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Rathenow Mit „Macarena“ durch die Kneipennacht
Lokales Havelland Rathenow Mit „Macarena“ durch die Kneipennacht
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17:56 12.08.2018
Die „Skinny Teens“ spielten wieder Rockabilly vor dem „American Monster“ neben dem Haveltorkino. Quelle: Uwe Hoffmann
Rathenow

Die Temperaturen zur vierten Rathenower Kneipennacht am Samstag waren nicht so extrem wie in den letzten Wochen. Vielleicht war dies auch einer der Gründe, dass so viele die laue Sommernacht ausgelassen feierten – vor allem in den Biergärten und vor den Lokalen.

Neben den fünf Restaurants, die sich in diesem Jahr beteiligten, legte DJ Wiesener, ohne Eintritt, in diesem Jahr auf dem August-Bebel-Platz auf. Mit der Feuershow der Rathenower Ralf Kaiser und Franzi Konrads gab es dazu ein neues Highlight.

Bereits zum Start der diesjährigen Kneipennacht waren die Lokale gut besucht. Im Café „PurPur“ spielte „Mellikey & Band“ unter dem Motto „We love Rock'n'Roll“. Hier starteten auch die Feuerkünstler ihre zehnminütige Show bevor sie weiter zogen.

Im „Harlekin“ griff der Rathenower Jens Berse, nach 2017, erneut in die Saiten seiner Akustikgitarre. Am August-Bebel-Platz legte DJ Wiesener aktuelle Chartsongs und Hits der letzten Jahrzehnte auf.

Ausgelassen feierten die Rathenower ihre Kneipennacht 2018 mit Livemusik und einer Feuershow.

„Lasst den Platz beben!“ hieß hier das Motto. Zu Los de Rios 1996er Welthit „Macarena“ führten einige Jugendliche spontan die dazugehörige Choreografie auf. Diese Lebensfreude ließ für einen Moment ein Urlaubsfeeling wie am Mittelmeer aufkommen. An „Dörte's Kartoffelkiste“ gab es neben den bekannten Pommes auch leckere frittierte Kartoffelspiralen.

Unter anderem Musik der Neuen Deutschen Welle spielte die Band „Dryfuss“ aus Pritzwalk am „Irish Pub“. Gern gesehene Gäste im „American Monster“ sind die „Skinny Teens“ aus dem hessischen Langen. Hier tanzten einige der Gäste wieder im authentischen 50s-Outfit.

Aftershowparty in der Musikbrauerei

„Lasst die Stadt laut sein!“, lautete das Motto der Kneipennacht. Das traf auf jeden Fall auf den „Schwedendamm“ zu. „Radioattack“ aus Frankfurt/Main ließen es ordentlich krachen mit Hits wie Rammsteins „Engel“ oder „Highway to hell“ von AC/DC. Zu ihrer Musik feierten drei Generationen richtig bis zirka 1.30 Uhr. Zur Aftershowparty ging es wieder in die „Musikbrauerei“ – auch mit dem Busshuttle.

„In früheren Jahren waren mehr Leute unterwegs“, so der langjährige Kneipennachtgänger Ralph. „Ein Konzept nutzt sich schon mal über die vielen Jahre ab. Auch gab es zuletzt einige Veränderungen.“

Die Rathenower Kneipennacht, ursprünglich als Musik- und Kneipennacht 2002 durch Feras al-Hakim vom „Studio B“ organisiert, wird inzwischen von den Gastronomen Ronny Kraatz, Pierre Didrigkeit und John Schach veranstaltet.

Zur ursprünglichen Musik- und Kneipennacht spielten Künstler an teilweise über zehn Orten. Das „Studio B“ beteiligte sich ab 2015 nicht mehr an der Kneipennacht, lud im letzten Jahr bei freiem Eintritt gemeinsam mit der „Taverna Syrtaki“ zu einer eigenen kleinen Kneipennacht ein.

Auch waren 2017 nicht mehr so viele Menschen zur Kneipennacht unterwegs. In diesem Jahr schied wieder eine Location aus. Aber dort, wo es Musik gab, war die Stimmung ausgelassen.

Von Uwe Hoffmann

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