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Rathenow Skate-Anlage auf dem Rideplatz wird montiert
Lokales Havelland Rathenow Skate-Anlage auf dem Rideplatz wird montiert
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15:58 04.12.2018
Arbeitseinsatz mit vereinten Kräften: Die Rathenower Jugend hilft beim Rampenbau tatkräftig mit. Quelle: Markus Kniebeler
Rathenow

Wer in diesen Tagen den Körgraben entlangschlendert, der kommt mit großer Wahrscheinlichkeit in den Genuss eines schrägen Konzerts. Klassische Instrumente allerdings sind an der Aufführung nicht beteiligt. Vielmehr sind es diverse Akkuschrauber, deren Surren sich zu einem dissonanten Klangteppich verdichtet, hin und wieder ergänzt durch das Kreischen einer Kreissäge.

Seit einigen Tagen werden auf dem Rathenower Rideplatz die Elemente der Skate-Anlage montiert. Weil viele Rathenower beim Aufbau tatkräftig mithelfen, soll der Aufbau bereits am Samstag abgeschlossen werden.

Die Geräusche kommen vom Rideplatz. Seit Anfang der Woche werden die Elemente der Skate-Anlage auf dem Freizeitgelände der Stadt aufgebaut. Und weil diese aus Holz sind, kommt der Akkuschrauber zu seinem großen Auftritt.

Zusammengesetzt werden die Module von freiwilligen Helfern aus Rathenow. Viele Jugendliche, die später auf den Rampen ihre Kunststücke vollführen wollen, machen mit. Aber auch Erwachsene bringen sich ein.

Montage nach dem Baukastenprinzip

Natürlich ist jemand da, der den Überblick hat. Daniel Heinkelein von der Firma Gedo Skateparks aus der Nähe von München hat die Geräte konzipiert und die Teile in seiner bayrischen Werkstatt vorgefertigt. Eine Spedition transportierte sie vor einigen Wochen nach Rathenow, wo sie nun von den Helfern zusammengesetzt werden.

„Das funktioniert nach dem Baukastenprinzip“, erklärt der Firmenchef. Die einzelnen Teile passen ineinander und müssen nur noch passgerecht verschraubt werden.

Dass die Jugend bei der Errichtung der Rampen und Wellen einbezogen wird, ist integraler Bestandteil des Vorhabens. „Wer seine Zeit und Arbeitskraft für den Aufbau verwendet, der wird das Geschaffene ganz anders wertschätzen“, sagt André Neidt von der Kreissportjugend, der das Vorhaben Rideplatz von Anfang an begleitet. „Wir wollen den Jugendlichen nichts Fertiges vor die Nase setzen, sondern den Platz mit ihnen gemeinsam entwickeln“, sagt er.

„Alle sind sehr engagiert“

Der Plan geht auf. Daniel Heinkelein ist regelrecht begeistert von der Einsatzbereitschaft und dem Engagement seiner Rathenower Helfer. Oft arbeite er bei Projekten mit Vertretern aus der jeweiligen Gemeinde zusammen, aber so effektiv wie in Rathenow habe es selten geklappt. „Alle sind ausgesprochen engagiert“, sagt er. „Und einige stellen sich handwerklich sehr geschickt an.“

Teile der großen Rampe stehen schon. Quelle: Markus Kniebeler

Dank dieser idealen Kombination aus Einsatzbereitschaft und Können liegen die Akteure auf dem Rideplatz vor dem selbst gesteckten Zeitplan. „Wenn das Wetter mitspielt, werden wir, von ein paar Restarbeiten abgesehen, bis zum kommenden Samstag fertig“, sagt der Bauleiter.

Schon bald also wird die Rampe genutzt werden können. Eine offizielle Einweihung wird es nach Auskunft von André Neidt aber erst im kommenden Frühjahr geben. Bei schönem Wetter mache das einfach mehr Spaß. Voraussichtlich werde man zur offiziellen Eröffnung einen ersten Wettbewerb auf der Anlage organisieren.

Anlage wird noch erweitert

Das, was derzeit errichtet wird, ist übrigens nur ein Teil der Skate-Anlage, die in den kommenden Jahren vervollständigt werden soll. Für diesen ersten Bauabschnitt werden 95 000 Euro ausgegeben. Rund 45 000 Euro steuert der Landkreis Havelland aus dem Goldenen Plan zur Sportstättenförderung bei. 20 000 Euro stammen von der Stiftung „Lebendige Stadt“ und den Rest zahlt die Stadt Rathenow aus eigener Kasse.

Übrigens zahlt sich der Einsatz der Helfer auch finanziell aus. Durch die Unterstützung beim Aufbau der Geräte konnten die Arbeitskosten um fast 3000 Euro reduziert werden.

Von Markus Kniebeler

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