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Rathenow Letzter Neubau im Gewerbegebiet Süd
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15:09 06.11.2018
André Schlicht vor dem Neubau seiner Firma im Gewerbegebiet Rathenow-Süd. Quelle: Bernd Geske
Rathenow

 Im Gewerbegebiet Rathenow-Süd, dessen Erschließung Anfang der neunziger Jahre begann, entsteht auf der letzten noch freien Fläche ein Neubau. Auf dem Grundstück Grünauer Fenn 28 baut die Rathenower Firma Schlicht Elektrotechnik einen neuen Firmensitz. Baubeginn war vor einem Monat, Richtfest wurde am 29. Oktober gefeiert und bereits Ende Januar soll das Gebäude bezogen werden.

Der Grund für die Investition liegt für Inhaber André Schlicht auf der Hand. Sein Unternehmen, das den Sitz bislang Am Stadtgut Nr. 18 in Rathenow hat, ist in den letzten Jahren so stark gewachsen, dass ein Neubau mit mehr Platz ein Gebot der Stunde war. Im Jahr 2014, berichtet er, habe die Firma neun Beschäftigte gehabt. Aktuell liege das Personal bei 21 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. „Wir haben viele Aufträge“, sagt André Schlicht, „das gibt uns die wirtschaftliche Stabilität, um einen Neubau zu finanzieren.“ So werde das Unternehmen gut aufgestellt für die Zukunft sein.

Thomas Heinzdorff von der Firma Schlicht Elektrotechnik bei einer neuen Elektroinstallation im Rahmen der Sanierung eines Altbaus in Rathenow. Quelle: Bernd Geske

Im Jahr 1997 war’s, da hatte André Schlicht sich selbstständig gemacht. Anfangs als Einzelperson, zog er auf die Baustellen los. Einige Zeit später nahm er einen ersten Angestellten dazu. Heute hat Schlicht Elektrotechnik so viele Beschäftigte wie nie zuvor. Den Chef mitgezählt, gibt es drei Mitarbeiter mit Meisterabschluss. Zwei Sachbearbeiterinnen sind im Büro. Viel Wert wird auf die Ausbildung gelegt, um Fachkräfte für die eigene Firma heranzubilden. Gegenwärtig hat der Betrieb drei Lehrlinge, die zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik ausgebildet werden.

Die Auftragslage ist so gut, dass Schlicht Elektrotechnik noch immer weitere Fachleute aus dem Bereich Elektro sucht. Im nächsten Jahr soll auch wenigstens ein Auszubildender eingestellt werden.

Über Tablets mit der Zentrale verbunden

Die Leute der Firma arbeiten in Rathenow, Potsdam und Brandenburg/H. bis hin an den Rand von Berlin. Die Teams sind über Tablet-PCs mit der Zentrale verbunden. Was eingegeben wird, erscheint sofort auf dem jeweils anderen Gerät. Die Planung mit dem Kunden findet komplett am Bildschirm statt. Das Büro wird papierlos geführt.

Die Firma führt vorrangig komplette Elektroinstallationen für neugebaute Eigenheime aus. Sie ist auch bei der Rekonstruktion von Mehrfamilienhäusern tätig. Der Chef betont aber, auch kleinere Aufträge würden zeitnah angenommen. Als Besonderheiten der Firma nennt er Satelliten-Anlagen, Datenverkabelungen und auf Wunsch die komplette Haus-Automation – das ist vielleicht besser bekannt unter der Bezeichnung „Smart Home“.

Gesteuert mit App oder Sprache

Einfach gesagt, versteht man darunter ein Gebäude, dessen Funktionen über eine Computer-App oder per Sprache gesteuert werden. Das kann nahebei, aber auch aus großer Entfernung leicht mit dem Handy bewerkstelligt werden. Man denkt hier meist zuerst an Licht, Heizung und Jalousien. Es ist auch möglich, beim Heimkommen die Lieblingsmusik starten zu lassen.

Darum soll der Neubau ein rundum smartes Geschäftshaus werden. Auf 200 Quadratmetern wird es ein Büro und viel Ausstellungsfläche geben, wo die Kunden sich anschauen und ausprobieren können, welche Smart-Anwendungen so alles möglich sind. Weil das Grundstück im Grünauer Fenn stattliche 2900 Quadratmeter groß ist, gibt es genug Platz für weitere Gebäude.

Von Bernd Geske

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