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Rathenow Schwere Schiffshavarie in Rathenow
Lokales Havelland Rathenow Schwere Schiffshavarie in Rathenow
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02:16 30.09.2015
Mit Booten wurden die Ertrinkenden aus dem Wasser geholt. Quelle: Norbert Stein
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Rathenow

Niemand kann vorhersagen, wo und wann Feuerwehren ausrücken müssen, um Menschenleben zu retten, technische Hilfe zu leisten, umgeknickte Bäume beiseite zu räumen oder andere Gefahrensituationen zu beseitigen. Jeder Einsatz verlangt spezielle Kenntnisse. Um diese Kenntnisse zuverlässig zu beherrschen, üben die Helfer. So auch die Rathenower Feuerwehr in einem 22 Stunden Ausbildungsmarathon am Wochenende – im Verbund mit weiteren Helfern.

Stadtbrandmeister Jörg Eichmann und Abschnittsleiter Falk Ulm bei einer Lagebesprechung während der Übung an der Havel. Quelle: Norbert Stein

So wurden am Samstagmorgen 100 Rettungskräfte zu einer Großübung alarmiert. Zum Einsatz kamen die Ortsfeuerwehren der Städte Rathenow und Premnitz, der THW-Ortsverband Rathenow und weitere Helfer mit Spezialtechnik aus dem Landkreis Havelland.

Ortsfeuerwehr Rathenow machte den Anfang

Als erste Einheit wurde um 8.19 Uhr die Ortsfeuerwehr Rathenow zum Übungsort am Unteren Vorhafen der Hauptschleuse beordert. Ihr Wehrführer Oliver Lienig, übernahm die Einsatzleitung. Auch Stadtbandmeister Jörg Eichmann war vor Ort. Von der Friedensbrücke aus verfolgten Zuschauer die Großübung auf dem Wasser, am Ufer und dem Gelände der Außenstelle Rathenow des Wasser- und Schifffahrtsamtes Brandenburg an der Havel. Die zum Übungsort beorderten Kräfte wurden mit dieser Situation konfrontiert: Ein Passagierschiff ist auf Grund gelaufen. Es gibt Verletzte, von denen einige über Bord gegangen sind und nun Hilfe rufend im Wasser schwimmen. Aus dem beschädigten Schiff läuft Dieselkraftstoff. Im Wasser liegen mehrere Gasflaschen, von denen dem Anschein nach einige kaputt sind.

Schwimmer in Spezialausrüstungen in der Havel

Lienig und Eichmann trafen sich zunächst zur Lagebesprechung. Abschnittsleiter Frank Ulm mit seiner Einsatzgruppe bekam die erste und wichtigste Order. Ihre Aufgabe war, den Verletzten zu helfen und sie sicher an Land zu transportieren. Dafür brachten die Rettungskräfte Schlauchboote ins Wasser. Zwei Feuerwehrmänner schwammen in Spezialausrüstungen und Tragen zu Verletzten. „Ihr müsst Sie ansprechen“, rief Sanitäter Rayk Sommer, den Schwimmern zu. Auch vom Schiff wurden die ersten Verletzten an Land geholt und in ein inzwischen eingerichtetes Notlazarett gebracht, wo sie medizinisch versorgt wurden. Die „Verletzten“ waren mit Farbe und Schminke gut hergerichtet. Als Schauspieler halfen hier 25 Helfer vom havelländischen Rettungsdienst. Taucher suchten unter Wasser nach weiteren Vermissten. Die Gasflaschen wurden gesichert und die Einsatzkräfte setzten ihre Übung fort, es galt nun, die Havarieschäden zu beseitigen.

Die MS Sonnenschein wurde zum Übungsschiff für die Helfer. Sie meisterten auch diese schwierige Aufgabe. Quelle: Norbert Stein

„Im wesentlichen hat alles gut funktioniert. Die Übung war erfolgreich“, resümierte Oliver Lienig nach vier Stunden Einsatz. Für die Rathenower Feuerwehrleute hatte die Wochenendausbildung am Freitagabend mit einer Übung an einem Großmarktgebäude begonnen. In der Nacht folgten zwei weitere Einsatzübungen: „Autounfall mit mehreren eingeklemmten Personen im Inselweg“ und „ Brandbekämpfung Einfamilienhaus Kleine Hagenstraße/Ecke Perleberger Straße“.

Von Norbert Stein

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