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Das große Aufräumen auf der Buga

Nach Unwetter in Rathenow Das große Aufräumen auf der Buga

Am Tag nach dem Sturmwochenende haben in den Buga-Parks von Rathenow (Havelland) die Aufräumarbeiten begonnen. Zunächst musste ein Baumgutachter die Schäden registrieren. Auf dem Weinberg waren zwar auch einige Bäume betroffen, viel schlimmer sieht es aber im Optikpark aus.

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Dicke gesunde Äste knickten wie Streichhölzer ab.
 

Quelle: Joachim Wilisch

Rathenow.  Rathenow hat am vergangenen Wochenende das zweite Unwetter mit einer Windhose erlebt. Und wieder war es ein Sturm, der seine Wettergewalt auf ein relativ kleines Gebiet im Stadtgebiet entlud. Vom Stadtzentrum zog sich die Schneise in Richtung Westen und traf dabei den Optikpark. Besonders schlimm getroffen hat es die alten Bäume zwischen Stadtplatz mit Farbbrunnen auf der Ostseite und dem Cateringzelt auf der Westseite. Größere Schäden sind zudem am Havelaltarm zu verzeichnen.

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Das Unwetter am Samstag hat auf den Rathenower Buga-Geländen Optikpark und Weinberg zu schweren Verwüstungen geführt. Etliche Zweige sind abgebrochen. Eine Woche blieben diese beiden Buga-Parks deshalb geschlossen.

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Andreas Kenzler ist der Grünbeauftragte der Bundesgartenschau und er hat Erfahrung mit dem Rathenower Buga-Gelände, das er im Jahr 2006 zur Landesgartenschau entscheidend mitgestaltete. Darum blutete ihm besonders das Herz, als er am Sonntag nach einem ersten Rundgang sah, was der Sturm angerichtet hatte. „Vor allem hat der Wind die Kronen aus den Bäumen gedreht. Das verdeutlicht, dass es Wirbelwinde waren, die sich gedreht haben.“ Der Wetterexperte nennt das umgangssprachlich eine Windhose.

Die zweite Windhose auf dem Buga-Gelände hat zwar nicht so viel Schaden angerichtet, wie der erste Sturm am 13. Juni. Dennoch sind komplizierte Aufräumarbeiten zu erwarten. „Mit schweren Geräten kann man gar nichts machen“, sagte Kenzler. „Die Baumkronen sind gebrochen und da stehen die Bäume unter extremer Spannung. Da kann man nicht einfach etwas sägen, da springen die Äste unkontrolliert zurück.“ Will heißen: Baumsteiger müssen in die Kronen klettern und dann vorsichtig und Stück für Stück den Schaden beseitigen. Schließlich muss alles Astwerk, das lose erscheint, entfernt werden. 

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Wegen eines Unwetters hat die Bundesgartenschau in Rathenow verfrüht am Samstag schließen müssen. Der „Garten der Träume“ wurde abgesagt. Bei dem Unwetter wurde die Veranstaltungstechnik beschädigt. In der Stadt Rathenow kam es zu schweren Verwüstungen, Bäume stürzten um und Dächer wurden abgedeckt.

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Wenn das geschehen ist, wird der Baumgutachter ein zweites Mal über das Gelände gehen und prüfen, ob die Besucher ungefährdet durch den Park laufen können. Für Dienstag dieser Woche haben die Buga-Macher eine Pressekonferenz in Rathenow angesetzt, bei der sie nochmals zu den Sturmschäden etwas sagen wollen. Möglicherweise gibt es dann auch Aussagen, wie sich der Sturm und die Geländeschließung auf die Besucherzahlen auswirken. Tatsächlich ist auch der materielle Schaden beträchtlich. Schließlich handelt es sich um alte, wertvolle Bäume.

Reibungslos hat diesmal die Evakuierung am Sonnabend geklappt, nachdem die Sturmwarnung konkret geworden war. Gäste, die am Sonnabend vom Optikpark kamen berichteten übereinstimmend, dass man sie gebeten habe, das Gelände wegen der Sturmwarnung zu verlassen. Zudem sei die Eintrittskarte auf Wunsch abgestempelt worden, so dass man den Besuch des Geländes fortsetzen konnte.

Geräumt wurden auch die Gelände in Brandenburg, Premnitz und Havelberg. In Premnitz war die Kochshow abgesagt worden, später ließ man aber wieder Leute auf das Gelände, ähnlich war die Situation in Brandenburg und Havelberg.

Farbstrahlen nur wenig beschädigt

Die Strahlenbeete im Optikpark haben bei dem Sturm nicht sehr gelitten. Die Gärtner müssen lediglich einige Pflanzen aufarbeiten und beschneiden. Im Vergleich zu den Schäden an Bäumen ist das nicht der Rede wert.

Bauten sind ebenfalls verschont geblieben. Direkt nach dem Sturm machte das Gerücht die Runde, das Brachymedialfernrohr sei umgekippt. Das stellte sich schnell als Falschmeldung heraus. Auch andere Bauten, insbesondere die Steganlage auf dem Seerosenteich haben gehalten.

Lediglich die Zelte und Pavillons wurden vom Winde verweht. Sie wurden aber noch am Samstag wieder aufgestellt.

Auch der Schubleichter, das ist der Übergang vom Mühleninnenhof zum Optikpark hat dem Sturm standgehalten.

Auch zu Wochenbeginn musste das Personal an den Kassenhäuschen wieder Buga-Besucher weiterschicken. Dabei gilt, den Gästen zunächst den Besuch eines anderen Standortes zu empfehlen. „Viele Gäste gehen darauf ein“, war zu erfahren. Busse, die Rathenow ansteuern wollten, werfen umgeleitet. Die Touristen bekommen statt Rathenow einen anderen Standort präsentiert.

Der Skyliner hat seinen Betrieb nur kurz unterbrochen. Er steht noch bis zum 23. August in Rathenow. Am Freitag sollen die Parks in Rathenow wieder geöffnet werden. Die zweite Wiedereröffnung nach einer sturmbedingten Aufräumpause soll dann auch die letzte gewesen sein.

Buga-Beauftragter von Rathenow: „Ich könnte heulen“

Von Joachim Wilisch

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Unwetterschäden in Rathenow

Rathenow hat mit der Bundesgartenschau kein Wetterglück. Schon wieder hat ein Wirbelsturm eine Schneise durch das Buga-Gelände gefegt. Diesmal ist der Optikpark besonders betroffen. Auf dem Weinberg sind die Schäden geringer als bei dem großen Sturm im Juni, als ein Mann von einem Ast erschlagen wurde.

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