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Rathenow Die Awo mischt im Wahlkampf mit
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18:03 16.04.2019
Wolfgang Hundt (Linke) im Gespräch mit Sprachmittlerin Thanaa aus Syrien Quelle: Christin Schmidt
Rathenow

Eine sozial gerechte Gesellschaft, das ist das erklärte Ziel der Arbeiterwohlfahrt. Um dieses Ziel umzusetzen, mischt sich der freie Wohlfahrtsverband, der in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag feiert, in den Wahlkampf ein und bittet Kandidaten der Kommunalwahl zum Gespräch.

Neun Forderungen haben die AWO-Mitarbeiter formuliert und dazu entsprechende Fragen, die sie im Rahmen von neun Veranstaltungen und Aktionen in Potsdam, Brandenburg/Havel, Potsdam-Mittelmark und im Havelland stellen wollen.

Am Dienstag hatte die AWO ins Interkulturelle Familiencafé in Rathenow zu einem Brunch geladen. Dabei ging es um das Thema Integration. Die entsprechende Forderung der AWO an die Politik lautet: „Geflüchtete integrieren“.

Wenig Interesse seitens der Politik

Gerade einmal vier Vertreter von zwei Parteien hatten die Einladung angekommen und sich bereit erklärt, dazu Stellung zu nehmen. Darunter drei Kandidaten aus Premnitz.

Von den Sozialdemokraten kamen Christine Milde, die wieder für den Kreistag und die Stadtverordnetenversammlung Premnitz kandidiert sowie Robert Mueller, der vor vier Jahren nach Premnitz zog und sich dort nun ebenfalls im Stadtparlament engagieren möchte.

Für die Linken kam Kreistagsmitglied Wolfgang Hundt aus Premnitz und Otto Stache aus Rathenow.

Robert Mueller (stehend) tritt für die SPD in Premnitz an. Er zog vor vier Jahren nach Premnitz und ist begeistert von der Arbeit, die die AWO leistet. Quelle: Christin Schmidt

Zuerst durften sich die Gäste am interkulturellen Buffet, das die Besucherinnen des Familiencafés vorbereitet hatten, stärken. Anschließend wollte Angela Schweers, Vorstandsvorsitzende des AWO Bezirksverbands Potsdam, wissen, wie Integration gelingen kann. Zwei Minuten hatte jeder Zeit, um seine Ideen kundzutun.

Die vier Kandidaten nutzten die Gelegenheit, um von eigenen Erfahrungen zu berichten. Ob im Haupt- oder Ehrenamt – alle haben sich bereits für Menschen aus anderen Kulturen eingesetzt. Allerdings hatten sie kaum konkrete Vorschläge, wie Integration gelingen kann.

„Wer sich integrieren will, dem soll man alle Unterstützung geben“, meinte Christine Milde. Otto Stache forderte mehr Kita-Plätze, verbesserte Sprachmittlung und mehr gesellschaftliche Teilhabe für Menschen mit Migrationshintergrund.

Christine Milde (M.) tritt für die SPD zur Kommunalwahl an und nahm an der Gesprächsrunde im Interkulturellen Familiencafé teil. Quelle: Christin Schmidt

Wolfgang Hundt ist überzeugt, dass Ehrenamt einen wichtigen Beitrag leisten kann. „Ich beobachte ständig Vorbehalte und Alltagsrassismus, der inzwischen zur Normalität geworden ist. Das zu ändern, dazu kann jeder etwas beitragen und natürlich ist dabei auch die Politik gefragt“, betonte Hundt.

Wenngleich eine konstruktive Debatte zum Thema ausblieb. Die AWO nutzte die Gelegenheit, um noch einmal die Bedeutung des Interkulturellen Familiencafés deutlich zu machen.

„Rund 160 Frauen und 340 Kinder haben die Einrichtung in den letzten Jahren besucht. Haben hier Hilfe erfahren, Dank engagierter Ehrenamtler die deutsche Sprache und Kultur kennengelernt und das Miteinander genossen“, berichtete Britta Stöwe, die die Einrichtung leitet.

Im Januar 2016 wurde die Begegnungsstätte eröffnet, die seither von der Aktion Mensch finanziert wird. Um dieses Angebot, dass einen Beitrag zum Gelingen von Integration leistet, auch in Zukunft vorhalten zu können, muss eine Möglichkeit der Finanzierung gefunden werden.

Von Christin Schmidt

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