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Rathenow Auseinandersetzung am Vatertag eskaliert – Steine fliegen
Lokales Havelland Rathenow Auseinandersetzung am Vatertag eskaliert – Steine fliegen
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15:15 11.05.2018
16 Polizisten waren wegen der Auseinandersetzung im Einsatz. Quelle: Symbolbild
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Rathenow

Zwei demolierte Autos, Verletzte und zwei Verhaftungen – das ist die Bilanz eines Konfliktes am Himmelfahrtstag auf dem Märkischen Platz in Rathenow. Dort kam es am Donnerstagabend gegen 19 Uhr zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen einer Gruppe von etwa zehn bis 15 Deutschen und einer etwa gleich großen Gruppe Migranten. Die Gründe für den Streit sind bisher noch unklar.

Wie in einem Video zu erkennen ist, gingen die Gruppierungen mit Gürteln und Bierflaschen aufeinander los. Nachdem die Migranten die Deutschen aus einiger Entfernung mit Steinen beworfen hatten, flüchteten sie schließlich in Richtung Körgraben.

Durch die Steinwürfe wurden zwei Autos beschädigt. Vier Personen im Alter zwischen 31 und 44 Jahre wurden bei den Tumulten leicht verletzt und vor Ort ambulant behandelt.

Polizei in wenigen Minuten am Ort des Geschehens

Dank des Notrufs eines Anwohners, griff schließlich die Polizei ein, die an dem Feiertag mit mehreren Einsatzfahrzeugen der Bereitschaftspolizei gezielt in Rathenow Präsenz zeigte.

Die Beamten waren wenige Minuten nach der Erstmeldung vor Ort und nahmen die Personalien von sechs tatverdächtigen Syrern zwischen 14 und 20 Jahren sowie vier Geschädigten auf.

Zeugen halten 16-Jährigen fest

Einige Zeugen und ein Angegriffener hielten bis zum Eintreffen der Polizei einen 16-jährigen Syrer fest. Polizisten nahmen ihn zunächst in Gewahrsam. Da der Jugendliche angab, ein ihm unbekannten Mann habe ihm mit einer Bierflasche auf den Kopf geschlagen, brachten ihn die Beamten zur Behandlung ins Krankenhaus und übergaben ihn anschließend seinen Eltern.

Der 16-Jährige erhielt er einen Platzverweis für den Märkischen Platz. Außerdem wurden entsprechende Strafanzeigen wegen Körperverletzungen und Sachbeschädigungen aufgenommen.

Tatverdächtige in Gewahrsam genommen

Nach Auswertung von Handyvideoaufnahmen und anschließenden Fahndungsmaßnahmen konnten die Beamten weitere Tatverdächtige für Körperverletzungen mittels Gürtelschlagen und Sachbeschädigung mittels Steinewerfen identifizieren und teilweise zur Verhinderung weiterer Straftaten bis in die Nacht in Gewahrsam nehmen.

Da die gewalttätigen Auseinandersetzungen aus einer Gruppe heraus begangen wurden, ermittelt die Kriminalpolizei auch wegen Landfriedensbruchs gegen die Tatverdächtigen.

16 Polizisten (*in einer früheren Version des Textes war zunächst von acht Polizisten die Rede) waren bei dem Vorfall im Einsatz. „Was der Auslöser und die Motivation des Angriffs mit den Gürteln und den Steinen gewesen ist, wird in den eingeleiteten Ermittlungen zu klären sein“, heißt es im Polizeibericht.

Martin Gorholt fordert Einsatz von Migrationssozialarbeitern

Am Freitag hat sich Staatssekretär Martin Gorholt (SPD) zu den erneuten Vorfällen in Rathenow geäußert: „Alle müssen sich an die Regeln halten, die hier gelten, seien es syrische oder deutsche Jugendliche. Letztlich muss das die Polizei durchsetzen.“

Staatssekretär Martin Gorholt (SPD) möchte vor allem in Rathenow die Migrationssozialarbeit verbessern und nimmt den Landkreis Havelland in die Pflicht. Quelle: dpa

Aber auch alle anderen sind gefragt, so Gorholt. Er fordert den Landkreis Havelland auf, umgehend und überwiegend die zwölf vom Land zugewiesenen Stellen für Migrationssozialarbeit für das Westhavelland und insbesondere Rathenow flott zu machen, da hier inzwischen die meisten Flüchtlinge leben.

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