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Rathenow Tatort City Center: Video beweist Diebstahl
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19:41 17.04.2018
Karin J. klaute Mode in einem Geschäft im Rathenower City Center. Quelle: Ch. Schmidt
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Rathenow

Auf frischer Tat ertappt wurde Karin J. als sie im Juli vergangenen Jahres sich am Kleiderständer eines Modegeschäfts im City Center bediente. Aufnahmen einer Überwachungskamera belegen eindeutig einen Diebstahl. Im Video ist zu erkennen, wie die 25-Jährige sich auffällig bewegt, kindlich umherspringt, plötzlich ein Shirt und eine Hose in ihre Tasche steckt und das Gebäude verlässt.

Am Dienstagnachmittag musste sich die 25-Jährige vor dem Rathenower Amtsgericht für ihr Handeln verantworten. Der Tatvorwurf des räuberischen Diebstahls stand im Raum, weil sich die Angeklagte handgreiflich gegen eine Verkäuferin zur Wehr gesetzt haben soll. Das aber stritt Karin J. vor Gericht vehement ab.

Auch Karin H., die als Verkäuferin in dem Modegeschäft arbeitet und die Diebin vor dem Gebäude am Fahrradständer stellte, bestätigte diesen Tatvorwurf nicht. „Sie hat mich zwar beschimpft, aber es gab zwischen uns keine handgreifliche Auseinandersetzung. Allein ihr aggressives Auftreten machte mir Angst, deshalb lief ich zurück ins Geschäft und informiert den Wachschutz“, erklärte die Zeugin dem Schöffengericht.

Rathenower Amtsgericht setzt das Urteil zunächst aus

Karin J. musste sich bereits zum vierten Mal wegen Diebstahls verantworten. Nur einen Monat vor der Tat im Juli 2017 wurde sie zu acht Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Die ihr auferlegten Arbeitsstunden im Optikpark konnte sie aber aufgrund einer psychischen Störung nicht ableisten.

Wie aus den Berichten der bestellten Betreuerin und der Bewährungshelferin hervorgeht, wuchs Karin J. in Pflegefamilien und in Heimen auf. Sie hat ein Kind, das ebenfalls in einer Pflegefamilie lebt.

Die junge Frau leidet zudem am sogenannten Borderline-Syndrom und konsumiert laut Bewährungshelferin gelegentlich Drogen. „Für mich steht hier die Frage im Raum, ob die Angeklagte überhaupt schuldfähig ist“, gab der Staatsanwalt zu bedenken und schlug vor, ein psychiatrisches Gutachten anzuordnen.

Dem stimmte auch das Schöffengericht nach einer kurzen Pause zu. Bevor Richter Robert Ligier die Verhandlung fortsetzen konnte, musste die Angeklagte aber zunächst überzeugt werden, den Gerichtssaal noch einmal zu betreten. „Ich beende das Gespräch hier“, erklärte sie, während sie offensichtlich verwirrt im Türrahmen stand. Erst durch die Androhung einer Haftstrafe nahm sie wieder Platz.

Das Urteil ist zunächst ausgesetzt bis ein entsprechendes Gutachten vorliegt. Damit entgeht Karin J. vorerst einer möglichen Gefängnisstrafe.

Von Christin Schmidt

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