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Premnitz muss 740.000 Euro schultern

Pleite der Gartenschau Premnitz muss 740.000 Euro schultern

Bleibt es dabei, dass die Buga das zuletzt genannte Defizit von mehr als zehn Millionen Euro einfährt, muss die Stadt Premnitz aufgrund ihrer Einwohnerzahl einen Nachschussbetrag von 740.000 Euro aufbringen. Das besorgt den Bürgermeister Roy Wallenta allerdings nicht.

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Premnitz ist zur Buga aufgeblüht. Nach jetzigem Stand wird die Stadt ihre Nachzahlungen aufbringen können, ohne in Schwierigkeiten zu geraten.

Quelle: Buga-Zweckverband

Premnitz. Nach dem zuletzt fixierten Stand würde der Buga-Zweckverband ein Defizit von mehr als zehn Millionen Euro einfahren. Das bedeutet für die fünf Ausrichter-Kommunen, dass sie entsprechend ihrer Einwohnerzahl noch mehr oder weniger große Nachschussbeträge zahlen müssen, um den Fehlbetrag auszugleichen. Wie der Premnitzer Bürgermeister Roy Wallenta (parteilos) gesagt hat, ergäbe das für seine Stadt eine Summe von 740.000 Euro. „Ich glaube, wir schaffen das“, hat er vor den Stadtverordneten gesagt, „ohne die geplanten Investitionen zurückstellen zu müssen.“

Der Ausgleich des Fehlbetrags wird erst 2016 fällig

Die genannte Summe werde erst im Jahr 2016 fällig, hat der Bürgermeister erklärt. Premnitz, so erinnerte er, habe eben für einen möglicherweise erforderlichen Defizit-Ausgleich schon vor längerer Zeit einen Betrag von 560 000 Euro zurück gelegt. Das bedeute, dass dann noch die fehlende Differenz von 180 000 Euro aufgebracht werden müsse. Die Stadt werde imstande sein, auch das zu leisten, sagte Roy Wallenta, weil eine Erholung der Einnahmen durch die Gewerbesteuer erkennbar sei. Er wies darauf hin, dass die auf 35 Millionen Euro geplanten Kosten der Bundesgartenschau „nicht aus dem Ruder gelaufen“ sind. Die Besucher hätten gefehlt.

Allein in Premnitz seien mehr als 200.000 Buga-Gäste registriert worden, teilte der Bürgermeister mit. Das sei für die kleine Stadt ein großer Erfolg. Das Echo der Besucher sei „überwältigend“ gewesen. Die Buga sei das Beste, was der Stadt und der ganzen Region habe passieren können. Auch lange nach der Gartenschau werde man sich daran erinnern, dass die Stadt Premnitz angesichts der großen Besuchermengen „gebrummt“ habe, befand Roy Wallenta. Jeder einzelne ausgegebene kommunale Euro sei es wert.

Großteil der Buga-Investitionen bleibt der Stadt erhalten

Der Bürgermeister erinnerte daran, dass ein Großteil aller Investitionen für die Buga der Stadt auch weiterhin erhalten bleibt. Auf dem großen Platz gleich hinter dem Buga-Haupteingang werde nun wie geplant ein Familien- und Ärztehaus gebaut, dessen Nutzung 2017 beginnen soll. Die Wege auf dem Platz würden nur etwas verändert, sagte Roy Wallenta. Außerdem werde der Wertekreis dorthin umverlegt, der zum Buga-Beginn im Band der Spiele nahe der Uferpromenade installiert worden war. Die Buga-Bühne an der Uferpromenade und die dazu gehörigen Stühle werde die Stadt übernehmen, teilte der Bürgermeister mit.

Die Aussichtsplattform auf dem Einlaufbauwerk der Pumpstation an der Havel bleibt für die Bevölkerung nutzbar. Sie wird lediglich verschließbar gemacht, weil sie im Dunkeln und im Winter gesperrt werden soll. Auch das Band der Spiele bleibt erhalten. Der Steg im Auenwald muss aber wieder aufgenommen werden und auch der aufgeschüttete Strand muss zurück gebaut werden. Auf der Stadtverordnetentagung im Dezember, versprach der Bürgermeister, soll der Haushalt für 2016 beschlossen werden. Dann werde es auch Klarheit darüber geben, ob sich der von Premnitz aufzubringende Buga-Verlustausgleich von 740 000 Euro noch erhöht oder bleibt, wie er ist.

Von Bernd Geske

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