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Rathenow Unmut am Badesee: Campingplatzbetreiber verwehrt selbst Kindern den Toilettengang
Lokales Havelland Rathenow Unmut am Badesee: Campingplatzbetreiber verwehrt selbst Kindern den Toilettengang
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09:15 13.08.2018
Wer mal muss, dem vergeht der Badespaß am Steckelsdorfer See. Quelle: Ralf Stork
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Steckelsdorf

Empörung am Steckelsdorf die Zweite: Erst vor wenigen Wochen ärgerte sich eine Besucherin des Dorffestes in Steckelsdorf über das Verhalten der Betreiber des Campinplatzes. 70 Euro Parkgebühr musste sie zahlen. Nun gab es die nächste Beschwerde. Gabriele Thiele wollte die heißen Tage mit zwei kleinen Kindern (zwei und vier Jahre) entspannt am Steckelsdorfer See verbringen. Doch der Ausflug endete mit viel Frust.

Zweijähriger durfte Toilette nicht benutzen

Als das Zweijährige Kind ein dringendes Bedürfnis verspürte, wandte Gabriele Thiele an die Rezeption des Campingplatzes, da es am Strand keine öffentliche Toilette gibt und das Restaurant geschlossen war. „Statt die Toilette für das Kind zu öffnen, schickten sie uns ins Dorf zur Eisdiele“, berichte die Anruferin. Sie nahm den Weg ins Dorf auf sich und stieß in der Eisdiele auf mehr Verständnis.

Am nächsten Tag wiederholte sich das Ganze. Da das Bedürfnis dieses Mal noch dringender war, wandte sich Gabriele Thiele erneut an die Rezeption des Campingplatzes und bot sogar an, für die Toilettennutzung zu bezahlen. Vergeblich. Die Stadt müsse dafür sorgen, dass am Strand eine Toilette aufgestellt wird, lautete die Antwort der Betreiber.

Begründung nachvollziehbar, aber nicht kinderfreundlich

„Damit haben sie zwar recht – ein solches Verhalten ist dennoch alles andere als kinderfreundlich“, ärgert sich Gabriele Thiele. Ihr blieb nichts anderes übrig, als mit dem Kind so schnell wie möglich nach Hause zu fahren. Damit endete auch der zweite Strandtag mit Frust. Inzwischen hat sich die Frau an die Rathenower Stadtverwaltung gewandt.

Wie Bau- und Ordnungsamtsleiter Matthias Remus erklärt, ist die Stadt keineswegs verpflichtet, dort eine öffentliche Toilette aufzustellen. Das wäre auch eigentlich nicht nötig, da genau wie am Wolzensee Toiletten des Restaurants vorhanden sind. Carsten Dobberstein, Mitarbeiter des Wirtschaftsamts und unter anderem zuständig für den Bereich Tourismus, hält es ebenfalls nicht für sinnvoll, am Strand eine Dixi-Toilette aufzustellen. Nicht zuletzt auch, weil das den Strand kaum attraktiver machen würde.

Das Verhalten der Campingplatz Betreiber bedauert er. Um eine Lösung zu finden, will die Stadtverwaltung nun einen Gesprächstermin mit den Betreibern vereinbaren. Denkbar wäre eine Lösung wie am Wolzensee, wo Strandbesucher die Restauranttoilette gegen eine Gebühr nutzen können. Zwar ist das Restaurant am Steckelsdorfer See seit längerer Zeit geschlossen, es sollte aber kein Problem sein, die vorhandenen Toiletten zu benutzen.

Gabriele Thiele hofft, dass eine Lösung gefunden wird. Vom Campingplatzbetreiber wünscht sie sich mehr Mitmenschlichkeit.

Von Christin Schmidt

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