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Rathenow Wie teuer wird die Brücke über die Hinterarchen?
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16:32 25.02.2019
Die Brücke über das Wehr an den Hinterarchen wird im Zuge der Wehrsanierung erneuert. Die Kosten trägt die Stadt. Quelle: Markus Kniebeler
Rathenow

Der Neubau der Brücke über die Rathenower Hinterarchen könnte in den kommenden Jahren zu einer Millionenbelastung für die Stadt Rathenow werden. Darauf hat Wirtschaftsamtsleiter Andreas Goldmann bei der Vorstellung des Etats, der den Rathenower Stadtverordneten am 13. März zur Abstimmung vorgelegt wird, hingewiesen.

Neue Brücke auf der Magazininsel

Die neue Brücke, die über das Hinterarchenwehr führen wird, soll zwischen den beiden Widerlagern 55 Meter lang werden.

Die Breite wird in den bisherigen Planungen mit 5,50 Metern angegeben. Davon entfallen 3,50 Meter auf die Fahrbahn. Der Rest ist dem Gehweg vorbehalten.

Planung und Bau von Wehr und Brücke liegen in der Hand des WSA Brandenburg.

In einer Kreuzungsvereinbarung zwischen der Stadt Rathenow und dem WSA wird festgelegt, wie die Kosten aufgeteilt werden.

Der Abriss des Wehrs soll im kommenden Jahr beginnen. Der Neubau von Wehr und Brücke schließt sich an den Abriss an.

Er rechne damit, dass die Stadt spätestens im Jahr 2022 für den Neubau zur Kasse gebeten werde, so Goldmann. Er habe erst einmal 850 000 Euro veranschlagt. „Aber das ist nur mal so ins Blaue geschossen“, so der Amtsleiter. Genaues könne er erst sagen, wenn das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt der Stadt die Kostenrechnung vorlege. Er hoffe, dass dies noch in diesem Jahr passiere, so Goldmann.

Neues Wehr, neue Brücke

Der Brückenneubau steht in direktem Zusammenhang mit der Erneuerung des Hinterarchenwehrs, die das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) bis zum Jahr 2023 realisieren will. Es handelt sich um eines der aufwändigsten Neubauprojekte in der Region.

Geplant sind der Abriss des alten Wehres und der Bau einer neuen Anlage schon seit Jahren. Aus verschiedensten Gründen wurde das Vorhaben mehrfach verschoben. Doch nun scheint die Terminkette zu stehen.

Rodungen seit Ende des Jahres

Dass auf der Magazininsel etwas passiert, kann seit dem Ende des vergangenen Jahres beobachtet werden. Rechts und links des alten Wehres haben umfangreiche Baumfällungen stattgefunden. „Wir nutzen die vegetationsarme Zeit, um das Baufeld frei zu machen“, so Jens Jens Knuth, der zuständige Ingenieur des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes.

Vorbereitende Arbeiten: Rund um die Wehranlage wurden in den vergangenen Wochen Bäume gefällt. Quelle: Markus Kniebeler

Nach derzeitigen Plänen soll mit dem Abriss des alten Wehrs im kommenden Jahr begonnen werden. Der Bau eines neuen Wehres schließt sich nahtlos an den Abriss an. Bei dem neuen Wehr handelt es sich um eine baugleiche Variante des Mühlenwehrs, das 2006 eingeweiht wurde. Allerdings wird die neue Wehranlage an den Hinterarchen mit einem aufwändigen Fischpass versehen.

Vorderarchenwehr wird durch Damm ersetzt

Nach Abriss und Neubau des Hinterarchenwehrs soll schließlich noch das Vorderarchenwehr abgerissen und durch einen Damm ersetzt werden. „Wenn die beiden leistungsstarken Wehre an den Hinterarchen und am Mühlendamm in Betrieb sind, wird das Vorderarchenwehr zur Wasserregulierung nicht mehr benötigt“, erklärt Knuth. Deshalb könne es demontiert werden. Den Damm werde man mit einem Durchlass versehen, um zu gewährleisten, dass die Vorderarche nicht zum stehenden Gewässer wird, sondern durchströmt wird.

Die Kosten für das Gesamtvorhaben, das einem ersten Überschlag zufolge mit gut zwölf Millionen Euro zu Buche schlägt, trägt der Bund. Im Jahr 2017 hatte das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur die Genehmigung für den Abriss und Neubau des Hinterarchenwehrs und den Rückbau der Wehranlage an den Vorderarchen erteilt.

Anteil der Stadt muss noch berechnet werden

Dass die über das Wehr führende Brücke im Zuge des Neubaus erneuert werden muss, liegt auf der Hand. Und dass die Stadt als Eigentümer der Brücke an den Kosten zu beteiligen ist, ebenso. Die Arbeiten wird das WSA planen und ausführen – und der Stadt dann den Anteil am Brückenneubau in Rechnung stellen. In einer so genannten Kreuzungsvereinbarung wird festgehalten werden, welche Kosten die Stadt zu tragen hat.

Alexander Goldmann hat erst einmal grob geschätzt und ist bei 850 000 Euro gelandet. „Ich habe wirklich keine Ahnung, wo wir am Ende landen“, sagt er. Aber dass es preiswerter werden könnte, daran glaubt er vor dem Hintergrund der Baupreisentwicklung eher nicht.

Von Markus Kniebeler

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