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Rathenow Unbekannter bedroht Wasser- und Abwasserverband
Lokales Havelland Rathenow Unbekannter bedroht Wasser- und Abwasserverband
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17:15 17.01.2019
Das Trinkwasser in Rathenow war nicht in Gefahr. Quelle: Christian Zielke
Rathenow

Spam-Emails und ähnliche Elektropost bekommt der Rathenower Wasser- und Abwasserverband immer wieder mal. Solche Emails werden gelöscht. Was aber am Mittwoch auf dem Bildschirm zu lesen stand, das versetzte die Mitarbeiter im Verband doch in Sorge: in der Nacht zuvor war die Nachricht eingegangen.

Keine Ankündigung

In der Mitteilung fragte ein unbekannter Verfasser, was im Kontakt mit dem Wasser- und Abwasserverband Rathenow (WAV) zu tun sei, um Hinweise auf eine mögliche Verunreinigung der Wasserversorgung zu geben. Konkrete Aussagen, was passiert ist, zum Beispiel zu einer Verunreinigung, waren der Nachricht nicht zu entnehmen. „Ebenso wenig wurde in der Mitteilung angekündigt, dass eine Verunreinigung erfolgen wird“, sagte Heiko Schmidt, Sprecher der Polizeidirektion West in Brandenburg an der Havel.

Gefahrenpotenzial erkannt

Trotzdem nahm die Polizei die E-Mail zunächst ernst und leitete in enger Abstimmung mit dem WAV Rathenow umfangreiche Sofortmaßnahmen ein. „Wir wollten den Absender sowie das mögliche Gefahrenpotenzial bekannt machen“, so Schmidt.

Zeitgleich machten sich die Mitarbeiter des Verbandes daran sämtliche Sicherungsanlagen zu überprüfen. Denn eine Verunreinigung oder Verseuchung wäre schnell festzustellen. Alarm war nicht ausgelöst worden. Heiko Schmidt dazu: „Obwohl keinerlei Alarmmeldungen von den Sicherungsanlagen der Wasserversorgungseinrichtungen vorlagen, wurden diese nochmals durch Polizeistreifen geprüft und bestreift. Manipulationen wurden dabei nicht festgestellt.“

Keine Gefahr

Es gebe also derzeit keine Hinweise, dass eine Verunreinigung des Trinkwassers in und um Rathenow herbeigeführt worden ist. Die Polizei, so Schmidt, kenne derzeit auch keine Gefahren, die sich für Trinkwasserkunden ergeben könnten. „Aktuell sehen wir keine Gefahren für Nutzer des durch den WAV Rathenow bereitgestellten Trinkwassers“, so Heiko Schmidt.

Öffentliche Information

Wenn dem so ist, dann war das alles andere als ein Lausbubenstreich. Heiko Schmidt vermutet, der Verfasser der E-Mail habe die Bevölkerung in Angst und Unruhe versetzen wollen. „Darum ging es wohl aber im Ergebnis der polizeilichen Ermittlungen besteht zu Angst kein Anlass.“ Insofern, und um ungesicherten Gerüchten und Spekulationen rechtzeitig zu begegnen, habe sich die Polizeidirektion entschlossen, das Ereignis öffentlich versichere die Polizeidirektion, dass hat sich die Polizeidirektion West dazu entschlossen, darüber zu informieren.

Ermittlungen laufen

Die Kriminalpolizei der Polizeidirektion West hat gegen den unbekannten Verfasser der Mail ein Ermittlungsverfahren wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten eröffnet. „Es wird damit geprüft, ob der Verfasser mit dem Text auch ein Bedrohungsszenario herstellen wollte“, so Schmidt. In der Gesamtbewertung sei aber auszuschließen, dass mit einer Trinkwasserverseuchung in Rathenow zu rechen ist. „Die Ermittlungen zum Absender gehen natürlich weiter“, so Schmidt abschließend.

Von Joachim Wilisch

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