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Rathenow Stadt plant Prämien für Feuerwehrleute
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14:34 13.02.2019
Einsatzbereit bei Tag und bei Nacht: Das Engagement der Rathenower Feuerwehrleute soll künftig mit Prämien gewürdigt werden. Quelle: Kay Harzmann
Rathenow

Der Einsatz der Rathenower Feuerwehrführung für eine Honorierung des ehrenamtlichen Engagements der Einsatzkräfte trägt Früchte. Nach einem Vorschlag der Rathenower Verwaltung sollen die 154 aktiven Feuerwehrleute der Freiwilligen Feuerwehr Rathenow (inklusive der Ortswehren) künftig eine Zuwendung von 100 Euro im Jahr erhalten. Außerdem soll eine Zehn-Jahres-Prämie von 500 Euro gezahlt werden.

Orientierung am Landes-Modell

Nach Auskunft von Rathenows Hauptamtsleiter Jörg Zietemann will sich die Stadt bei der Würdigung der Feuerwehrarbeit am Honorierungsmodell des Landes orientieren. Noch in diesem Jahr soll das so genannte Prämien- und Ehrenzeichengesetz verabschiedet werden.

Demnach erhalten ehrenamtliche Rettungskräfte vom Land ein Prämie von 200 Euro pro Jahr für ihren Einsatz. Treuen Kameraden wird außerdem alle zehn Jahre eine Jubiläumsprämie von 500 Euro ausgezahlt. Das Gesetz soll bis zum Sommer vom Landtag beschlossen werden und rückwirkend zum 1. Januar 2019 gelten.

„Wir wollen uns diesem Modell anschließen und die Jahresprämie um 100 Euro aus der Stadtkasse erhöhen“, sagt Zietemann. Bei den zehnjährigen Jubiläen werde man den Landesbonus verdoppeln. Zu den 500 Euro vom Land erhalten die Jubilare dann noch einmal 500 Euro von der Stadt dazu.

Prämien für aktive Feuerwehrleute

Die Rathenower Feuerwehrleute werden in diesem Jahr Prämien vom Land und von der Stadt erhalten.

Jedem der 154 Kameraden stehen 300 Euro in Aussicht. 200 Euro vom Land Brandenburg und 100 Euro aus der Stadtkasse.

Mitglieder der Feuerwehr, die in diesem Jahr ein rundes Dienstjubiläum feiern (10, 20, 30... Jahre) erhalten noch einmal 1000 Euro zusätzlich (500 vom Land, 500 von der Stadt).

Außerdem werden die Fördervereine der Ortswehren mit insgesamt 15.250 Euro von der Stadt unterstützt.

Nach Berechnungen der Stadt würden diese Zuwendungen im Jahr 2019 knapp 22.000 Euro kosten. „Damit wollen wir den Einsatz de ehrenamtlichen Feuerwehrkräfte würdigen“, so Zietmann. Der Vorschlag soll in den kommenden Fachausschüssen beraten werden.

Findet die neue Regelung gut: Rathenows Ortswehrführer Oliver Lienig. Quelle: Markus Kniebeler

Rathenows Ortswehrführer Oliver Lienig, der sich seit Jahren für eine Prämierung der Feuerwehrarbeit einsetzt, freut sich über die Initiative der Stadt. „Da ist eine vernünftige Würdigung“, sagte er. Es gehe ja nicht darum, Einsatzzeiten abzurechnen. „Ehrenamt soll Ehrenamt bleiben.“ Wichtig sei das Signal, dass die Arbeit der Hilfskräfte wertgeschätzt werde.

Vom Tisch sind mit der neuen Initiative erst einmal die anderen diskutierten Prämien-Modelle. Im Gespräch war die Einführung eines Rabattsystems für Einsatzkräfte, mit dem die Nutzung bestimmter Einrichtungen – Schwimmhalle, Bibliothek, Optikpark – zu ermäßigten Gebühren festgelegt werden sollte.

„Wir haben uns bewusst für die Geldprämie entschieden“, so Zietemann. „So können die Einsatzkräfte frei entscheiden, was sie mit der Zuwendung anstellen. Außerdem wäre der bürokratische Aufwand bei einem Rabattsystem ungleich größer als bei dem jetzt präferierten Modell.“

Zusätzliche Aufwandsentschädigungen

Übrigens sind mit der oben errechneten Summe von 22.000 Euro die Zuwendungen der Stadt an die Feuerwehrleute nicht erschöpft. Denn die Funktionsträger der Feuerwehr – Ortswehrführer, Gruppenführer, Jugendwarte – erhalten Aufwandsentschädigungen, die sich im Jahr auf gut 19.000 Euro summieren. Außerdem werden den Fördervereinen der Ortswehren 15.000 Euro pro Jahr zugeteilt, die je nach Größe der Wehr aufgeteilt werden.

In den Genuss der Prämien sollen alle aktiven Einsatzkräfte kommen. Eine Differenzierung, die sich nach den tatsächlichen Einsatzstunden richtet, ist nicht vorgesehen. „Jeder der aktiven Kameraden leistet seinen individuellen Beitrag“, sagt Rathenows Bauamtsleiter Remus. „Das wollen wir mit diesem unbürokratischen Prämiensystem würdigen“.

Von Markus Kniebeler

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