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Rathenow Prachtkäfergefahr im Stadtwald
Lokales Havelland Rathenow Prachtkäfergefahr im Stadtwald
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13:13 08.11.2018
Bild aus dem Stadtforst: Braune Nadeln im Kronenbereich deuten auf einen Befall durch den Prachtkäfer hin. Quelle: Stadtförster Rathenow
Rathenow

Die extreme Trockenheit in diesem Jahr hat auch im Rathenower Stadtwald ihre Spuren hinterlassen. Vor allem jungen Bäumen hat die Dürre zugesetzt. Von rund 13 000 Buchensetzlingen etwa hat fast die Hälfte den Wassermangel nicht überlebt. Und bei den Weihnachtsbäumen sieht es noch schlimmer aus (MAZ berichtete).

Doch damit sind noch nicht alle negativen Auswirkungen der Niederschlagsarmut benannt. Es gibt Anzeichen, dass die Dürre die Verbreitung von Waldschädlingen begünstigt hat. „Wir haben im Stadtwald Hinweise auf ein verstärktes Prachtkäferaufkommen“, sagt Stadtförster Thomas Querfurth. Noch sei es zu früh, von einem Massenbefall zu sprechen. Aber bei Sichtungen im Herbst seien den Forstleute einige Bäume aufgefallen, an denen der Schädling bereits mit seinem zerstörerischen Werk begonnen habe.

Optimale Bedingungen für den Schädling

Die Bedingungen für den Käfer, der Kiefern zusetzt, seien optimal gewesen, so Querfurth. „Der Käfer mag trockene sonnenbeschienene Stämme.“ Und wenn die Bäume durch Wassermangel geschwächt seien, hätten die Schädlinge leichtes Spiel.

Der Befall im Anfangsstadium ist schwer zu erkennen. Die Käfer legen die Eier unter der Rinde ab. Die Larven fressen sich dann durch das so genannte Kambium – das ist die Schicht zwischen Stamm und Rinde, durch welche die Versorgungsleitungen des Baumes verlaufen. Die Larven kappen bei ihrer Fresstour diese Leitungsbahnen. Die Folge: der Baum kann sich nicht mehr mit Wasser und Nährstoffen versorgen und stirbt ab.

„Erste Anzeichen für einen Prachtkäfer-Befall sind braun gefärbte Nadeln im Kronenbereich“, sagt Querfurth. Irgendwann falle die Rinde ab. Zu retten sind die Bäume dann nicht mehr.

Bäume müssen gefällt und entsorgt werden

Bislang zeigen nur vereinzelte Bäume im Stadtwald diese Anzeichen. Diese Bäume müssen gefällt werden. Um eine Verbreitung der Schädlinge zu verhindern, dürfen die gefällten Bäume nicht im Wald liegen bleiben. Oder sie müssen geschält werden. Die Rinde ist dann unverzüglich zu vernichten.

Wie schlimm es den Stadtwald trifft, hängt von der Witterung ab. Ein eiskalter Winter könnte die Käferpopulation dezimieren. Aber so frostig wird es hierzulande kaum. Setzt sich die Trockenheit im kommenden Jahr fort. könnte es kritisch werden. „Panik ist fehl am Platz“, sagt Querfurth. „Aber wir müssen die Lage im Auge behalten.“

Von Markus Kniebeler

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