstaltung. Zuletzt hatte sie ins Jugendhaus Oase eingeladen, wo Autor Alexander Pehlemann einen Vortrag über den „Warschauer Punk Pakt“ hielt.

Die Rathenower Gruppe hat sich nach dem gleichnamigen Lied der Band Menace benannt und beschreibt sich selbst als „ein Team von jungen und jung gebliebenen Leuten die ihre Provinz nicht aufgeben wollen“.

Mit folgenden Worten beschreiben sich die Gruppe auf Facebook: „Wir wollen Rathenow nicht der Lethargie, Monotonie und Gleichgültigkeit überlassen und interessierte Menschen, die sich informieren oder etwas verändern wollen, zusammenbringen und eine Alternative zum Stadtgeschehen bieten. Dahinter steht kein Verein, keine Partei und schon gar kein großer Geldgeber. Jeder kann sich beteiligen.“

Von Christin Schmidt

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