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Rathenow Havelländer leisten im Urlaub Entwicklungshilfe
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17:52 16.04.2019
Elke Dartsch, Monika und Peter Schmidt machen sich in Gambia ein Bild von den Hilfsprojekten des Vereins Hand in Hand. Quelle: Privat
Rathenow

Urlaub machen in einem afrikanischen Dorf, in dem es weder ein Hotel, noch ein Restaurant gibt und die Stromversorgung unzuverlässig ist, auf diese Idee waren Monika und Peter Schmidt in 45 Jahren Ehe noch nie gekommen. Bisher erholten sie sich stets an Orten, die auf Touristen eingestellt sind.

Um so beeindruckender dürfte die Reise sein, die sie am Dienstag antraten. In den nächsten 14 Tagen verzichten sie auf jeglichen Luxus. Statt Strand und Erholung wartet Gartenarbeit in Gambia auf die beiden und Schuld daran ist Elke Dartsch.

Die Göttlinerin hat das Paar mit ihren Hilfsaktionen für gambische Dörfer so sehr begeistert, dass sie sich das Ganze nun mit eigenen Augen ansehen wollen.

Rathenow unterstützt Gambia

„Vor etwa einem Jahr hatten wir in der Zeitung von einem Projekt gelesen, das Elke Dartsch mit Unterstützung vieler Rathenower für Gambia organisierte. Wir waren so begeistert, dass wir Kontakt aufnahmen und uns sehr bald entschlossen, ihr unter die Arme zu greifen“, berichtet Monika Schmidt.

Seit Oktober genießen sie und ihr Mann den Ruhestand und nutzen die dazu gewonnene Zeit für ehrenamtliches Engagement. Sie helfen Elke Dartsch beim Spenden sammeln, beteiligten sich an der Aktion der Stinknormalen Superhelden und sammelten Zigarettenkippen in Berlin. 

Auch das Fest der Menschlichkeit bereiten sie mit vor. In den letzten Tagen und Wochen waren sie aber in erster Linie mit den Vorbereitungen für ihre erste Reise nach Gambia beschäftigt.

Peter und Monika Schmidt (r.) reisen mit Unterstützern und Mitgliedern des Hilfsvereins Hand in Hand nach Gambia. Auch Elke Dartsch (5.v.l.) und Kerstin Gebhardt (l.) sind dabei. Quelle: Privat

Viele Rathenower hatten wieder Schuhe, Zahnbürsten für ein neues Projekt, Schulmaterial und einiges mehr abgegeben. Zwei große Koffer mit Spenden packte das Paar. Im Handgepäck blieb Platz für ihre persönlichen Dinge. Natürlich fliegt auch Elke Dartsch mit.

Kerstin Gebhardt, die Vorsitzende des Vereins „Hand in Hand“, und sechs weitere Helfer sind ebenfalls dabei. Seit drei Jahren unterstützt Elke Dartsch den Verein, der in mehreren gambischen Dörfern mit den Bewohnern Gemeinschaftsgärten angelegt hat, in denen nun Obst und Gemüse wächst.

Direkte Hilfe statt anonymer Spenden

„Wir haben auch schon für andere Aktionen gespendet, aber das war immer alles so anonym. Hier können wir konkret mitgestalten und vor allem sehen wir, was mit den Spenden passiert“, sagt Peter Schmidt.

Was ihm wichtig ist, Hand in Hand sorgt dafür, dass alle Spenden direkt bei den Menschen in Gambia ankommen. „Es gibt keinen großen Verwaltungsapparat, der Gelder verschlingt“, so der 65-Jährige. Wie alle anderen Mitstreiter zahlen auch er und seine Frau Flüge, Unterkunft und Verpflegung selbst.

Von Christin Schmidt

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