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Rathenow Rückgang der Gewalt auf dem Märkischen Platz
Lokales Havelland Rathenow Rückgang der Gewalt auf dem Märkischen Platz
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16:00 10.01.2019
Die unschönen Vorfälle auf dem Märkischen Platz sind seit einigen Monaten merklich zurückgegangen. Quelle: Christin Schmidt
Rathenow

Die Kommunale Wohnungsbaugesellschaft Rathenow (KWR) hat im Dezember zwei Wachschutzleute engagiert, um den Problemen von Vandalismus und Gewalt etwas entgegenzusetzen.

Die Bilanz des einmonatigen Testlaufs ist positiv. Nach Auskunft von Danny Harwardt, dem Geschäftsführer der KWR, habe es in dem besagten Zeitraum keine nennenswerten Vorfälle gegeben. In den ersten Tagen hätten die Wachschutzleute Jugendliche, die vor dem Kultzentrum ein bisschen laut geworden seien, angesprochen. Danach habe es weder Ruhestörungen noch Vandalismus gegeben. Allerdings seien in dem Zeitraum Graffiti an einigen Häusern der KWR entdeckt worden.

Reaktion auf Vorfälle von Gewalt und Vandalismus

Hintergrund der Initiative sind die Vorfälle von Vandalismus und Gewalt, die in den vergangenen zwei Jahren in Rathenow für heftige Debatten gesorgt haben. Zerstörte Straßenleuchten, eingeworfene Scheiben, beschmierte Häuserwände: Vor allem im Sommer waren immer wieder Auswüchse dieser Art registriert worden – begangen von jungen Leuten, die auf dem Platz regelmäßig unterwegs sind.

Die Rathenower Stadtverordneten hatten das Thema ständig auf der Tagesordnung. Und sie wurden aktiv. Allerdings lehnte das Innenministerium den mit großer Mehrheit verabschiedeten Antrag, auf dem Märkischen Platz eine Videoüberwachung zu installieren, ab. Parallel dazu beschlossen die Abgeordneten im Herbst, zwei zusätzliche Mitarbeiter im städtischen Ordnungsamt einzustellen. Das Ziel: Durch regelmäßige Streifengänge in der Innenstadt soll das Treiben der Jugendlichen eingedämmt werden.

Neue Mitarbeiter ab 1. April

Der Stellenplan zur Einstellung der beiden Mitarbeiter wurde bereits geändert. Nach Auskunft von Rathenows Ordnungsamtsleiter Matthias Remus sollen die beiden Mitarbeiter ihre Arbeit am 1. April aufnehmen. Ab dann würden die zusätzlichen Streifengänge erfolgen.

Um die Zwischenzeit zu überbrücken, hatten KWR-Chef Hartmut Fellenberg, der im Dezember in Ruhestand verabschiedet wurde, und sein Nachfolger Danny Harwardt beschlossen, einen eigenen Wachdienst zu engagieren. „Der Märkische Platz und die umliegenden Straßen sind das Kerngebiet der KWR“, sagt Harwardt. Um die Mieter, die sich durch die Umtriebe der Jugendlichen belästigt fühlen, zu unterstützen, habe man eine eigene Streife organisiert.

Der ehemalige KWR-Chef Hartmut Fellenberg (re.) und sein Nachfolger Danny Harwardt haben den Sicherheitsdienst beauftragt. Quelle: Markus Kniebeler

An sieben Tagen der Woche waren die Sicherheitsdienstler zwischen 20 und 3 Uhr auf dem Märkischen Platz und den angrenzenden Straßen unterwegs. Polizeiliche Befugnisse hatten die beiden Männer freilich nicht. „Uns ging es vor allem darum, Präsenz zu zeigen“, so Harwardt. Die Wachleute hätten den Auftrag gehabt, wenn nötig, die Polizei hinzuzurufen. Aber zu dieser Situation sei es nicht gekommen. „Der Dezember war sehr ruhig.“

Wetter hat mitgespielt

Harwardt gibt zu, dass das Wetter einen Anteil an der friedlichen Lage gehabt hat. Bei Regen und Kälte sei der Märkische Platz kein besonders einladender Aufenthaltsort, sagte er. Man müsse die warme Jahreszeit abwarten, um ein Urteil darüber zu fällen, ob sich die Lage auf dem Märkischen Platz und in dessen Umfeld wirklich beruhigt habe.

Dann werden die neu eingestellten Mitarbeiter des Ordnungsamtes das Zentrum im Auge behalten. „Wir können und vorstellen, für die Übergangszeit bis zum April noch einmal Wachschutzleute zu organisieren“, sagt Harwardt. Dazu werde er sich mit der Stadt absprechen.

Harwardt macht deutlich, dass die Streifen von KWR und Stadt nur flankierende Maßnahmen sein können. Für die Ahndung von Ordnungswidrigkeiten und Straftaten sei die Polizei zuständig. Deshalb sei es wichtig, dass jeder, der betroffen sei, zuallererst die Polizei informiere.

Von Markus Kniebeler

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