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Rathenow Viskose bringt Grünausgleich wie nie zuvor
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13:41 11.12.2016
Parallel zur Vistrastraße sollen an der Viskose-Fläche auch einige neue Bäume gepflanzt werden. Quelle: Bernd Geske
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Premnitz

Jetzt, da all die großen Gebäude auf der alten Viskose-Brache im Industriepark Premnitz abgerissen sind, sieht es auf der von Schutthaufen bedeckten Fläche recht staubig und öde aus. Das haben die Experten von der Unteren Naturschutzbehörde vorausgesehen und bei der Aufstellung des Bebauungsplanes einen umfangreichen Grünausgleich verlangt. Mit diesem Fachbegriff werden verschiedenste Maßnahmen bezeichnet, die im Zusammenhang mit einer Baumaßnahme als Auflage erteilt werden, damit beseitigte Natur wieder hergestellt wird. Fledermäuse, Vögel und Zauneidechsen sind umgesiedelt worden. Viel umfangreicher und teurer sind hier aber die Maßnahmen, mit denen für die beeinträchtigte Pflanzenwelt Ausgleich geschaffen wird. Noch niemals zuvor ist in Premnitz ein so umfangreicher Grünausgleich wie bei der Viskose verlangt worden.

Insgesamt müssen 151 Bäume und rund 2000 Sträucher neu gepflanzt werden, teilt die Premnitzer Fachbereichsleiterin Carola Kapitza mit. Das gehe nicht allein auf den Bebauungsplan, sondern außerdem auch noch auf Festlegungen der städtischen Baumschutzsatzung zurück. Sie erinnert daran, dass auf der diverse Jahre lang ungenutzten Viskose-Fläche viele Bäume und Sträucher durch Eigenvermehrung von allein gewachsen waren. 77 Bäume seien dort im Zuge der jetzigen Maßnahme gefällt worden. Auch dafür müsse nun Ausgleich geschaffen werden.

Der Grünausgleich wird in zwei verschiedenen Bereichen vollzogen, erklärt die Fachbereichsleiterin. Das geschehe zu gleichen Teilen auf der Viskose-Fläche und an mehreren Orten im Premnitzer Stadtgebiet. Auf der revitalisierten Fläche müssen 76 Bäume und 1000 Sträucher angepflanzt werden. Das sei eine Verpflichtung für die erwarteten Investoren, wenn sie denn einen Bauantrag stellen, um mit der Ansiedlung zu beginnen. Zwei Teilflächen auf dem Viskose-Gelände seien bereits verkauft worden.

Interessanter für die Bewohner sind sicher die zu erwartenden Ersatzpflanzungen im Stadtgebiet – immerhin 75 Bäume und 1000 Sträucher. Wie Carola Kapitza sagt, schreibt die Infrastruktur- und Projektentwicklungsgesellschaft (ipg) den Auftrag in diesen Tagen gerade aus, damit im nächsten Frühjahr die Pflanzungen beginnen können. 41 Bäume sollen gepflanzt werden, wo vor einigen Jahren das Neue Lehrwerk abgerissen worden ist. 20 weitere Bäume sind für den Bereich Berg-/Bunsenstraße vorgesehen. Zehn werden im Dachsberggebiet verteilt und vier kommen an die Vistrastraße im Industriepark, um eine unterbrochene Baumreihe zu schließen. Die 1000 Sträucher sollen mehr oder weniger gleichmäßig im Bereich der neuen Bäume verteilt werden.

Was die Bäume betrifft, sind Spitzahörner und Winterlinden vorgesehen. Die Sträucher betreffend, hat der Naturschutz zehn Arten vorgegeben, zum Beispiel Besenginster, Faulbaum, Spindelstrauch, Schlehe und Rote Heckenkirsche. Die Kosten sind durchaus ordentlich. Für die neuen Bäume und Sträucher im Stadtgebiet ist eine Summe von 60 000 Euro vorgesehen. In dem Betrag enthalten sind aber auch drei Jahre Entwicklungspflege, die die beauftragte Firma den neuen Pflanzen angedeihen lassen muss.

Von Bernd Geske

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