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Rathenow Viele Computerkurse in der Volkshochschule
Lokales Havelland Rathenow Viele Computerkurse in der Volkshochschule
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12:50 11.02.2019
Computerkurse sind in der Volkshochschule immer gefragt. In Rathenow gibt Angelika Hagin (rechts) einen Großteil dieser Kurse. Quelle: Bernd Geske
Rathenow

 Die Volkshochschule Havelland feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen. Deshalb stellen wir in loser Folge die Fachbereiche dieser Bildungseinrichtung vor. Wir beginnen heute mit der Beruflichen Bildung. Demnächst folgen die Fachbereiche Gesundheit, Sprachen, Kultur/Kreativität und Politik/Gesellschaft/Umwelt.

„In Deutschland gibt es ein Recht auf Bildung als zwingende Voraussetzung für Persönlichkeitsentwicklung und gesellschaftliche Teilhabe“, erklärt Ilka Quast, Fachbereichsleiterin der Volkshochschule. Lernen umfasse im Verständnis der Volkshochschulen kulturelles, soziales, wirtschaftliches und politisches Lernen, allgemeine und berufsbezogene Kompetenzen. Der Zugang zur Volkshochschule sei an keine formalen Schulabschlüsse, keine Mitgliedschaft und keine bestimmte Gesinnung gebunden. Sie sei offen für alle sozialen Schichten, Altersgruppen, Deutsche und Ausländer.

53 PC-Kurse im ersten Halbjahr

Wenn es um den Fachbereich Berufliche Bildung der Volkshochschule geht, dann sind damit zum großen Teil die Computerkurse gemeint. Im ersten Halbjahr 2019 finden in Rathenow 26 PC-Kurse und in Falkensee 27 PC-Kurse statt. Insgesamt sind das über 850 Unterrichtseinheiten. Ein Kurs umfasst meist acht bis zehn Veranstaltungen und findet zweimal die Woche statt.

Ein großer Teil der PC-Kurse vermittelt neben Grundlagenwissen vor allem Kenntnisse und Fertigkeiten in den viel genutzten Office-Programmen von Microsoft. Das sind Word, Excel (auch für Fortgeschrittene), Power Point und Outlook.

Für die ältere Bevölkerung

Acht Kurse wenden sich speziell an die ältere Bevölkerung. Für diese werden Kurse zum Umgang mit dem Smartphone immer beliebter, um wichtigste Einstellungen vornehmen zu können oder den Umgang mit WhatsApp zu lernen.

Die PC-Kurse werden oft als Kleingruppen mit maximal sechs Personen angeboten. So können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer viele Fragen stellen und ihre individuellen Probleme mit dem Computer besprechen.

Oft Anrufe mit Problemfragen

„Ich bekomme oft Anrufe, wo jemand nur ein ’kleines’ Problem mit seinem PC hat“, berichtet Ilka Quast. Es werde gefragt, ob nicht die Kursleiterin mal kurz helfen könne – nur so für zehn Minuten. „Wir möchten mit unseren Kursen aber dazu anregen, sich mit den Grundlagen des PCs zu beschäftigen“, sagt sie. Dann seien die Interessenten sehr schnell in der Lage, auftretende Probleme zu vermeiden oder selbst zu lösen.

Ganz neu ist die Volkshochschule Havelland vom Bundesbildungsministerium als Beratungsstelle für das Bundesprogramm „Bildungsprämie“ anerkannt worden. Ab 1. März können sich dort unter Telefon 03385/ 551 73 31 von Ilka Quast alle Weiterbildungsinteressierten zur Bildungsprämie und zu Spargutscheinen beraten lassen.

Anspruch auf Freistellung

Elf PC-Kurse im ersten Halbjahr sind für die Bildungsfreistellung zugelassen. Beschäftigte haben einen Anspruch auf bezahlte Freistellung von der Arbeit, damit sie an anerkannten Weiterbildungsveranstaltungen teilnehmen können. Innerhalb von zwei Kalenderjahren stehen hier zehn Tage für politische, berufliche oder kulturelle Weiterbildung zur Verfügung.

Für Firmen, Verbände, Vereine, Schulen, Selbsthilfegruppen und ähnliche Zusammenschlüsse stellt die Volkshochschule auf Anfrage auch maßgeschneiderte Schulungsangebote zusammen.

Anschaulichkeit ist entscheidend

Für den Fachbereich sind acht Dozentinnen und Dozenten tätig. Am Standort Rathenow gibt derzeit Angelika Hagin aus Premnitz den Großteil der Computerkurse. Gerade bei den Grundlagen sei es ihr wichtig, erklärt sie, dass die Teilnehmer gut folgen können. Anschaulichkeit sei entscheidend. Wenn es beispielsweise um die Verzeichnisstruktur gehe, rate sie Frauen, an die Fächer ihrer Küche zu denken, und Männern, sich die Ablagemöglichkeiten in ihrer Werkstatt vorzustellen. „Dann dauert es nur einen kurzen Moment“, hat Angelika Hagin festgestellt, „und ich merke, meine Kursteilnehmer verstehen mich.“

Von Bernd Geske

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