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Rathenow Tour durchs Gewerbegebiet an der Gasanstalt
Lokales Havelland Rathenow Tour durchs Gewerbegebiet an der Gasanstalt
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18:17 27.06.2018
Hartmut Rubach (re.), Vorsitzender des Bauausschusses, versucht sich in den Räumen der Havel-Mietwäsche an einer Faltmaschine. Quelle: Markus Kniebeler
Rathenow

Mitglieder der Ausschüsse für Bauen und Wirtschaft haben Betriebe im Gewerbegebiet an der Gasanstalt besichtigt. Hintergrund der Tour ist die Debatte um den Bebauungsplan Herrenlanke Nord. Dort sollen rund 20 Eigenheime errichtet werden. Vertreter der Gewerbebetriebe an der Gasanstalt, die in unmittelbarer Nachbarschaft des geplanten Wohngebiets liegen, hatten wiederholt die Befürchtung geäußert, durch das Bauvorhaben möglicherweise in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung behindert zu werden.

Unternehmen mit Entwicklungspotenzial

Die Tour sollte dazu dienen, den Abgeordneten zu zeigen, dass in dem etwas versteckt liegenden Gewerbegebiet leistungsfähige Unternehmen mit Entwicklungspotenzial aktiv sind.

Die Runde startete bei der Havel-Mietwäsche, wo 68 Mitarbeiter sich um die Vermietung und Reinigung von Berufskleidung, Hotelwäsche und Restaurantwäsche kümmern. Firmeninhaber Gerhard Hofmeier berichtete den Stadtverordneten von Investitionen in Millionenhöhe, die er in den vergangenen Jahren getätigt habe. Und er deutete an, das Unternehmen in naher Zukunft zu erweitern. Laufe alles nach Plan, werde er die Mitarbeiterzahl von 68 auf 85 erhöhen, so der Firmenchef.

Die Ausschussmitglieder bei der Tour durch die Produktionshallen der Welz Gas Cylinder GmbH. Quelle: Markus Kniebeler

Bei der Firma Welz Gas Cylinder GmbH stehen derzeit 43 Menschen in Lohn und Brot. Auch Betriebsleiter Steffen Hahn machte bei der Führung auf die zuletzt positive Entwicklung des Unternehmens aufmerksam, in dem bis zu 350 000 Gasflaschen pro Jahr hergestellt werden. Die Botschaft: Erweiterungen des Betriebs seien durchaus vorstellbar.

Gute Geschäfte mit Heiz- und Kamineinsätzen

Auch bei der Rowa GmbH, die mit 53 Angestellten Heiz- und Kamineinsätze herstellt, laufen die Geschäfte gut. Und auch hier, so Betriebsleiter Dirk Konschak, hoffe man, dass möglichen Produktionserweiterungen wegen des geplanten Wohngebiets kein Riegel vorgeschoben werde.

Dirk Konschak, Betriebsleiter der Rowa GmbH. Quelle: Markus Kniebeler

Diese Befürchtungen waren zum Teil bereits in der Bauausschusssitzung Anfang Mai zerstreut worden. Ein Lärmgutachter hatte dargelegt, dass bei der jetzigen Auslastung des Geländes an der Gasanstalt in Fragen der Lärmbelastung alle zulässigen Grenzwerte eingehalten würden. Und selbst bei einem Nachtbetrieb, den es derzeit an der Gasanstalt noch nicht gibt, sei das aktuellen Berechnungen zufolge der Fall.

In der gemeinsamen Sitzung der Ausschüsse für Bauen und Wirtschaft, die nach dem Vor-Ort-Termin stattfand, wurde deutlich, dass alle – der Investor des Wohngebiets und die Vertreter der Unternehmen an der Gasanstalt – an einer einvernehmlichen Lösung interessiert sind. Auf Initiative des Bauherren war bei einer Zusammenkunft mit den Firmenvertretern Ende Mai offen über die Pläne geredet worden. Man sei zu der Einsicht gelangt, dass Wohnen und Gewerbe in dem besagten Areal miteinander vereinbar sind, fasste Ingo Friese, der das Wohngebiet entwickeln will, das Ergebnis des Gedankenaustauschs zusammen.

Deutliche Mehrheit für B-Plan-Auslegung

Kein Wunder, dass der Beschluss, den B-Plan auszulegen, in beiden Ausschüssen eine deutliche Mehrheit erhielt. Die Abgeordneten hatten immer wieder betont, dass eine einvernehmliche Lösung in ihrem Interesse liege. Der Rundgang durch die drei Betriebe war bei den Stadtverordneten übrigens gut angekommen. Sie staunten über die Leistungsfähigkeit der Firmen in diesem versteckten Winkel der Rathenower Wirtschaftslandschaft.

Von Markus Kniebeler

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