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Nächste Runde in Rathenower Rathaus-Debatte

Alles ist wieder offen Nächste Runde in Rathenower Rathaus-Debatte

Seit Jahren wird in Rathenow darüber geredet, wo die Stadtverwaltung ein neues Domizil beziehen kann. Am Donnerstag hatten die Stadtverordneten das Thema ganz unverhofft wieder auf dem Tisch. Es könnte sein, dass aus dem Plan, die alte Brauerei auszubauen, nichts wird.

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Hier sitzt die Rathenower Verwaltung: Das ehemalige ROW-Gebäude in der Berliner Straße

Quelle: Christin Schmidt

Rathenow. Ob die Stadtverwaltung je in die alte Brauerei umziehen wird ist inzwischen äußerst unsicher. Bei einer Sitzung der Stadtverordneten am Donnerstagnachmittag sagte der Beigeordnete Hans-Jürgen Lemle, der sich in der Verwaltung mit der Rathausfrage befasst, dass die Stadt möglicherweise nicht in der Lage sein werde, den Eigenanteil an der Kostensteigerung für das Brauerei-Projekt zu tragen. Wie berichtet, waren nach einer detaillierten Analyse die Kosten deutlich höher ausgefallen als ursprünglich in einer ersten Machbarkeitsstudie veranschlagt. Nach der Neuberechnung sei der Umbau aus Sicht der Verwaltung nicht mehr zu verantworten, so Lemle. „Wir müssen von diesem Projekt Abstand nehmen.“ Daraufhin entwickelte sich in der Stadtverordnetenversammlung eine lebhafte Debatte, wie es weitergehen soll in der Rathaus-Entscheidung.

Fielmann AG macht der Stadt ein neues Angebot

Während Lemle verdeutlichte, dass es nicht zu verantworten sei, der Stadt noch höhere finanzielle Belastungen aufzubürden, verwies Rathenows Bürgermeister Ronald Seeger (CDU) auf einen Brief der Fielmann AG. Dem Konzern gehört das Gebäude in der Berliner Straße, in dem die Verwaltung derzeit untergebracht ist und Miete zahlt. Offenbar wird in Hamburg zusammen mit einem Investor aus München an einem Konzept gebastelt, wie man das gesamte Rathaus-Areal zwischen Berliner Straße und Puschkinstraße entwickeln kann – dazu gehört nicht nur das leer stehende ROW-Produktionsgebäude „060“ neben dem Rathaus, sondern auch die Freifläche dahinter mit den alten Askania-Gebäuden. Voraussetzung für diese Entwicklungspläne allerdings sei, so habe es der Investor dargestellt, dass die Verwaltung am jetzigen Standort in der Berliner Straße verbleibe.

Die endgültige Entscheidung darüber, ob der Brauerei-Umbau zum Rathaus weiter verfolgt oder gestoppt wird, sollen die Stadtverordneten in einer Sondersitzung Anfang November fällen. Dann sollen konkrete Kostenvergleichszahlen zu den Varianten Brauerei einerseits oder Verbleib am jetzigen Ort andererseits vorgelegt werden

Eigentlich wollten die Stadtverordneten mit dem Rathaus in die alte Brauerei ziehen

Eigentlich wollten die Stadtverordneten mit dem Rathaus in die alte Brauerei ziehen.

Quelle: Markus Kniebeler

Für eine Entscheidung bleibt kaum noch Zeit

Unabhängig von der Kostenfrage rennt den Stadtverordneten und der Verwaltung beim Brauerei-Umbau die Zeit davon. Der Umzug in die Brauerei muss bis zum 1. Januar 2018 erfolgt sein. Viele Baufachleute sagen, dass der Umbau des denkmalgeschützten Ensembles in dieser Zeit nicht zu bewerkstelligen sei.

Mit der Rathaus-Frage befassen sich die Rathenower Stadtverordneten schon seit Jahren.

Von Markus Kniebeler

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