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Rathenow Tempolimit auf vier Hauptstraßen
Lokales Havelland Rathenow Tempolimit auf vier Hauptstraßen
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13:34 10.10.2018
Auch auf der B 102 zwischen ehemaliger Hauptkreuzung und Grünauer Kreisel soll das Tempo auf 30 km/h reduziert werden Quelle: Markus Kniebeler
Rathenow

Auf vier viel befahrenen Rathenower Straßenabschnitten wird es in naher Zukunft nachts Tempo-30-Zonen geben. Diese Geschwindigkeitsreduzierung soll die Anwohner vor gesundheitsschädlichem Lärm schützen.

Die Maßnahme ist Teil des Lärmaktionsplans, der am 12. September von den Stadtverordneten verabschiedet wurde. In dem umfangreichen Papier ist dargelegt, mit welchen Mitteln die Lärmbelastung in Rathenow reduziert werden soll. Die meisten dieser Vorhaben werden aber nicht sofort umgesetzt werden können. Der Bau der B 102-Umgehungsstraße etwa oder die Asphaltierung von Kopfsteinpflasterstraßen werden aus planungsrechtlichen Gründen und wegen Geldmangels erst in unbestimmter Zukunft erfolgen.

Preiswert und sofort wirksam

Das sieht bei den 30-er Zonen anders aus. „Die Temporeduzierung ist kurzfristig umsetzbar, preiswert und sofort wirksam“, sagte Rathenows Vize-Bauamtsleiter Jens Hubald, der mit der Umsetzung des Lärmaktionsplanes betraut ist, im Bauausschuss am Dienstagabend.

Obwohl der Aktionsplan bereits beschlossen ist, wollte Hubald sich im Fachausschuss noch einmal Zustimmung für die Geschwindigkeitsreduzierung holen. Und er bekam volle Rückendeckung. Die Abgeordneten befürworteten die Geschwindigkeitsbegrenzung auf den vier vorgeschlagenen Strecken. „Wenn wir die Begrenzung beantragen wollen, dann sollten wir das gleich für alle Strecken tun“, sagte Manfred Lenz (SPD). Alles andere bleibe Stückwerk.

Anträge werden bald gestellt

Hubald wird nun die Anträge auf Geschwindigkeitsreduzierung bei den zuständigen Verkehrsbehörden einreichen. Sobald diese genehmigt sind, wird die Geschwindigkeit nachts zwischen 22 und 6 Uhr auf folgenden Strecken auf 30 km/h beschränkt: auf der B 102 zwischen der ehemaligen Hauptkreuzung und dem Kreisverkehr am Grünauer Weg; auf der Steinstraße zwischen der Schleusenbrücke und der Langen Brücke; auf der Genthiner Straße zwischen Friedensbrücke und der Einmündung der Semmelweisstraße; und auf der Friedrich-Engels-Straße zwischen der Berliner Straße und der Einmündung der Puschkinstraße.

Auch auf der Steinstraße soll bald langsamer gefahren werden. Quelle: Markus Kniebeler

Rund 650 Anwohner dieser Straßenabschnitte würden von der Lärmminderung profitieren. In einer wissenschaftlichen Untersuchung war ermittelt worden, dass die Schallbelastung auf diesen Strecken den zulässigen Grenzwert von 55 dB in der Nacht überschreitet.

Dass eine Geschwindigkeitsreduzierung von 50 auf 30 km/h zu einer spürbaren Reduzierung des Lärmpegels führt, ist wissenschaftlich erwiesen. Allerdings tritt der Effekt natürlich nur ein, wenn die Verkehrsteilnehmer tatsächlich langsamer fahren.

Kontrollen gefordert

„Wir müssen die temporeduzierten Strecken regelmäßig kontrollieren“, forderte deshalb Karl-Reinhold Granzow (Linke). Sonst bringe die ganze Aktion für die Anwohner nichts. Hartmut Rubach (SPD) widersprach der These, dass eine 30er Zone ohne Kontrolle völlig wirkungslos sei. Auch wenn nicht jeder auf exakt 30 km/h abbremse, werde doch die Mehrheit erheblich langsamer fahren als jetzt. Und dadurch werde der Lärm spürbar abnehmen.

Hubald kündigte an, dass die Stadt die Anwohner der besagten Abschnitte nach Einführung der Tempolimits nach deren Einschätzung befragen werde. Auch wolle man Geschwindigkeitsmessanlagen einsetzen, um herauszufinden, wie schnell tatsächlich gefahren werde. Und natürlich sei es in Absprache mit der Polizei auch möglich, Radarmessungen vorzunehmen und Verstöße an Ort und Stelle zu ahnden.

Nun werden aber erst einmal die Anträge gestellt. Sobald diese genehmigt sind, geht die Bestellung der 30-er Verkehrsschilder raus. Wann diese tatsächlich stehen, hängt mit der Dauer des Genehmigungsverfahrens ab. „Bis zum kommenden Sommer müsste das erledigt sein“, sagt Hubald.

Von Markus Kniebeler

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