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Rathenow Rathenow erschwimmt 11.111 Euro für neuen Basketballplatz
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11:36 31.01.2019
Die Organisatoren des Sponsorenschwimmens überreichen Bürgermeister Ronald Seeger (Mitte) den Spendenscheck. Mit dabei ist auch das neue Maskottchen der Stiftung: Ein weißes Plüscheinhorn. Quelle: Uwe Hoffmann
Rathenow

So richtig können es Gabriele Hennig und Stefan Ballhause vom Vorstand der Anne-Hennig-Ballhause-Stiftung noch immer nicht fassen. Aber der Scheck, den sie am Dienstagnachmittag Bürgermeister Ronald Seeger (CDU) überreichten, belegt es schwarz auf weiß: Das Sponsorenschwimmen am 19. Januar zu Gunsten des Rideplatzes brachte 11.111 Euro ein.

„Für eine kleine Stadt wie Rathenow ist das eine krasse Summe, einfach überwältigend“, bemerkte Rathenows Stadtplaner Jens Hubald zur offiziellen Verkündung der Spendensumme im Rathaus.

Mit dabei waren auch André Neidt vom Kreissportbund Havelland (KSB) und Günther Rall von der Rathenower Wärmeversorgung. Beide hatten die Aktion in der Schwimmhalle tatkräftig unterstützt und schwärmten am Dienstag noch einmal von der einmaligen Atmosphäre und dem Miteinander.

Gabriele Hennig (l.) und Stefan Ballhause (r.) unterstützten die Teilnehmer des Sponsorenschwimmens auch vom Beckenrand . Quelle: Uwe Hoffmann

Für Jens Hubald ist der Erfolg zugleich ein Beweis dafür, dass viele Rathenower den Rideplatz für sinnvoll und wichtig halten und dieses Projekt gern unterstützen. Das Geld soll nun in den geplanten Basketballplatz fließen.

Rund 40.000 Euro wird die Anlage kosten, die noch in diesem Jahr entstehen soll. Zudem sollen zwei Beach-Felder entstehen, ein Container aufgestellt sowie ein Stromanschluss verlegt werden. Die Baugenehmigungen dafür trafen ebenfalls am Dienstag ein.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 61.000 Euro. Die Stadt stellt einen Antrag auf Fördermittel aus dem „Goldenen Plan“ des Landkreises Havelland. Wird dieser bewilligt bleibt ein Eigenanteil von rund 20.000 Euro. Der sich nun Dank der Anne Hennig Ballhause Stiftung und dem Engagement vieler Rathenower um 11.111 Euro reduziert.

Weitere 3500 Euro bewilligte bereits die Dirk Nowitzki Stiftung für die Anschaffung neuer Basketballkörbe. 2000 Euro bekam Rathenow für den dritten Platz im Wettbewerb um den Titel „Sportlichste Stadt im Land Brandenburg“.

Die Idee der Stiftung begeistert die Region

Der Erfolg des Sponsorenschwimmens zeigt auch, dass die Idee der AHB-Stiftung, sich im Namen der 2017 an Krebs verstorbenen Anne Hennig-Ballhause für den Sport, den Kampf gegen Krebs und das gesellschaftliche Miteinander stark zu machen, bei den Menschen in der Region gut ankommt.

Die erste Veranstaltung der Stiftung stand ganz im Zeichen dieser Idee. Unter dem Motto „Jede Bahn zählt“ begaben sich mehr als 300 Menschen für den guten Zweck ins Wasser – vom Vorschulkind bis zum Senior waren alle Generationen vertreten und mit Begeisterung dabei.

Die Teilnehmer hatten sich vorab einen Sponsor gesucht, der für jede geschwommene Bahn einen vereinbarten Betrag spendete. Das Konzept ging auf. Zahlreiche Unternehmer traten als Sponsor auf, ebenso Eltern und Großeltern. Sogar ganze Schulklassen folgten dem Aufruf und schwammen in Annes Namen für ein Projekt, von dem alle Rathenower profitieren sollen.

Die erste Aktion der AHB-Stiftung, das Sponsorenschwimmen in der Rathenower Schwimmhalle, war ein voller Erfolg. Mehr als 300 Menschen beteiligten sich. Quelle: Uwe Hoffmann

Insgesamt legten die Teilnehmer 12 617 Bahnen á 25 Meter zurück. Das sind rund 315 Kilometer und entspricht in etwa der Strecke von Rathenow bis nach Kiel. Allein die Staffel, die ohne Unterbrechung zwölf Stunden durchschwamm, kam auf 29 Kilometer.

„Möglich war das alles nur Dank der großartigen Unterstützung, die wir hatten“, betonte Gabriele Hennig am Dienstag noch einmal und bedankte sich bei allen Helfern und Teilnehmern.

Zu den großen Unterstützern gehört der KSB, der die Veranstaltung unter anderem moderierte und vorab in den sozialen Netzwerken und sogar im Radio dafür warb.

Rund 50 Helfer sorgten für reibungslosen Ablauf

Die Wärmeversorgung öffnete die Schwimmhalle eigens für das Sponsorenschwimmen von 9 bis 21 Uhr und spendete zudem einen Großteil der Einnahmen. Von den 2,50 Euro Eintritt, die jeder der 312 Besucher an diesem Tag zahlte, gehen je zwei Euro an den Rideplatz.

Annes ehemalige Arbeitskollegen vom Therapiezentrum Promnitz kamen extra aus Brandenburg/Havel und sorgten mit Aqua-Aerobic, -Jogging und -Fitness dafür, dass im Becken keine Langeweile aufkam.

Auch die Wasserfreunde Brandenburg schwammen mit und Rettungsschwimmer des Arbeiter-Samariter-Bundes packten mit an. Rund 50 Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf und eine überwältigende Stimmung in der Halle.

Stefan Ballhause (r.) verlor vor zwei Jahren seine Frau Anne. Nun hat er gemeinsam mit Annes Mutter und weiteren Unterstützern das erste Sponsorenschwimmen der Anne Hennig-Ballhause Stiftung organisiert. Über das Ergebnis –11.111 Euro Spendeneinnahmen – freut sich auch Bürgermeister Ronald Seeger. Quelle: Uwe Hoffmann

„Die Menschen waren begeistert, das Becken kochte förmlich, Gänsehaut-Feeling pur. Ich denke, diese Veranstaltung hat der Schwimmhalle und unserer Stadt insgesamt einen positiven Schub gegeben“, sagte André Neidt am Dienstag. Und auch Gabriele Hennig schwärmte: „Alle waren mit dem Herzen dabei.“

Die Veranstaltung bescherte der Stiftung, die als Treuhandstiftung der Bürgerstiftung für die Region Rathenow im Sommer 2018 gegründet wurde, sogar ein Maskottchen. Der KSB überreichte dem Stiftungsvorstand bereits während der Auswertung ein großes Einhorn aus Plüsch.

„Das Einhorn ist ein Symbol für Kraft und Kämpfergeist. Wir fanden, dass das sehr gut zur Stiftung passt und wollen uns damit für die gute Zusammenarbeit bedanken“, hatte Martin Skowronek vom KSB erklärt, während Gabriele Hennig bereits Tränen der Rührung übers Gesicht liefen.

Was der KSB nicht wusste: Das Einhorn hatte auch für Anne Hennig Ballhause eine besondere Bedeutung. Als sie bereits schwer krank war, häkelte sie für ihre Freunde Einhörner. „Das ist genau das richtige Maskottchen für unsere Stiftung“, ist sich Stefan Ballhause sicher.

Von Christin Schmidt

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