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Rathenow Neues Deutsch-Projekt für Flüchtlinge
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17:20 09.09.2018
Mit ein bisschen Hilfe ist es gar nicht so schwer, schöne Buchstaben zu schreiben. Quelle: Bernd Geske
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Rathenow

 Gleich beim ersten Mal war der Laden schon rappelvoll. Die Agentur für bürgerschaftliches Engagement hat in Rathenow begonnen, ein neuartiges Projekt zu entwickeln. Es heißt „Hausaufgaben“ und soll allen Interessierten die Möglichkeit bieten, sich Unterstützung zu holen für das Üben von fachlichen Dingen, die sie gerne lernen wollen. Zu Beginn liegt das Ziel vor allem darin, Flüchtlingen vom Kindes- bis zum Erwachsenenalter beim Deutschlernen zu helfen.

Wie Kerstin Stein-Maasch von der Ehrenamtsagentur erklärt, will das Projekt anknüpfen an das Interkulturelle Familiencafé, das die Arbeiterwohlfahrt in der Heinrich-von-Rosenberg-Straße betreibt. Es war vor Jahren eingerichtet worden, um jungen Flüchtlingsfrauen eine Gelegenheit zum Deutschlernen anzubieten, die offizielle Kurse nicht besuchen können, weil sie keine Betreuungsplätze für ihre Kinder haben.

Frank Weber hat mit Kindern gewürfelt und die Punkte auf Deutsch addiert. Quelle: Bernd Geske

Jetzt, da immer mehr dieser Kinder ins Schulalter gekommen sind, soll der gute Ansatz auf neue Art weitergeführt werden. An jedem Dienstag von 14.30 bis 16.30 Uhr wird nach Herzenslust im Gemeinschaftsraum des Betreuten Wohnens an der Berliner Straße 52 Deutsch und alles was dazu gehört gelernt. Eingang über den Hof. Das Wohn- und Pflegezentrum hat die Räumlichkeiten kostenlos zur Verfügung gestellt.

„Wir beginnen jetzt mit dem Projekt“, hat Kerstin Stein-Maasch gesagt, „damit wir einen schönen Beitrag zur Integration leisten können.“ Der Start hat mit Flüchtlingen begonnen, genauso gern sind ausdrücklich auch Einheimische gesehen. Wenn der Bedarf wächst, soll neben dem Donnerstag auch der Freitag als Übungstag mit hinzu genommen werden.

Fünf Ehrenamtliche helfen mit

Das zur Verfügung stehende „Personal“ zeigt eindeutig an, dass größere Mengen von Lernwilligen betreut werden können. Fünf Ehrenamtliche sind beim Projekt „Hausaufgaben“ mit dabei: Monika Dohrn, Beate Below-Hoffmann, Charlotte Ott sowie die Eheleute Angelika und Frank Weber.

Stifte, Hefte, eine Tafel und ein bisschen Lernmaterial hat die Agentur schon beschafft. Zwei, drei Fachbücher werden noch gekauft, und los kann es gehen.

Das Team von der Agentur, von links: Frank Weber, Monika Dohrn, Beate Below-Hoffmann, Kerstin Stein-Maasch, Angelika Weber und Charlotte Ott. Quelle: Bernd Geske

Für den Anfang am ersten Tag ist für die Kinder das Programm nicht so schwer gemacht worden. „Wir fangen an mit dem, was alle können“, hat Frank Weber gesagt, „wir würfeln.“ Die Kinder würfelten und zählten die Punkte auf Deutsch zusammen. Verschiedene Flüchtlingsfrauen haben sich schon schwerere Aufgaben genommen. Sie bildeten zusammengesetzte Wörter, forschten nach Mustern in Wort- und Zahlengruppen oder übten einfach Vokabeln.

Gern gespielt wird das gute alte „Stadt, Land“, das hier – weil es sonst zu schwierig wäre – nur bis zum dritten Punkt „Name“ geht. Hefte zum Schönschreiben stehen zur Verfügung. Sie sind so beschichtet, dass die beschriebenen Seiten abgewischt und wieder neu beschrieben werden können. So dauerte es nicht lange und es herrschte eine emsige Arbeitsatmosphäre.

Von Bernd Geske

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