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Rathenow Schulen bekräftigen Partnerschaft im Zirkuszelt
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17:05 17.04.2019
Zehn Mädchen und zehn Jungen aus Polen beteiligten sich am Zirkusprojekt. Quelle: Uwe Hoffmann
Rathenow

Nach drei Jahren gastierte zum inzwischen dritten Mal der 1. Ostdeutsche Projectcircus Andre Sperlich an der Grundschule in Rathenow-West. Nach zwei Trainingseinheiten und der Generalprobe gaben die insgesamt 223 Schüler und Kinder der vier Kitas in Rathenow-West, Göttlin und Steckelsdorf, die sich auch wieder an der Zirkuswoche beteiligten, drei öffentliche Vorstellungen vor ausverkauften Publikum.

Eine Woche lang weilten zehn Mädchen und zehn Jungen der 5./6. Klasse der Orzeł Biały Grundschule Nr. 6 im polnischen Szczytno, in den Masuren, zum diesjährigen Schüleraustausch an der Otto-Seeger-Schule. Besonderer Höhepunkt war die Beteiligung der polnischen Schüler am Zirkusprojekt.

Im „Ottofanten-Zirkus“ traten sie als mutige Trapezkünstler, Akrobaten, Zauberer, recht freche Clowns, kleine Piraten, „spanische“ Seiltänzer, Taubendompteure, Jongleure und Fakire auf. Als Moderatorinnen der Zirkusshow spielten die zwölfjährige Scarlett Ibe „Tina“ und die siebenjährige Friederike Borchart die „Jessie“. Beide nahmen die Gäste mit auf eine fantasievolle Reise um die Welt.

Tolle Erfahrung

In der Gruppe der zwölf Trapezkünstlerinnen traten zwei polnische Mädchen auf. „Ich habe mir diese Gruppe ausgesucht, weil ich auch Gymnastik toll finde“, erzählt die Fünftklässlerin Oliwia Kalisz. „Ich habe mich sehr auf das Zirkusprojekt und die Erfahrungen, die ich machen kann, gefreut.“

In die Gastfamilien

Nach den ersten gemeinsamen Tagen des Austauschs gingen die polnischen Gäste ab Donnerstag in ihre Gastfamilien. Oliwia wohnte bei Stella Kirk, die ebenfalls am Trapez trainierte. „Am Trapez hängend durch die Luft schweben war eine tolle Erfahrung“, so Stella, deren sechsjährige Schwester Stina als Kita-Kind in der Schwarzlichtshow mitwirkte.

Die stellvertretende Schulleiterin Ewa Bakalowska und Schulleiter Ralph Stieger erneuerten die Schulpartnerschaft mit einem Vertrag. Quelle: Uwe Hoffmann

„So ein Zirkusprojekt an der Schule ist eine tolle Sache“, sagt Ewa Bakalowska, seit fünf Jahren stellvertretende Schulleiterin. „Bei uns in Polen kenne ich so ein Angebot leider nicht. Das ist auch eine tolle Erfahrung für unsere Schüler.“ Gemeinsam mit zwei Kolleginnen begleitet sie ihre Schüler.

Begeisterte Schulrätin

„So eine Zirkusprojektwoche ist bestes Lernen, vor allem auch auf sozialem Gebiet. Alle Schüler werden eingebunden und müssen sich, egal ob groß oder klein, aufeinander verlassen können. Jeder hat dabei seine Aufgabe“, sagt die im Schulamt Neuruppin für die Grundschulen zuständige Schulrätin Sylvia Albroscheit aus Falkensee, die zur ersten Vorstellung eingeladen war. „Bevor ich vor drei Jahren als Schulrätin wurde, war ich Schulleiterin in Schönwalde und hatte während meiner Dienstzeit auch schon ein ähnliches Zirkusprojekt an meiner Schule.“

Zum Dank eine Torte

Nach der dritten Vorstellung bedankte sich die Schule mit einer großen Torte im Design eines Zirkuszeltes mit zwei Kuppeln. Die Torte überreichte Konditormeister Ingo Möhring an Zirkusdirektor Andre Sperlich nach der letzten Vorstellung persönlich.

Feuerartisten in Aktion. Quelle: Uwe Hoffmann

Zum Besuch in Rathenow bekräftigten die Schule in Polen und Rathenow mit der Unterzeichnung eines neuen Vertrags ihre 2002 geschlossene Partnerschaft, die im vergangenen Jahr mit der Europaurkunde der Brandenburger Landesregierung ausgezeichnet wurde.

Persönliche Freundschaften

Zum jährlich abwechselnden Austausch zwischen Schülern der 5./6. Klassen sollen sie soziale und interkulturelle Kompetenzen, inklusive des Erwerbs von Sprachkompetenz, entwickeln. „Durch die persönlichen Begegnungen sollen sich neue Horizonte für die Beteiligten öffnen“, heißt es im Partnerschaftsvertrag. Am Sonntag reisten die polnischen Schüler, in Begleitung ihrer drei Lehrerinnen, wieder zurück in ihre Heimat. Im nächsten Jahre besuchen einiger der Seeger-Schüler ihre polnischen Freunde.

Von Uwe Hoffmann

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