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Rathenow Kleiderbasar bei den „Havelkindern“
Lokales Havelland Rathenow Kleiderbasar bei den „Havelkindern“
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16:23 17.03.2019
Jessica Keßlers Tochter Charlotte freut sich über ihr neues Skateboard. Quelle: Uwe Hoffmann
Rathenow

Es war mehr als ein Flohmarkt, was man am Samstag in der Kita Havelkinder erlebte. Dort fand erstmals ein Kleiderbasar statt.

Mehr als Klamotten

Denn der Markt bot viel mehr, als nur gut erhaltene Kinderkleidung aus zweiter Hand. Im Vordergrund stand die Erstausstattung mit Bekleidung und Schuhen. Es gab aber auch Spielsachen vom Puzzle über Puppen, es gab Plüschtiere und elektronisches Spielgerät, dazu kamen Bücher, CDs und DVDs. Aus alldem konnten die Gäste in zwei Räumen aus dem gut sortierten Angebot wählen.

Kita-Ausschussvorsitzende Jessica Keßler initiierte den ersten Kita-Kleiderbasar Quelle: Uwe Hoffmann

„Seit Ende letzten Jahres haben wir den Kleiderbasar vorbereitet. Über die sozialen Netzwerke und mit Flyern haben wir dafür in der Stadt geworben“, erzählt Jessica Keßler, Vorsitzende des vierköpfigen Kita-Ausschusses. „So haben sich 27 Eltern, nicht nur mit Kindern in unserer Kita, am Flohmarkt beteiligt. Die gewaschenen und intakten zum Verkauf vorgesehenen Sachen wurden etikettiert abgegeben und Eltern und Erzieher der Kita haben die Dinge, nach Größen sortiert, übersichtlich in Regalen und auf Tischen präsentiert.“

Mitbestimmung war angesagt

Die Eltern bezahlten fünf Euro Standgebühr und zehn Prozent des jeweiligen Erlöses gingen in die Kasse der Kita. „Diese Einnahmen kommen unseren Kindern zu Gute. Jede Gruppe durfte sich schon aussuchen, was für den Erlös angeschafft werden soll“, erzählt Kita-Leiterin Beatrice Dzöeny. „So wünschen sich die Vorschulkinder beispielsweise ein schickes neues Tretauto.“

Edda Pietrowski aus Berlin mit ihrer Tochter Victoria beim beim Kauf eines schicken Pullis. Quelle: Uwe Hoffmann

Zu den Kunden, die am Vormittag schon zahlreich kamen, gehörte auch Edda Pietrowski. Die mit einem Rathenower in Berlin verheiratete junge Mutter suchte für Kleidung und Schuhe für ihre 2,5-jährige Tochter Victoria. Stolz nahm Victoria noch einen neuen Puppenwagen mit nach Hause.

„So ein Flohmarkt in der Kita ist toll“, sagte sie. „Die Auswahl ist toll und gerade die Bekleidung ist gut erhalten. Aus Schuhen wachsen die Kinder so schnell raus, dass die hier angebotenen Schuhe fast neuwertig aussehen.“ In Berlin seien solche Flohmärkte sehr beliebt und die meisten angebotenen Sachen ganz schnell weg.

Ein Skateboard

Auch Jessica Keßler beteiligte sich am Flohmarkt. Sie verkaufte nicht nur Sachen, aus denen ihre zwei Kinder inzwischen rausgewachsen sind. Sie fand auch neues Spielzeug für sie. So konnte sich der zweijährige Finn über einen neuen Bagger freuen. Und seine drei Jahre ältere Schwester Charlotte wünschte sich schon lange ein Skateboard.

„In dem Alter wachsen die Kleinen zwei Mal im Jahr aus Kleidung und Schuhen raus. Da sammelt sich schnell einiges an“, erzählt Jessica Keßler. „Bisher haben wir zum Verkauf, und auch Kauf, den Second-Hand-Laden für Kinderbedarf in der Berliner Straße oder das Internet genutzt.“ Allerdings beträgt die Provision im Second-Hand-Geschäft 50 Prozent. Und Dinge, die nach drei Monaten nicht verkauft wurden, werden gespendet.

Wiederholung fast sicher

Neben der geringen Provision für die Kita kamen noch ein paar Euro Einnahmen durch den Verkauf von Bockwurst und Getränken dazu. Einige Eltern hatten auch einen Kuchen gebacken, der angeboten wurde. Auch „Gela’s Backstube“ am Georg-Penning-Platz spendete Kuchen. „Die Resonanz zu unserem ersten Flohmarkt war super. Im nächsten Jahr wird es einen zweiten geben“, zog Jessica Keßler nach fünf Stunden ihr Resümee.

In der Kita „Havelkinder“ in Trägerschaft der Kinderwelt GmbH werden 65 Kinder betreut.

Von Uwe Hoffmann

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