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Neues Berufsbild für Rettungsassistenten

Forum im Rathenower Kulturzentrum Neues Berufsbild für Rettungsassistenten

Der neue Beruf des „Rettungsassistenten“ ist prägend für den Sanitäterberuf. Der Rettungsdienst der Havellandkliniken begab sich in die Rolle des Vorreiters. Nun werden wieder neue Kandidaten für den Beruf in die Ausbildung geschickt. Worauf es hier ankommt, wurde bei einem Forum im Rathenower Kulturzentrum erörtert.

Rathenow. Am 1. Oktober startet, mit den ersten Kursen an der Landesrettungsschule in Bad Saarow, im Land Brandenburg die Schulausbildung zum Notfallsanitäter. Der durch die Bundesgesetzgebung zum 1. Januar 2014 neu geschaffene Beruf wird den bisherigen Rettungsassistenten in den nächsten Jahren ablösen. „Bis zum Jahr 2021 muss das Gesetz in den Ländern umgesetzt sein. Dann müssen alle Rettungswagen mit mindestens einem Notfallsanitäter besetzt sein“, erklärt Karsten Herrmann, Einsatzleiter des Rettungsdienstes der Havelland Kliniken. „Mit dem neuen Berufsbild ist mehr Kompetenz, wie bei der Gabe von Medizin und mehr invasiven Maßnahmen, die der Notfallsanitäter anwenden darf, verbunden. Aber auch mehr Verantwortung gegenüber dem Notfallpatienten.“ Mit dem neuen Beruf, neben den bisherigen 13 Gesundheitsfachberufen, wird mit den erhöhten schulischen Zugangsbedingungen auch auf die gestiegenen Anforderungen im Rettungsdienst reagiert. Mindestens Hauptschulabschluss reichte für die zweijährige Ausbildung als Rettungssanitäter.

Erstmals mit einem Forum

Für die dreijährige praxisintegrierte Ausbildung zum Notfallsanitäter ist jetzt ein Realschulabschluss nötig oder Hauptschulabschluss mit mindestens zweijähriger Berufserfahrung. „Wir finden es schwierig, dass das bisherige Zugangsalter von 18 Jahren, vor allem bezüglich der psychischen Belastung des Berufs, abgeschafft wurde“, meinte Jutta Kußmann vom Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, in ihrem Vortrag zur Umsetzung des Notfallsanitäterberufs aus berufspolitischer Sicht. Zum 5. Havelländischen Notfalltag im Kulturzentrum am Samstag wurde in diesem Jahr das 1. Brandenburger Notfallsanitäter-Forum mit Teilnehmern aus dem gesamten Land veranstaltet. Eröffnet wurde es von Sozial- und Gesundheitsministerin Diana Golze (Linke), Jörg Grigoleit, Geschäftsführer der Havelland Kliniken und Landrat Burkhard Schröder (SPD).

Unter den landesweit ersten 17 Azubis, die ihre Ausbildung zum Notfallsanitäter ab 1. Oktober an der Landesrettungsschule in Bad Saarow beginnen, gehören auch drei aus dem Havelland: Liza-Marie Mielcarek, Dietmar Höfeler und David Pokraka von den Havelland Kliniken. Zum 1. April 2016 starten die weiteren Kurse am Brandenburgischen Bildungswerk Potsdam. Als dritte Schule in Brandenburg ist die Gesundheitsakademie Ernst von Bergmann in Potsdam als Ausbildungsschule staatlich anerkannt. Die insgesamt 32 Lehrrettungswachen im Land Brandenburg bieten insgesamt 291 Ausbildungsplätze. In Bad Saarow hat bisher, seit 2006, auch der Rathenower Rayk Sommer Rettungsassistenten ausgebildet und geprüft. Seit 1998 ist der Notfallsanitäter des Rettungsdienstes der Havelland Kliniken Mitglied des Arbeiter-Samariter-Bundes und ehrenamtliches Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Rathenow. Seit letztem Jahr haben landesweit bisher 219 von insgesamt 256 Teilnehmern nach einem 80-stündigen Vorbereitungslehrgang ihre Ergänzungsprüfung zum Notfallsanitäter erfolgreich abgelegt.

Von Uwe Hoffmann

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