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Rathenow Kitaplan für Essilor-Gelände
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14:26 21.02.2019
Im vergangenen Sommer schauten sich Mitglieder der Ausschüsse für Bauen und Bildung im ehemaligen Speisesaal, der zur Kita werden soll, um. Quelle: Markus Kniebeler
Rathenow

Mike Wanja, Inhaber des ehemaligen Essilor-Grundstücks am Hasenweg, treibt seine Pläne, den ehemaligen Speisesaal zu einer Kita umbauen zu lassen, konsequent voran. Nach Auskunft von Hagen Roßmann, der das Vorhaben im Auftrag Wanjas plant, werden derzeit die baurechtlichen Voraussetzungen für den Umbau geschaffen.

Die Änderung des Flächennutzungsplans – um den Kitabau realisieren zu können, muss aus dem Gewerbegebiet ein Wohngebiet werden – sei in Arbeit. Ein Vorentwurf zum B-Plan liege dem Bauamt zur Prüfung vor. Und der städtebauliche Vertrag mit der Stadt, in dem sich der Investor verpflichtet, alle anfallenden Planungs- und Gutachterkosten zu übernehmen, soll in den kommenden Wochen unterschrieben werden.

Vorentwurf wird geprüft

Jens Hubald, Leiter des Sachgebiets Stadtentwicklung im Rathenower Bauamt, bestätigt die Aussage Roßmanns. „Wir sind dabei, den Vorentwurf zu prüfen“, sagt er. Es gebe in etlichen Punkten noch Abstimmungsbedarf. Aber das sei in diesem frühen Stadium des Verfahrens nichts Ungewöhnliches. Sobald die strittigen Punkte geklärt seien, könne der B-Plan öffentlich ausgelegt werden.

Sollte es keine gravierenden Bedenken gegen das Projekt geben, könnte – unter Berücksichtigung der gesetzlich vorgeschriebenen Auslegungs- und Widerspruchsfristen – Ende dieses/Anfang des kommenden Jahres mit dem Umbau begonnen werden.

Blick auf das Eingangstor zum ehemaligen Essilor-Gelände. Der Flachbau im Hintergrund soll nach dem Willen des Investors zur Kita umgebaut werden. Quelle: Markus Kniebeler

Damit es dann schnell gehen kann, hat Wanja den Umbau von einem Architektenbüro bereits durchplanen lassen. Demnach soll der frühere ROW-Speisesaal durch Einziehen von Trennwänden in acht bis zehn Gruppenräume unterteilt werden. Auch die Planung für den Einbau einer Küche und die Modernisierung des Sanitärbereichs sowie die Erneuerung der Versorgungsleitungen steht.

80 Plätze auf 700 Quadratmetern

Auf einer Nutzfläche von rund 700 Quadratmetern wird nach dem Umbau Platz für die Betreuung von 80 Kindern sein. Die Fläche rund um die Kita ist nach Aussage Wanjas rund einen Hektar groß. „Platz zum Spielen und für Pkw-Stellplätze ist ausreichend vorhanden“, so der Unternehmer.

Gelände mit Tradition

Auf dem Grundstück, auf dem die Kita entstehen soll, befand sich früher eine ROW-Produktionsstätte.

Nach der Wende wurden das Areal von der Optikfirma Essilor übernommen.

Seit einigen Jahren gehört das rund 4 Hektar große Areal dem Unternehmer Mike Wanja.

Die Kita soll in dem ehemaligen ROW-Speisesaal entstehen. Im hinteren Teil des Grundstück will Wanja Eigenheime errichten.

Um einen Betreiber der künftigen Kita hat sich Wanja auch schon gekümmert. „Das ist alles bereits abgemacht“, sagt er. Bei der Planung des Umbaus hätten die Architekten Wünsche des künftigen Betreibers berücksichtigt.

Die Frage, wann die Kita eröffnet wird, kann derzeit niemand beantworten, weil es in einem B-Plan-Verfahren zu allen möglichen Verzögerungen kommen kann. Was Wanja einschätzen kann, ist die Dauer der Bauzeit. „Wenn wir die Baugenehmigung haben, brauchen wir für den Umbau rund ein Jahr“, sagt er. „Läuft alles ohne Komplikationen, könnte die Kita Anfang 2021 eröffnet werden“, wagt er dann doch noch eine Prognose.

Stadt will eigene Kita bauen

Parallel zum Genehmigungsverfahren der Essilor-Kita bereitet die Stadt den Neubau einer eigenen Kita in der Nähe der Scholl-Schule vor (MAZ berichtete). Allerdings gibt es hier, von einem grundsätzlichen Bekenntnis und einer Machbarkeitsstudie abgesehen, noch keine konkreten Pläne.

Dennoch stellt sich die Frage, ob es in einigen Jahren nicht ein Überangebot an Kita-Plätzen geben könnte. Tatsache ist, dass es – wenn irgendwann nötig – Optionen zum Abbau von Kapazitäten gibt. Möglicherweise muss die alte Kita Olga Benario, deren Sanierung Millionen verschlingen würde, nicht mehr modernisiert werden, sondern könnte abgerissen werden. Doch das ist noch Zukunftsmusik.

Von Markus Kniebeler

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