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Rathenow Optikquartier-Pläne in Gefahr
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13:29 13.09.2018
Ob auf dem Fielmann-Askania-Gelände hinter dem Rathenower Rathaus ein einheitliche Stadtquartier entstehen wird, ist nach der neuesten Entwicklung nicht mehr sicher. Quelle: Markus Kniebeler
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Rathenow

Die Fielmann-AG wird ihr rund 15 000 Quadratmeter großes Areal hinter dem Rathenower Rathaus nicht an die Optikquartier Rathenow GmbH verkaufen. Das teilte Bürgermeister Ronald Seeger den Rathenower Stadtverordneten am Mittwochabend mit. Damit erhalten die Pläne, die innerstädtische Industriebrache zu einem Stadtquartier zu entwickeln, einen Dämpfer.

Fielmann legt eigenes Konzept vor

Günter Schmid, der Fielmann-Verantwortliche für das Areal, habe ihn in einem persönlichen Gespräch über die Unverkäuflichkeit des Geländes informiert, so Seeger. Stattdessen werde die Fielmann AG ein eigenes Konzept für die Entwicklung ihres Grundstücks vorlegen. Ende des Jahres soll es konkrete Aussagen des Unternehmens dazu geben.

Damit gerät der Plan einer Investorengruppe, die gesamte Brache zu einem Stadtquartier zu entwickeln, in Gefahr. Der Rathenower Christian Wernicke, einer von vier geschäftsführenden Gesellschaftern der eigens zu diesem Zweck gegründeten Optikquartier Rathenow GmbH, hatte noch im Juli erklärt, dass man das Fielmann-Askania-Gelände nur als Einheit entwickeln werde.

Christian Wernicke, einer von vier Gesellschaftern der Optikquartier Rathenow GmbH, die das Fielmann-Askania-Areal hinter dem Rathenower Rathaus entwickeln will. Quelle: Kniebeler, Markus

Das rund 11000 Quadratmeter große Askania-Areal hat die Optikquartier Rathenow GmbH bereits erworben. Die Kaufverhandlungen mit der Fielmann AG dagegen waren schnell zum Stillstand gekommen. Allerdings hatten Wernicke und seine Geschäftspartner bis zuletzt darauf gesetzt, sich mit Fielmann einig zu werden.

Am Donnerstagmorgen nahm Wernicke auf MAZ-Anfrage zur der neuen Entwicklung Stellung: „Selbstverständlich akzeptieren wir die Entscheidung der Fielmann AG“, sagte er. Die Optikquartier Rathenow GmbH stehe „für eine partnerschaftliche und gut nachbarschaftliche Entwicklung des Gesamtareals aus den Askania- und Fielmann-Flächen im beiderseitigen Interesse zum Wohle der Innenstadt Rathenows gerne zur Verfügung.“

Was Fielmann mit seinem Grundstück vorhat und wie die beiden Eigentümer eine gemeinsame Entwicklung des Areals realisieren könnten – diese Fragen konnte am Mittwochabend in der Sitzung der SVV niemand beantworten.

Appelle der Stadtverordneten

Den Stadtverordneten war die Enttäuschung über die Mitteilung Seegers anzumerken. Linken-Fraktionschef Daniel Golze erklärte, es müsse auch unter den neuen Vorzeichen oberstes Ziel bleiben, die fast 30 000 Quadratmeter große Fläche einheitlich zu entwickeln. „Sollte die Fielmann AG uns Pläne auf den Tisch legen, in welche die Askania-Flächen nicht einbezogen sind, wird die Fraktion der Linken ihre Zustimmung verweigern“, kündigte er an.

Karsten Ziehm (Pro Rathenow) appellierte an den Bürgermeister, das Thema zur Chefsache zu machen. Die Chance, eine Brache dieser Größenordnung aus einem Guss zu entwickeln, dürfe man nicht vergeben. „Holen Sie die beiden Parteien an einen Tisch und sorgen Sie dafür, dass diese nicht gegen- sondern miteinander an der Entwicklung des Grundstücks arbeiten.“

Die ursprünglichen Pläne sehen vor, auf dem Grundstück, das von Berliner Straße, Friedrich-Engels-Straße und Geschwister-Scholl-Straße eingegrenzt wird, ein lebendiges Stadtquartier mit Wohnungen, Gewerbe- und Büroflächen zu entwickeln. Zu diesem Zweck wurde die Optikquartier Rathenow GmbH gegründet. Diese erwarb vor wenigen Wochen das Askania-Grundstück. Und wollte auch das Fielmann-Gelände kaufen, um die Gesamtfläche beplanen zu können.

Daraus scheint nach jetzigem Stand der Dinge erst einmal nichts zu werden. Aber das Statement Wernickes deutet darauf hin, dass das ehrgeizige Projekt noch nicht zu den Akten gelegt werden muss.

Von Markus Kniebeler

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