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Rathenow Sanierung der Kita Neue Schleuse dauert vier Monate länger als geplant
Lokales Havelland Rathenow Sanierung der Kita Neue Schleuse dauert vier Monate länger als geplant
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13:18 05.12.2018
Nach dem Wasserschaden in der Kita Neue Schleuse musste die Hälfte der Räume leer geräumt werden. Quelle: Markus Kniebeler
Rathenow

Die Wiedereröffnung des alten Teils der Kita „Neue Schleuse“ in Rathenow West wird sich um rund vier Monate verschieben. Nach aktuellem Stand der Dinge wird das Gebäude in der Semmelweisstraße erst ab Anfang Mai wieder komplett genutzt werden können. Im Sommer hatte die Stadt einen Wiederbezug der Räume, die am ersten Mai-Wochenende durch einen Rohrbruch schwer beschädigt worden waren, für Anfang des kommenden Jahres in Aussicht gestellt.

Weitere Mängel entdeckt

Dieser Termin kann nach Auskunft von Rathenows Bauamtsleiter Matthias Remus nicht gehalten werden. Im Rahmen einer baulichen Überprüfung sei festgestellt worden, dass die elektrische Anlage des Gebäudes unbedingt erneuert werden muss.

Außerdem habe man entdeckt, dass die Wasser- und Heizungsrohre im Boden so marode sind, dass sie ausgetauscht werden müssen. „Daran geht kein Weg vorbei“, sagt Rathenows Bauamtsleiter Matthias Remus. Die Elektroanlage müsse schon aus Gründen der Sicherheit erneuert werden.

Bei den maroden Rohren bestehe die Gefahr, dass sie in absehbarer Zeit kaputt gehen. „Dann wären wir gezwungen, den nach der Havarie erneuerten Boden möglicherweise schon bald wieder aufzureißen“, sagt er. Dieser Gefahr wolle man vorbeugen, indem man die Leitungen vor der Bodensanierung austausche.

Bei den Eltern der Kita hat diese Verzögerung großen Unmut ausgelöst. Seit der Havarie im Frühjahr kann nur eine Hälfte des Kita-Gebäudes genutzt werden. Dort sind die Krippenkinder untergebracht.

Die älteren Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren werden seitdem anderswo betreut. Als Ausweichquartier wurde die Kita Olga Benario ausgewählt. Um Platz in der eigentlich ausgelasteten Kita zu schaffen, werden Gruppen ausnahmsweise im Turnraum betreut.

Ärger der Eltern über Verzögerung

In einem Leserbrief an die MAZ haben Eltern ihrem Ärger Luft gemacht. Sie kritisieren, dass die geplante Wiedereröffnung sich um vier Monate verschiebe und die auswärts betreuten Kinder dadurch noch länger ihrer gewohnten Umgebung fernbleiben müssen.

Matthias Remus kann den Ärger verstehen. Natürlich sei die Lage alles andere als ideal. Aber bei einem Rohrbruch handele es sich um ein unvorhersehbares Ereignis, das naturgemäß in keinen Planungen berücksichtigt habe werden können. „Wir haben uns bemüht, so schnell wie möglich Ersatzräumlichkeiten zu finden“, sagt er. Dass dies leider mit gewissen Unannehmlichkeiten verbunden sei, liege in der Natur der Sache.

Die Antwort auf die Frage, warum die Behebung der Schäden nicht schneller vonstatten gegangen ist, hat Remus zufolge mit der Art des Schadens zu tun. Nach dem Rohrbruch habe mit der Versicherung erst einmal geklärt werden müssen, für welche Schäden diese aufkomme. Das alleine habe drei Monate in Anspruch genommen. Dann seien die genannten Mängel der Elektroanlage und der Bodenleitungen entdeckt worden. Diese jetzt zu beheben, wo ohnehin an der Kita gebaut werde, sei – so ärgerlich die Folgen für die Betroffenen ausfallen – ein Gebot der Vernunft.

Von Markus Kniebeler

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