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Rathenow Neues Fitnessgerät eingeweiht
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15:39 09.10.2018
Versammlung am neuen Sportgerät neben der Oase: Vor allem Teresa Kucharczyk (re.) hat sich für das Vorhaben eingesetzt. Quelle: Markus Kniebeler
Rathenow

Das nennt man einen langen Atem. Als im Dezember 2015 von Jugendlichen im 1. Rathenower Jugendrat das Ziel formuliert wurde, frei zugängliche Sportgeräte im öffentlichen Raum zu installieren, ahnte niemand, dass es fast drei Jahre bis zur Realisierung dauern würde. Dass es trotz mancher Verzögerung geklappt hat, ist vor allem der Beharrlichkeit von Teresa Kucharczyk zu verdanken.

Die damalige Vorsitzende des Kinder- und Jugendparlaments nahm sich der Sache an. Gemeinsam mit der damaligen Kinder- und Jugendbeauftragten der Stadt, Petra Herbrich, und dem Jugendkoordinator Tilo Windt suchte sie nach einem Standort für ein solches Gerät, wählte mit Jugendlichen ein passendes Modell aus und sondierte, wo man Geld für das Vorhaben herbekommen könnte. Der Beweis dafür, dass all diese Bemühungen erfolgreich waren, steht auf der Freifläche neben dem Jugendhaus Oase in der Bergstraße. Seit einigen Tagen kann dort an einem Fitnessgerät der Körper in Form gebracht werden.

Finanzierung gesichert

Die Sache mit dem Geld ist oft der Punkt, an dem ein solcher Plan stecken bleibt. Im Rathenower Fall war das anders. Dank einer Zuwendung der Ilse-Ottefülling-Kinderstiftung (s. Infokasten), die in Rathenow schon die unterschiedlichsten Vorhaben gefördert hat, und einer privaten Spende wurde aus der Idee ein konkretes Projekt.

Ilse Ottefülling: Wohltäterin aus Rathenow

Ilse Ottefülling wurde am 28. Dezember 1912 als Ilse Will in Rathenow geboren.

1952 wanderte sie nach Irland aus, wo sie mit ihrem Mann ein Unternehmen gründete. Später kehrte sie nach Deutschland zurück.

1999 gründete Ilse Ottefülling dann die gleichnamige Kinderstiftung, die sich um bedürftige Kinder und Jugendliche kümmert.

Die Stiftungsgründerin hat sich ihrer Geburtsstadt immer verbunden gefühlt. Regelmäßige Zuwendungen zeugen davon.

Über 120 000 Euro aus der Ottefülling-Stiftung sind mittlerweile nach Rathenow geflossen. Zuletzt wurden die Fördervereine der Grundschulen „Am Weinberg“ und „Geschwister Scholl“ mit je 5000 Euro bedacht.

Ein Gedenkstein in der Großen Hagenstraße, wo das Elternhaus Ilse Wills stand, erinnert an die Wohltäterin.

Dass es mit der Umsetzung relativ lange gedauert hat, ist ein Musterbeispiel dafür, welche Hürden sich den Initiatoren selbst bei einem überschaubaren Vorhaben wie diesem in den Weg stellen können. Die Liste mit den Ursachen für die Bau-Verzögerung ist lang: Lieferschwierigkeiten, Bauvorschriften, die Witterung, Sicherheitsauflagen. Und dann – das gibt der Jugendkoordinator offen zu – hätten er und weitere Verantwortliche die Sache wegen anderer Aufgaben auch mal schleifen lassen. Doch jetzt, wo das Gerät steht, treten diese Widrigkeiten in den Hintergrund.

Jugendliche legten Hand an

Hervorzuheben ist bei einem solchen von Jugendlichen für Jugendliche initiierten Vorhaben, dass junge Leute auch bei der Installation mitgewirkt haben. Zwar wurde das Gerüst von Fachleuten aufgestellt. Und auch die Baugrube wurde von Mitarbeitern des Betriebshofes mit entsprechender Technik vorbereitet. Als es aber darum ging, den Sand auf der Fläche rund um das Gerüst zu verteilen, waren die Kids aus dem benachbarten Jugendhaus Oase zur Stelle. Schubkarre für Schubkarre wurde in der Sommerhitze bewegt, bis die Lkw-Ladung verteilt war.

Für den Jugendclub ist das neue Gerät eine Bereicherung. Neben der Wellenbank und dem Volleyball-Spielfeld erweitert es die Möglichkeiten auf dem Freigelände. Er beobachte immer wieder, wie Gruppen junger Leute sich an dem Gerät treffen, um an den Sprossenwänden und Reckstangen Übungen auszuprobieren, berichtet Carsten Schulz, der leitende Betreuer im Jugendhaus Oase. Bislang seien die Jugendlichen mit großem Eifer und noch größerer Freude bei der Sache.

Offen für alle Altersgruppen

Übrigens ist das Sportgerät – wie der ganze Platz – nicht nur den Nutzern des Jugendhauses vorbehalten. Jeder, der Lust hat, darf sich dort ausprobieren. Und man muss nicht jung sein, um das zu tun. Wie die Fitnessanlage auf dem Rideplatz am Körgraben ist das Gerüst neben der Oase so konzipiert, dass es von Menschen unterschiedlichen Alters genutzt werden kann.

Von Markus Kniebeler

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