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Rathenow Stadt investiert in die Elektromobilität
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13:19 05.04.2019
Vier Ladesäulen will die Verwaltung in diesem Jahr in Rathenow aufstellen lassen. Quelle: Jens Kalaene/dpa
Rathenow

Die Elektromobilität steckt noch in den Kinderschuhen – und doch will die Stadt Rathenow ihren Anteil leisten, um die Entwicklung zu befördern: Noch in diesem Jahr sollen im Stadtgebiet vier Ladesäulen aufgestellt werden, an denen die Besitzer von Elektro-Autos Energie tanken können.

Stadt übernimmt Vorreiterrolle

Jens Hubald, Leiter des Sachgebietes Stadtentwicklung im Rathenower Rathaus, stellte das Vorhaben jüngst im Bauausschuss vor. „Das wird nicht der Anfang zum Aufbau einer staatlichen Grundversorgung sein“, stellte er klar. Vielmehr wolle die Stadt ein Zeichen setzen. „Die Förderung der Elektromobilität ist vom Bund als politisches Ziel formuliert worden“, erklärte Hubald. Die Stadt Rathenow unterstütze dies. Und zwar nicht nur durch Lippenbekenntnisse, sondern mit konkretem Handeln.

Tatsächlich sind die Planungen für die Installation der vier Ladesäulen schon weit gediehen. Aufgestellt werden sollen die Säulen an Orten, die vor allem von Besuchern frequentiert werden. „Rathenower, die ein E-Mobil besitzen, werden dieses bei sich zu Hause aufladen“, so Hubald. Das Angebot richte sich an jene Autobesitzer, die zu Besuch in der Stadt seien und ihr Fahrzeug mit der nötigen Energie versorgen wollen.

Angebot für Besucher

Im Rathenower Stadtgebiet sollen drei Säulen aufgestellt werden. Eine auf dem Parkplatz in der Goethestraße neben dem Kulturzentrum. Eine auf dem Parkplatz hinter dem Rathenower Rathaus. Und die dritte auf dem Parkplatz des Haveltorkinos. Alles Orte, die von Besuchern angesteuert werden, die sich im Rathenower Zentrum umschauen oder den Optikpark erkunden wollen.

Eine Säule soll auf dem Parkplatz vorm Haveltorkino aufgestellt werden. Quelle: Markus Kniebeler

Die vierte Säule wird den derzeitigen Planungen zufolge in der Semliner Dorfstraße installiert, um Tagestouristen die Möglichkeit zu geben, die Batterie ihres Elektroautos aufzuladen.

10 000 Euro pro Ladesäule

Rund 10 000 Euro gibt die Stadt pro Säule aus. Es handelt sich Hubald zufolge um Modelle des aktuellen Standards. Geeicht, genormte Stecker, zwei Anschlüsse pro Station. Betrieben und gewartet werden sollen sie von der Rathenower Wärmeversorgung. Die wird sich auch um die Abrechnung kümmern.

Jens Hubald, stellvertretender Bauamtsleiter, hat die E-Mobilitätspläne im Bauausschuss vorgestellt. Quelle: privat

Jens Hubald erläuterte den Ausschussmitgliedern, dass die Stadt nach Installation der Säulen genau beobachten wolle, wie diese angenommen werden. Wenn das Thema Fahrt aufnehme, werde man prüfen, ob Förderprogramme für den Ausbau der Ladeinfrastruktur angezapft werden können.

Außerdem will die Stadt die großen Wohnungsunternehmen, Einkaufsmärkte und Gewerbeunternehmen ermuntern, eigene Säulen aufzustellen. Denn am Ende hänge der Erfolg der E-Kampagne auch davon ab, wie die Wirtschaft sich des Themas annehme.

Die Mitglieder des Bauausschusses begrüßten die Initiative der Stadt. „Wir müssen an dem Thema dran sein“, sagte Jürgen Vogeler (SPD). Es dürfe keinesfalls passieren, dass Rathenow diesen Zukunftszug verpasse.

Derzeit ist dieser Zug, um im Bild zu bleiben, allerdings noch im Schritttempo unterwegs. In der gesamten Stadt Rathenow sind momentan 38 Elektroautos zugelassen. Das entspricht einer Quote von 0,3 Prozent. Immerhin soll die Zahl der zugelassenen E-Mobile in Rathenow seriösen Prognosen zufolge bis zum Jahr 2025 auf 800 Fahrzeuge anwachsen.

Von Markus Kniebeler

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