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Rathenow Rallye-Teams haben die Alpen geschafft
Lokales Havelland Rathenow Rallye-Teams haben die Alpen geschafft
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15:58 12.09.2018
Die drei Rallye-Teams aus Rathenow (Autos Nr. 047, 034, 041) hoch oben bei einer Pause in den Alpen. Quelle: Privat
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Rathenow

 Um Monaco sind sie drumrum gefahren, um Sankt Moritz haben sie einen Bogen gemacht, den Lago Maggiore haben sie westlich liegen gelassen, aber im Mittelmeer haben sie gebadet. Die sechs Rathenower, die seit Sonnabend in drei Teams bei der Rallye „European 5000“ mitfahren, können sich nicht einmal für die schönsten Ansichten, an denen sie vorbei kommen, ausreichend Zeit nehmen. Bei so einer Wettfahrt wird Langsamkeit nun mal bestraft.

Am Montagabend sind sie in Saint Tropez an der Cote d’ Azur in Frankreich angekommen und haben damit die erste Gebirgsprüfung erfolgreich absolviert. Gestartet in Aschau bei München, haben sie vier Tage lang kreuz und quer die Alpen durchfahren und dabei diverse Aufs und Abs hinter sich gebracht. „Die Autos laufen, es ist alles okay“, ist naturgemäß die erste Nachricht, die Rallyefahrer Christoph Blank der Heimatpresse durchgibt. Keine Schäden an den Fahrzeugen, nur einmal habe eine Kontrollleuchte gemuckt. Alle Rathenower seien gesund und munter.

In Italien an der berühmten Burg Fenestrelle, von links Frank Dietrich, Steffen Dunkel, Mario Möschl, Christoph Blank, Andreas Haupt und Steffen Marganus. Quelle: Privat

Sechs Männer im Altersbereich von 46 bis 56 Jahre aus Rathenow und den Ortsteilen Göttlin und Semlin haben sich mit drei Autos in drei Teams aufgemacht, um eine Rallye über rund 5000 Kilometer durch Europa mitzufahren. Zwei wesentliche Vorgaben der Rennleitung haben sie besonders dazu motiviert: Die Fahrzeuge müssen wenigstens 20 Jahre alt sein und jedes Team hat wenigstens 500 Euro für einen guten Zweck zu spenden. Das ergibt bei drei Teams mindestens 1500 Euro und das Ziel der Spende steht schon fest.

Der Betrag geht an den Rathenower Verein Kleeblatt. Damit wird die Initiative von Manuela Neubüser unterstützt, die alle zwei Jahre eine Gruppe von Kindern aus dem Dorf Zsobok in Rumänien für eine Woche ins Westhavelland holt. Gerade erst wieder war eine Gruppe von neun Mädchen und neun Jungen hier.

Navigationsgeräte sind untersagt

Die Fahrgemeinschaften sind: „Team Rathenow“, Steffen Dunkel und Christoph Blank, Subaru Legacy; „Team Havelland“, Mario Möschl und Andreas Haupt, Audi Quattro und „Team Rappelkiste“, Frank Dietrich und Steffen Marganus, VW Passat. Gefahren wird abwechselnd, Navigationsgeräte sind untersagt, Autobahnen nicht erlaubt.

Von 170 gestarteten Teams schieden in Sankt Tropez jetzt 70 aus, teilt Christoph Blank mit. Diese hatten von Anfang an nur die Alpen gebucht. Sechs der verbliebenen 100 Teams mussten wegen größerer Fahrzeugschäden aufgeben. Fahrer aus Belgien, Britannien, Dänemark, Irland, Kanada, den Niederlanden und Polen haben sie schon kennengelernt.

Schmale Schotterpiste am Abhang

Das Roadbook, das ihnen die Route vorgibt, kennt kein Schonprogramm. Zuerst ging’s nach Österreich über das Timmelsjoch, dann über den Jaufenpass nach Italien. Der Weg zum Stilfser Joch hat es in sich gehabt, weil 47 Spitzkehren zu umrunden waren. Auf dem Weg nach Turin war eine Schotterpiste angesagt, nur zweieinhalb Meter breit, gleich rechts neben dem Auto ein Abhang nach tief unten. Nichts für Leute mit Höhenangst.

Für die Teams aus Rathenow war von Anfang an klar, dass sie mit ihren drei Autos immer zusammen bleiben. Sie wollen das große Abenteuer gemeinsam erleben.

Zwergenstaat Andorra am Donnerstag

Am Mittwoch führte die Route weiter durch die Provence, Zwischenziel Avignon. Die Pyrenäen werfen ihre Schatten voraus, der Zwergenstaat Andorra ist für Donnerstag angesagt. Die Organisatoren halten für ihre Teilnehmer immer auch ein paar witzige Sonderaufgaben bereit. Wasser aus Deutschland, einen Tannenzapfen aus Österreich, ein Stein aus Italien. Einen Gendarm im Rallye-Auto fotografieren, einer Nonne die Hand reichen und so weiter. Leider haben die Rathenower für sowas kaum Zeit. Positiv aber ist: Das Wetter zeigt sich lang anhaltend schön.

Von Bernd Geske

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