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Rathenow Elemente der Weltzeituhr auf Optikpark-Steg
Lokales Havelland Rathenow Elemente der Weltzeituhr auf Optikpark-Steg
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15:45 17.04.2019
Optikpark-Mitarbeiter Sven Kolberg neben den Originalplatten der Weltzeituhr, die nun im Zentrum der Steganlage stehen. Quelle: Markus Kniebeler
Rathenow

Es mögen schon viele Besucher die ungewöhliche Steganlage im Karpfenteich des Optikparks bewundert haben. Denn die hölzernen Brücken führen nicht auf direktem Wege von einem Ufer zum anderen. Sondern kreisen in Ellipsen um den Mittelpunkt im Zentrum.

Das hat einen tieferen Sinn, der vielen verborgen geblieben sein mag. Die kreisförmige Anlage der Stege zitiert eine berühmte Sehenswürdigkeit, die auf dem Berliner Alexanderplatz steht: Die Weltzeituhr.

Ingenieurskunst aus Rathenow

Und was hat die mit Rathenow zu tun? Jede Menge. Entworfen wurde die Uhr im Jahr 1968 von Professor Erich John, damals Dozent an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst in Berlin. Aber gefertigt worden ist sie in Rathenow.

Weil es in Rathenow findige Maschinenbauer gab, mit denen der Professor in regem Austausch stand, wurde der Auftrag zum Bau der Uhr nach Rathenow vergeben. Rund 12o (!) Fachleute der Rathenower Optischen Werke und der Kesselschmiede (heute MAP) sollen an dem Vorzeigeprojekt mitgearbeitet haben.

Ohne Rathenower Ingenieurskunst nicht denkbar: Die Weltzeituhr auf dem Berliner Alexanderplatz. Foto: Gregor Fischer/dpa

Daran wollten die Planer erinnern, als sie zur Landesgartenschau 2006 eine Steganlage für den Karpfenteich konzipierten. Und wer die Weltzeituhr kennt, wird in der elliptischen Form die „Krone“ der Weltzeituhr wieder erkennen, die den Lauf der Planeten symbolisiert.

Wenn die Optikpark-Saison am Sonntag eröffnet wird, können die Besucher diese Parallelen zwischen dem Rathenower Wasserbauwerk und dem Berliner Wahrzeichen noch besser erkennen. Denn im Zentrum des Stegs steht nun ein Sechseck mit Städtenamen, wie man sie von der Weltzeituhr kennt.

Originalplatten in der Stegmitte

Es handelt sich um originale „Ätzplatten“, die bis Anfang der 1990er Jahre Wende auf dem Alexanderplatz bewundert werden konnten. Weil nach der Wende die Städtenamen verändert wurden, kamen einige neue Platten an die Uhr. Die alten Exemplare gingen zurück an die Firma Kunst-Guss Kunsch aus Berlin, die sie hergestellt hatte. Und diese Firma vermachte sie – als Dauerleihgabe – dem Optikpark.

„Das ist doch ein Hingucker“, freut sich Optikpark-Mitarbeiter Sven Kolberg, der den Park und die Steganlage so lange kennt, wie kaum ein anderer. Und damit die Besucher die neue Attraktion zu würdigen wissen, macht künftig ein Informationsblatt auf die Zusammenhänge aufmerksam.

Von Markus Kniebeler

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