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Rathenow Neuer Betreiber für Bahnstrecke nach Stendal
Lokales Havelland Rathenow Neuer Betreiber für Bahnstrecke nach Stendal
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17:46 30.11.2018
Dieseltriebwagen des Herstellers Alstom werden auf der Strecke zwischen Rathenow und Stendal verkehren. Quelle: Hanseatische Eisenbahngesellschaft
Rathenow

Am 9. Dezember kommen am Rathenower Bahnhof neue Farben ins Spiel. Der Dreiklang Gelb-Grün-Weiß der Odeg-Züge wird um die Farbkombination Rot-Weiß erweitert. Das sind die Firmenfarben der Hanseatischen Eisenbahngesellschaft (Hans), die am Sonntag in einer Woche den Betrieb der Regionalbahnlinie RB 34 zwischen Rathenow und Stendal übernehmen wird.

In den kommenden vier Jahren wird das Unternehmen mit Sitz in Putlitz (Prignitz) die Passagiere auf der rund 40 Kilometer langen Strecke befördern. Bislang wird die Strecke von der Ostdeutschen Eisenbahngesellschaft (Odeg) bedient, die im Havelland außerdem die RE 4 (RathenowBerlinJüterbog) und die RB 51 (Rathenow – Brandenburg) betreibt.

Die Hanseatische Eisenbahngesellschaft hatte 2016 die Ausschreibung der Strecke durch den Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt (Nasa) und den Verkehrsverbund Berlin Brandenburg (VBB) gewonnen.

Fahrzeuge werden vorbereitet

Für die Bahnfahrer ändert sich durch den Betreiberwechsel nicht viel. Der Takt, die Abfahrtszeiten, die Fahrdauer – alles bleibt wie gewohnt. Nur die Züge sind andere: Zum Einsatz kommen Lint-Dieseltriebfahrzeuge des Herstellers Alstom, die bislang im Nordharz unterwegs waren und derzeit für den Einsatz auf der Linien RB 34 umgerüstet werden.

Die Hanseatische Eisenbahn

Die Hanseatische Eisenbahn ist ein Tochterunternehmen der Enon GmbH, die zur Deutschen Eisenbahn Service AG (DESAG) gehört.

Das Unternehmen betreibt zwei Stammstrecken in der Prignitz: von Neustadt/Dosse nach Pritzwalk und von Pritzwalk nach Meyenburg.

Außerdem werden in Mecklenburg-Vorpommern die beiden Strecken MirowNeustrelitz und Waren – Malchow betrieben.

Bei der Streckenausschreibung vor zwei Jahren hatte die Hans auch den Zuschlag für die Linie RB 33 von Stendal nach Tangermünde erhalten. Auf dieser Strecke kommt derselbe Fahrzeugtyp zum Einsatz.

Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h – 66 Sitzplätze

Nach Auskunft von Hans-Sprecherin Longina Hessel pendelt je ein Triebwagen pro Strecke hin und her. Ein dritter Triebwagen werde in Stendal bereitgehalten, um bei technischen Problemen schnell reagieren zu können.

In den Zügen, die eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h erreichen, wird es 66 Sitzplätze geben. Die Fahrzeuge haben einen ebenerdigen Einstieg, sind mit einer Toilette ausgestattet und bieten Platz für den Transport von bis zu neun Fahrrädern.

Im Zuge der Umrüstung wurden sie mit Bildschirmen ausgestattet, über welche die Fahrgäste aktuelle Informationen zum Fahrplan erhalten.

Acht Mitarbeiter im Einsatz

Auf der RB 34 kommen Longina Hessel zufolge vier Zugführer und vier Kundenbetreuer zum Einsatz, die im Schichtdienst arbeiten. Jede Fahrt werde von einem Kundenbetreuer begleitet, der bei Problemen mit Ticketautomaten auch berechtigt sei, Fahrkarten zu verkaufen. In den Zügen werden auch Tickets der Deutschen Bahn akzeptiert.

Der erste Hans-Zug geht zum Fahrplanwechsel am Sonntag, den 9. Dezember, um 8.30 Uhr in Stendal auf die Strecke. Die Fahrt von Rathenow nach Stendal mit den Zwischenhalten in Großwudicke, Schönhausen und Hämerten dauert wie bisher 26 Minuten.

Weil die Deutsche Bahn vom 13. Januar bis zum 17. Mai an der Strecke baut, müssen sich die Bahnfahrer auf veränderte Fahrtzeiten einstellen. Diese werden rechtzeitig bekannt gegeben. Zu Zugausfällen wird es nicht kommen.

Von Markus Kniebeler

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