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Rathenow Das Jugendparlament hat eine neue Führung
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11:18 18.01.2019
Das ist der neue Vorstand des Rathenower Kinder- und Jugendparlaments: Arvid Klostermann, Frederike Timme, Chantal Arnstedt, Denise Jäkel und Mortischa Mokelke (v.l.). Quelle: KiJuPa
Rathenow

 Nicht nur für Politiker dürfte 2019 ein spannendes und anspruchsvolles Jahr werden. Die anstehenden Wahlen im Mai und im September fordern auch die Mitglieder des Rathenower Kinder- und Jugendparlaments einmal mehr zu Höchstleistungen heraus.

Denn natürlich wollen sie wieder so viele junge Menschen wie möglich dazu bewegen, zur Wahl zu gehen und so die Chance zu nutzen, sich mit ihrer Stimme ins politische Geschehen hierzulande, aber auch in Europa einzubringen.

Zwei junge Frauen an der Spitze

Die Chancen, dass dieses Vorhaben gelingt, stehen gut. Denn das KiJuPa ist mit aktuell zehn aktiven Mitgliedern personell so gut besetzt wie lange nicht. Zudem gibt es nun auch einen neuen Vorstand.

Die 17-Jährige Frederike Timme wird weiterhin als Vorsitzende das KiJuPa anführen. Ihre neue Stellvertreterin ist Mortischa Mokelke. Denise Jäkel, die zuvor stellvertretende Vorsitzende und Pressesprecherin war, konzentriert sich auf die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Arvid Klostermann ist neuer Schatzmeister und Chantal Arnstedt Schriftführerin.

Frederike Timme (l.) ist alte und neue Vorsitzende, Mortische Mokelke ihre neue Stellvertreterin. Quelle: KiJuPa

Frederike Timme und Denise Jäkel, mussten nicht neu gewählt werden. Sie sind erst seit April 2018 im Amt und setzen ihre Arbeit fort. Die Wahl für Mortischa Mokelke fiel einstimmig aus.

Um den Posten des Schatzmeisters und der Schriftführung hatten sich allerdings mehrere Mitglieder beworben. „Das Interesse an diesen Ämtern war recht groß, deshalb musste die Mehrheit entscheiden. Arvid und Chantal hatten am Ende die meisten Stimmen“, berichtet Denise Jäkel.

Zwischen 14 und 22 Jahren sind die engagierten KiJuPa-Mitglieder, die sich nicht nur für Politik interessieren, sondern auch aktiv das Leben in ihrer Stadt mitgestalten wollen. Das tun sie bereits, in dem sie an diversen Ausschusssitzungen teilnehmen.

Das KiJuPa darf in Ausschüssen mitreden

Anders als in den meisten Kommunen hat das Rathenower KiJuPa in allen Ausschüssen einen Sitz und Rederecht. Zudem darf das junge Gremium über Ausgaben von bis zu 1500 Euro aus dem Jugendfördertopf entscheiden.

Dass sie etwas bewegen können, haben Frederike Timme und ihre Mitstreiter schon mehrfach bewiesen. Zum Beispiel mit dem Projekt zur Bürgermeisterwahl im vergangenen Jahr. Vor rund 120 Schülerinnen und Schüler hatten sie die Kandidaten der Stichwahl, Daniel Golze (Die Linke) und Ronald Seeger (CDU) zu einem unterhaltsamen Duell herausgefordert.

Ganz nebenbei vermittelten sie dem Publikum noch die Grundlagen der Kommunalpolitik, wofür es auch viel Lob von Politiklehrern gab.

Das KiJuPa mischt sich ein

Das Rathenower Kinder- und Jugendparlament ist das zweitälteste in Brandenburg.

Im Februar 2018 feierten die Mitglieder mit zahlreichen Gästen den 15. Geburtstag des KiJuPa.

Seit 2018 ist das KiJuPa auch im Aktionsbündnis „Unser Rathenow: Miteinander –Füreinander“ vertreten, dass sich für mehr Mitmenschlichkeit starkmacht und gegen Fremdenhass einsetzt.

Derzeit sind zehn junge Menschen aktiv im KiJuPa, so viele wie lange nicht.

Die Mitglieder beteiligen sich mit verschiedenen Aktionen am gesellschaftlichen Leben in der Stadt.

Auch international ist das KiJuPa vernetzt. Unter anderem nahmen drei Mitglieder im Sommer 2018 an einem internationalen Jugendworkshop in Schottland teil.

„Ein ähnliches Projekt wollen wir auch in diesem Jahr zu den Kommunalwahlen im Mai und zu den Landtagswahlen im September auf die Beine stellen“, verrät Frederike Timme. Außerdem werden sie Mitte Februar alle Schulklassen, die im Juni am Projekt „Pimp your town“ (deutsch: „Motz deine Stadt auf“) teilnahmen, ins Kulturzentrum einladen.

„Unser Ziel ist es, die Vorschläge, die wir mit den Jugendlichen gesammelt haben zu konkretisieren, um sie dann als Anträge in die Stadtverordnetenversammlung einzubringen“, erklärt die KiJuPa-Vorsitzende.

„Pimp your town“ ist ein Planspiel, das der Verein „Politik zum Anfassen entwickelt hat. Es soll Schülerinnen und Schülern die Kommunalpolitik näherbringen und sie motivieren, sich mit eigenen Ideen und Vorschlägen in ihrer Kommune einzubringen. „Es ist ein tolles Mittel, um Jugendlichen zu zeigen, dass sie sehr wohl gehört werden und sich selbst einbringen können“, so Timme.

Zusammenarbeit mit Parteien ausbauen

Ebenfalls im Februar soll der Jugendförderpreis vergeben werden. Doch bevor die Mitglieder wieder dazu aufrufen können, Vorschläge für die Abstimmung einzureichen, müssen sie einen Sponsor finden. „Wir suchen gerade nach Unterstützern, um den Preis zu finanzieren. Anschließend sammeln wir Vorschläge und stimmen ab.“

Des Weiteren spielt in diesem Jahr der neue Paragraf 18a der Brandenburger Kommunalverfassung eine Rolle.

Das fast vollständige Team des Rathenower Kinder- und Jugendparlaments. Quelle: KiJuPa

Dieser verpflichtet seit dem 30. Juni 2018 die Kommunen in Brandenburg, Kinder und Jugendliche in allen sie berührenden Gemeindeangelegenheiten zu beteiligen. „Wir sind zwar in dieser Hinsicht vielen anderen Kinder- und Jugendparlamenten einiges voraus, es gibt aber noch immer Luft nach oben“, ist sich Frederike Timme sicher.

Verändern wollen die Mitglieder auch die aktuelle Satzung. Die sieht nämlich vor, dass nur Rathenower Mitglied im KiJuPa werden können. „Dabei gibt es auch interessierte junge Menschen aus umliegenden Dörfern. Sie wollen wir nicht ausschließen und streben deshalb die Änderung der Satzung an“, verspricht die Vorsitzende.

Ausbauen möchte sie noch die Zusammenarbeit mit Parteien und Abgeordneten. Auch ein Austausch mit anderen KiJuPas strebt sie an. Und die gute Zusammenarbeit mit dem Seniorenrat soll fortgesetzt werden.

Von Christin Schmidt

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