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Rathenow So fühlen sich Senioren im Bus sicher
Lokales Havelland Rathenow So fühlen sich Senioren im Bus sicher
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08:38 30.06.2018
Im Rahmen einer Infoveranstaltung bekamen 20 interessierte Senioren viele praktische Tipps. Quelle: Foto: Christin Schmidt
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Rathenow

Wer nicht mehr so gut zu Fuß ist und sich auf dem Rad unsicher fühlt, ist gut beraten, für Wege in der Stadt den Bus zu nehmen. Ob zum Einkaufen, zum Arzt oder zu Freunden – die Havelbus Verkehrsgesellschaft bietet viele verschiedene Routen quer durch Rathenow an. Das nutzen auch viele Senioren.

Allerdings wagen längst nicht alle die Fahrt mit dem Bus. Insbesondere Menschen, die auf eine Gehilfe angewiesen sind, scheuen davor zurück und meiden aus Unsicherheit den Service, der ihnen eigentlich das Leben erleichtern soll.

„Immer mehr ältere Menschen sagen, dass sie Angst haben öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen“, bestätigt die Vorsitzende des Seniorenrats Rathenow, Petra Herbrich. Das könnte sich nun ändern.

Im Rahmen der Seniorenwoche lud der Seniorenrat Rathenow zu einer Infoveranstaltung mit Havelbus. Dabei gab es praktische Tipps zur Fahrt mit dem Rollator im Bus. Quelle: Christin Schmidt

Am Freitag hatte der Seniorenrat in Zusammenarbeit mit der Havelbus Verkehrsgesellschaft zur einer Informationsveranstaltung eingeladen. Das Treffen in der Begegnungsstätte „Fidelio“ bildete den Abschluss der Seniorenwoche, die in Rathenow einen Monat lang verschiedene Angebote bereit hielt.

19 Frauen und ein Mann waren gekommen, um sich von Havelbus-Personaltrainer Andreas Plessow und Busfahrer Torsten Jörn wertvolle Tipps geben zu lassen. Wie kommt man sicher mit dem Rollator in den Bus und wieder hinaus? Wo und wie stellt man den Rollator ab? Und woher weiß der Fahrer, wann ein Fahrgast aussteigen will? Diese und andere Fragen wurden in gemütlicher Runde bei Kaffee und Kuchen besprochen.

„Wenn Sie häufig mit dem Bus fahren, kaufen Sie sich eine Monatskarte. So sparen Sie sich das Suchen nach dem Kleingeld vor der Fahrt und können die Fahrt gleich viel ruhiger angehen“, rät Plessow.

Andreas Plessow, Personaltrainer bei der Havelbus Verkehrsgesellschaft, gab den Senioren hilfreiche Tipps mit auf den Weg. Quelle: Christin Schmidt

Wer nicht so oft fährt, kann sich vor ab mehrere Einzelfahrscheine im Kundenbüro oder am Schalter der Bahn kaufen und diese im Bus entwerten. Gut beraten ist zudem, wer das Ticket bereits parat hat, wenn er einsteigt. „Ich habe es immer in dieser Hülle an einer Kette, so finde ich meinen Fahrschein sofort“, verriet eine erfahrene Busfahrerin.

Nach der Theorie folgte die Praxis. „Wir probieren das jetzt einfach mal aus, ich habe ja selbst keine Erfahrung mit dem Rollator“, gestand Andreas Plessow mit einem Lächeln. „Die Erfahrung werden sie noch machen“, versicherten ihm die Senioren einmütig.

Torsten Jörn fuhr mit dem Bus vor und die Teilnehmer durften das Gelernte anwenden. „Am sichersten ist es, wenn sie mit dem Rollator vorwärts ein- und rückwärts aussteigen“, erklärte Plessow. Sechs Teilnehmer machten die Probe, Torsten Jörn und sein Kollege standen ihnen dabei zur Seite. Und noch eine wichtigen Tipp hatte Plessow: „Setzen Sie sich während der Fahrt auf keinen Fall auf den Rollator!“

Stattdessen sollte die Gehhilfe in der Freifläche in der Busmitte in Fahrtrichtung abgestellt und mit der Bremse gesichert werden. Wer keinen Fahrschein hat, geht erst anschließend zum Fahrer. Sollte mal kein Sitzplatz frei sein, steht auch Senioren, die keinen Schwerbehindertenausweis haben, ein Sitzplatz für mobilitätseingeschränkte Menschen zu. „Das wusste ich gar nicht“, bemerkte eine Dame.

Wichtige Infos zu Havelbus

Die Havelbus Verkehrsgesellschaft hat in Rathenow und Nauen jeweils ein Kundenbüro.

In Rathenow können sich Kunden im Grünauer Weg 2 persönlich mit Fragen an die Mitarbeiter wenden.

Das Büro ist Montag und Mittwoch von 8.30 bis 15.30 Uhr und Dienstag und Donnerstag von 10 bis 17 Uhr geöffnet

Wer sich den Weg sparen will, wählt die Kunden-Hotline der Havelbus Verkehrsgesellschaft: 03321/8283100

Der Rufbus-Service ist unter der Telefonnummer: 03321/8283103 zu erreichen.

Die Tipps kamen bei den Senioren gut an. Sie nutzten die Gelegenheit Fragen zu stellen. „Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass noch mehr das Angebot annehmen“, bemerkte die stellvertretende Vorsitzende des Seniorenrats, Christiane Thielke. Viele Jahre hat sie für Havelbus gearbeitet und nun die Veranstaltung initiiert.

„Die sichersten Sitzplätze sind übrigens die entgegengesetzt der Fahrtrichtung, also mit dem Rücken zum Fahrer. Denn so wird man bei einer plötzlichen Vollbremsung in den Sitz gedrückt und fällt nicht nach vorn“, erklärte der Personaltrainer und gab den Teilnehmern zum Schluss noch einen Tipp mit: „Scheuen sie nicht davor zurück, den Busfahrer anzusprechen. Wir sollen und wollen den Dienstleistungscharakter leben und sind für Sie da, wenn Sie Fragen haben oder es Probleme gibt.“

Von Christin Schmidt

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