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Rathenow Suche nach Lösung für Offizierscasino-Problem
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17:05 08.08.2018
Rückansicht des Rathenower Offizierscasinos. Quelle: Markus Kniebeler
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Rathenow

Die Suche nach einer Lösung des Offizierscasino-Problems läuft momentan auf Hochtouren. „Wenn es uns gelingt, das Dauerthema in diesem Sommer abzuräumen, wäre das eine großartige Sache“, sagt Rathenows stellvertretender Bürgermeister Hans-Jürgen Lemle. Und obwohl er nach diversen Beratungen noch keine Lösung präsentieren kann, ist er vorsichtig optimistisch. „Noch nie waren wir so nah dran wie jetzt“, sagt er.

Die Ausgangslage: Das denkmalgeschützte Offizierscasino verfällt seit Jahrzehnten. Nachdem der letzte Eigentümer entnervt auf seine Besitzrechte an der Immobilie verzichtet hatte, liegt das so genannte Aneignungsrecht beim Land. Was die Gelegenheit eröffnet, gezielt nach einem Käufer zu suchen, der das Grundstück nicht zu Spekulationszwecken erwerben, sondern verantwortungsvoll entwickeln will.

Ein Konzept muss her

Klar ist nach einer ersten Beratung, die Finanzminister Christian Görke im Mai organisiert hatte, dass der Denkmalschutz unter Umständen bereit wäre, den Schutzstatus aufzuheben. Und zwar, wenn eine städtebauliche Lösung präsentiert würde, die dem aus städtebaulicher und stadthistorischer Sicht besonderen Status des Grundstückes entspricht.

Das Casino sei ein wichtiges Verbindungsstück zwischen den Zietenkasernen und dem Landratsamt, so – etwas vereinfacht ausgedrückt – die Position der Denkmalschützer. Wenn das prominente Grundstück so beplant werde, dass auch ein Neubau dieser Verbindungsfunktion Rechnung trage, dann könne einem Abriss des alten Casinos unter Umständen zugestimmt werden.

Grundstück nur als Einheit zu entwickeln

An dieser Aufgabe wird nun gearbeitet. Zwei Schwierigkeiten müssen dabei aus dem Weg geräumt werden. Das Eckgrundstück, auf dem das Casino steht, hat zwei Eigentümer. Der vordere Teil mit dem Gebäude wird vom Land verwaltet, der hintere Teil ist in Privatbesitz. „Eine tragfähige Lösung wird es nur geben, wenn das Grundstück als Einheit entwickelt wird“, sagt Lemle. Man sei dabei, darüber mit den Verantwortlichen zu verhandeln.

Die zweite Schwierigkeit ist finanzieller Art. Ein Abriss des Casinos würde – wenn es dafür vom Denkmalschutz grünes Licht gäbe – zwischen 300 000 und 400 000 Euro kosten. „Wenn wir jemanden finden, der bereit ist, eine den Anforderungen des Denkmalschutzes entsprechende Lösung zu präsentieren, darf der nicht auch noch mit den Abrisskosten belastet werden“, so Lemle. Auch an der Lösung dieses Problems werde gearbeitet.

„Chance war noch nie so groß“

An den Verhandlungen beteiligt sind Vertreter der Stadt Rathenow, des Landes Brandenburg, der Kommunalen Wohnungsbaugesellschaft Rathenow sowie der Eigentümer des hinteren Grundstücks.

Nach Auskunft von Hans-Jürgen Lemle sollen die Vorsitzenden der in der Rathenower Stadtverordnetenversammlung vertretenen Fraktionen demnächst über Inhalt und Stand der Verhandlungen unterrichtet werden. Ziel ist es, den Stadtverordneten in der ersten Sitzung nach der Sommerpause eine Lösung zu präsentieren. „Wie diese aussieht, ist noch nicht entschieden“, sagt Lemle. „Aber die Chance, diesen städtebaulichen Missstand zu beheben, war noch nie so groß.“ 

Von Markus Kniebeler

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