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Trauermarsch für Terroropfer von Asylgegnern

Bürgerbündnis in Rathenow Trauermarsch für Terroropfer von Asylgegnern

Die, die sonst politische Reden halten und lautstark in Rathenow von Lügenpresse und „Merkel muss weg“ sprechen, haben am Dienstag bei einem Trauermarsch der Terroropfer von Paris gedacht. Das Bürgerbündnis Havelland hatte dazu aufgerufen. Am Edwin-Rolf-Platz waren Windlichter mit Kerzen aufgestellt worden, sonst gab man sich betont zurückhaltend.

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Entlang der Steinstraße marschierten die Teilnehmer zurück zum Edwin-Rolf-Platz.

Quelle: Bernd Geske

Rathenow. Nur wenige Teilnehmer waren der Aufforderung des Bürgerbündnisses Havelland gefolgt und hatten am Dienstagabend Kerzen mit zum Rathenower Edwin-Rolf-Platz gebracht. Das asylkritische Bündnis, welches die konsequente Abschiebung abgelehnter Asylbewerber und das Stoppen unkontrollierter Zuwanderung fordert, hatte zu einer Trauerkundgebung für die Opfer der Terrorattentate in Paris vom vergangen Freitag aufgerufen. Dies hatte im Vorfeld zu scharfen Debatten in den sozialen Netzwerken geführt.

Gedenken auf dem Edwin-Rolf-Platz

Gedenken auf dem Edwin-Rolf-Platz.

Quelle: Bernd Geske

Betont zurückhaltend war die Stimmung dann aber am Dienstagabend – keine Bühne, keine Lautsprecher, keine politischen Reden. In seiner kurzen Gedenkansprache sagte Nico Tews, es sei ein dramatischer Anlass, zu dem man zusammengekommen sei und man wolle den Anwesenden die Möglichkeit geben, über das Geschehen in Paris nachzudenken und zu sprechen.

Die Opfer von Paris seien ein trauriger Höhepunkt, man denke an diesem Abend auch an die Opfer aus Israel und der Ukraine – „denn dort herrscht Krieg“, schloss Tews. Anschließend begannen die rund 170 Teilnehmer ihren Trauermarsch – Tews hatte sie zuvor aufgefordert, keine Parolen zu rufen. Während des Trauermarschs blieb es weitgehend ruhig. Lediglich ein paar Teilnehmer fühlten sich durch einen Fotografen belästigt und versuchten, ihm die Kamera zu entwenden. Der Marsch ging entlang der Baustraße bis zur alten Stadtmauer, über die Kleine Burgstraße und Steinstraße zurück zum Edwin-Rolf-Platz. Dort hatte sich die Teilnehmerzahl am Ende laut Veranstalter auf 200 erhöht.

Von Josephine Mühln

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