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Rathenow Vorerst keine neuen Alleebäume
Lokales Havelland Rathenow Vorerst keine neuen Alleebäume
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14:03 22.02.2019
Jüngst wurden auch die letzten Alleebäume entlang L 96 zwischen dem Kreisverkehr Rathenow-West und Steckelsdorf gefällt. Quelle: Markus Kniebeler
Steckelsdorf

Von den alten Obstbäumen, die einst die L 96 zwischen dem Kreisverkehr in Rathenow-West und Steckelsdorf säumten, steht mittlerweile keiner mehr. Die letzten wurden vor noch nicht allzu langer Zeit abgeholzt. „Die Bäume waren nicht mehr zu retten“, sagt Karsten Ziehm, Leiter der Straßenmeisterei Rathenow. Kompletter Pilzbefall, Höhlungen im Kronenbereich – aus Gründen der Sicherheit habe es zur Fällung keine Alternative gegeben.

Bürger wollen wieder eine Allee

Gefallen hat das den wenigsten. Klaus Reimann, Rathenower Stadtverordneter (Pro Rathenow/FDP) und selber wohnhaft in Steckelsdorf, hat im jüngsten Bauausschuss gefragt, ob nicht eine neue Allee gepflanzt werden könnte. Viele Steckelsdorfer hätten diesen Wunsch an ihn herangetragen.

Zuständig für den Unterhalt der Landesstraße ist der Landesbetrieb Straßenwesen. Karsten Ziehm kennt dieses Anliegen. Auch an ihn haben sich Bürger gewandt, die es gerne hätten, wenn an der Straße wieder Bäume stehen würden.

„Ich kann diesen Wunsch gut verstehen. Und der Landesbetrieb würde sofort eine Pflanzung veranlassen“, sagt Ziehm. Allerdings ließen die Grundstücksverhältnisse entlang der Straße es bislang nicht zu, dort Bäume zu setzen.

Schwierige Verhandlungen

„Der Landesstraßenbetrieb bemüht sich schon seit einigen Jahren darum, einen schmalen Streifen rechts der Straße – von Rathenow aus gesehen – zu erwerben“, sagt er. „Ohne Erfolg“. Auch Corrado Gursch, Ortsvorsteher von Steckelsdorf, habe die Eigentümer bereits gefragt. Aber auch er habe eine abschlägige Antwort bekommen.

Und warum pflanzt der Landesbetrieb die Bäume nicht einfach wieder dahin, wo die gefällten standen? „Weil das heute nicht mehr erlaubt ist“, erklärt Ziehm. Die Bäume hätten in noch nicht mal einem Meter Abstand von der Fahrbahn gestanden. Heutzutage müsse bei Neupflanzungen ein Sicherheitsabstand von mindestens vier bis sieben Metern eingehalten werden. In Steckelsdorf, wie fast überall sonst auch, müsse für solche Pflanzungen Land erworben werden.

Während die Grundbesitzer auf der rechten Seite der Straße klar gemacht haben, nicht verkaufen zu wollen, sind auf der linken Seite noch nicht alle Messen gesungen. „Wir verhandeln noch mit dem Eigentümer“, sagt Ziehm. „Sollten wir uns einig werden, kommen dort wieder Bäume hin.“

Keine Fällung ohne Grund

Ziehm weist den immer wieder erhobenen Vorwurf, der Landesbetrieb setze bei Alleebäumen die Säge allzu leichtfertig an, vehement zurück. „Für jeden Fällung gibt es einen triftigen Grund“, sagt er. In strittigen Fällen werde ein Gutachter zu Rate gezogen. Gefällt werde, wenn der Baum krank sei und von ihm eine Gefährdung für die Verkehrsteilnehmer ausgehe. Oder wenn wegen Straßenbaumaßnahmen eine Fällung unumgänglich sei. „Ohne Grund nehmen wir keinen Baum weg“, versichert Ziehm. „Warum sollten wir das auch tun?“

Von Markus Kniebeler

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