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Rathenow Viel Applaus für die „Feuerzangenbowle“
Lokales Havelland Rathenow Viel Applaus für die „Feuerzangenbowle“
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17:45 03.12.2018
 Schauspieler Jan Damnitz schenkt den Zuhörern eine Probe des Heidelbeerweins aus, der im Chemieunterricht verkostet wird. Quelle: Uwe Hoffmann
Rathenow

„Die Feuerzangenbowle“ ist seit der zweiten Verfilmung 1944 mit Heinz Rühmann in der Hauptrolle ein Klassiker, der gern in der Adventszeit auch als unterhaltsames Stück gespielt wird. Zum 1. Advent brachten die freien Schauspieler aus Berlin, Jan Damnitz und Helmuth Meier-Lautenschläger, das Stück auf die Bühne des Kulturzentrums.

Die über 80 Gäste im ausverkauften Blauen Saal wurden bereits mit einem Glas Feuerzangenbowle, dem Klassiker aus Rotwein mit Gewürzen und einem Schuss Rum, in das ein Stückchen brennender Würfelzucker tropfte, begrüßt.

So beginnt es

Heinrich Spoerls Roman beginnt mit einer Herrenrunde, die sich bei einer Feuerzangenbowle Geschichten aus ihrer Schulzeit erzählt. Der junge erfolgreiche Schriftsteller Johannes Pfeiffer, der zuhause von einem Hauslehrer erzogen wurde, kann sich nicht vorstellen, welchen Spaß seine Freunde in der Schule hatten.

So kommt die Runde nach einigen Gläsern Punsch auf die Idee, Pfeiffer noch einmal in eine richtige „Penne“ zu schicken. Jung zurechtgemacht erlebt er all die Späße, die ihm in seiner Jugend verwehrt blieben. Buch und Film schildern liebevoll gestandene Lehrer an einem Kleinstadt-Gymnasium in der Zeit um die Jahrhundertwende, wie Professor Crey, genannt Schnauz, Bömmel und dem Direktor Knauer, die so einige Scherze ihrer Schüler ertragen müssen.

 Jan Damnitz (li.) und Helmuth Meier-Lautenschläger brachten „Die Feuerzangenbowle auf die Bühne. Quelle: Uwe Hoffmann

Jan Damnitz und Helmuth Meier-Lautenschläger spielten „Die Feuerzangenbowle“, in entsprechender Dekoration, natürlich mit einem Glas Punsches, und stellten die verschiedenen Figuren in Dialogen zwischen Schüler Pfeiffer und seinen Lehrern liebe- und humorvoll dar und erzählten den „roten Faden“ der Geschichte im Monolog weiter.

Immer wieder wurde das Publikum einbezogen. So auch zum Verkosten des Heidelbeerweins in der Chemiestunde des Professors Crey. Nach Stück gab es für die Gäste einen Nachschlag. Das Team des Restaurants „Zum alten Hafen“ servierte Ente klassisch – mit Rotkraut und Klößen. Ein unterhaltsamer und genussreicher Abend für die Gäste, unter denen auch Rathenower Lehrer waren, die sich köstlich amüsierten.

Die Idee

Der Rechtsanwalt und Autor vor allem humoristischer Romane und Theaterstücke, Heinrich Spoerl (1887 bis 1955), veröffentlichte „Die Feuerzangenbowle. Eine Lausbüberei in der Kleinstadt“ 1933. Bereits ein Jahr danach erstmals mit Heinz Rühmann in der Hauptrolle verfilmt, wurden Film und Romanvorlage durch die erfolgreichere Neuverfilmung mit dem populären deutschen Schauspieler im Jahr 1944 zu einem Klassiker. Weitere Stücke Spoerls wurden ebenfalls verfilmt.

Von Uwe Hoffmann

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