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Rathenow Segler erhalten Geld für neue Kaimauer
Lokales Havelland Rathenow Segler erhalten Geld für neue Kaimauer
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19:57 13.06.2018
Gelöste Stimmung: Landrat Roger Lewandowski (li.) mit den Vorsitzenden des Segelsportvereins Bernhard Sedler (re.) und Uwe Wenzel auf der maroden Kaimauer. Quelle: Markus Kniebeler
Semlin

Da hat Roger Lewandowski schon unangenehmere Termine wahrnehmen müssen. Schönes Wetter, ein idyllischer Ort, lauter glückstrahlende Menschen. Und an diesem Strahlen war der Landrat höchstselbst schuld. Einen Scheck in Höhe von fast 39 000 Euro hatte er am Montagnachmittag auf das Gelände des Rathenower Segelsportvereins 1952 gebracht. Und den Wassersportlern damit eine große Freude bereitet. Wie gesagt, da hat Roger Lewandowski schon schlimmere Termine erlebt.

Schäden durch Unterspülung und Eisversatz

Benötigt wird das Geld, um Teile der Uferbefestigung auf dem Vereinsgelände am Hohennauener See zu erneuern. Die im Jahr 1970 errichtete Kaimauer hat ihre besten Zeiten längst hinter sich. „Unterspülung und Eisversatz haben der Mauer arg zugesetzt“, erläuterte der Vereinsvorsitzende Bernhard Sedler dem Landrat. Vor allem der westliche Teil der Mauer weise eine gefährliche Schrägstellung auf. Für Bootsführer werde es immer schwieriger, dort festzumachen.

Mithilfe des Geldes vom Kreis, das aus dem Förderprogramm „Goldener Plan Havelland“ stammt, soll ein rund 30 Meter langer Abschnitt der Kaimauer abgerissen und durch eine neue Anlage ersetzt werden. 58 000 Euro kostet das Vorhaben. „Ohne Unterstützung durch den Kreis, der zwei Drittel der Kosten trägt, hätten wir das Projekt nicht stemmen können“, sagte Sedler.

Baugenehmigung ist bereits erteilt

Weil die Nachricht von der Förderung schon früher kam, hat der Verein die Vorbereitungen für den Mauerbau längst getroffen. Die Baugenehmigung ist bereits erteilt, die Arbeiten sollen voraussichtlich im Oktober beginnen. Als Uwe Wenzel, der stellvertretende Vereinsvorsitzende, aufzählte, welche Genehmigungen im Rahmen der Bauantrags eingeholt werden mussten, ging Roger Lewandowski kurzzeitig in Deckung. „Der bürokratische Aufwand bei einem Bauvorhaben im Grünen ist enorm“, gab er zu. Aber auch wenn der Bauantrag über den Kreis laufe – der habe die Vorschriften nicht gemacht, entschuldigte sich der Landrat.

Führung über das Vereinsgelände

Der guten Stimmung tat das alles keinen Abbruch. Nach der Übergabe des Förderbescheides ließ sich der Landrat über das traumhaft schön gelegene Gelände führen, das die Segler vom 1. Mai bis zum 30. September für ihren Sport nutzen (neben dem Bootshaus an der Schliepenlanke).

Ganz leicht zu finden ist der kleine Hafen, der zwischen Semlin und der Lötze liegt, übrigens nicht. Diese Erfahrung musste der Rathenower Bürgermeister machen. Über eine dreiviertel Stunde lang hatte er nach dem Weg zu den Seglern gesucht. Als er eintraf, war der offizielle Akt längst vorüber. Aber ein paar belegte Brötchen hatten die Segler für Ronald Seeger übrig gelassen.

Von Markus Kniebeler

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