Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Rathenow Vorarbeiten für Skateanlage auf dem Rideplatz
Lokales Havelland Rathenow Vorarbeiten für Skateanlage auf dem Rideplatz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:07 07.11.2018
Am Mittwoch wurde die Fläche für die Skateanlage asphaltiert. Quelle: Markus Kniebeler
Rathenow

Der Bau einer Skateanlage auf dem Rathenower Rideplatz hat begonnen. Am Mittwochvormittag war eine Straßenbaumaschine in Aktion, um eine 40 mal 17 Meter große Fläche zu asphaltieren. Auf dieser Fläche sollen Ende November die ersten Elemente der Skateanlage installiert werden.

Das Baumaterial liegt neben der Fläche bereit. Die hölzernen Einzelteile werden zu Rampen und Wellen zusammengesetzt, auf denen Skateboardfahrer und BMX-Sportler später ihrer Leidenschaft nachgehen können. Damit gibt es nach Schließung der Halle auf der Magazininsel vor ein paar Jahren für Funsportler endlich wieder ein Trainingsgelände.

Das Baumaterial für die Rampen liegt schon bereit. Quelle: Markus Kniebeler

Bei dem jetzt gestarteten Bauvorhaben handelt es sich um den ersten Abschnitt einer dreiteiligen Anlage. Die beiden weiteren Teile sollen in den kommenden Jahren errichtet werden – sobald die Finanzierung gesichert ist.

95 000 Euro für den 1. Bauabschnitt

Für den ersten Bauabschnitt werden 95 000 Euro ausgegeben. Rund 45 000 Euro steuert der Landkreis Havelland aus dem Goldenen Plan zur Sportstättenförderung bei. 20 000 Euro stammen von der Stiftung „Lebendige Stadt“ und den Rest zahlt die Stadt Rathenow aus eigener Kasse.

„Mit dem Bau der Skateanlage schaffen wir auf dem Rideplatz einen wichtigen Anziehungspunkt für Kinder und Jugendliche“, sagt Vize-Bauamtsleiter Jens Hubald, der das Vorhaben am Körgraben von Anfang an betreut. Die Freigabe des ersten Teilabschnitts werde bereits sehnsüchtig erwartet.

Freizeitgelände am Körgraben

Der Rideplatz am Rathenower Körgraben ist rund einen Hektar groß. Das Gelände, das früher als Reitplatz diente, gehört der Stadt Rathenow.

Bereits im Jahr 2012 entwickelten Jugendliche den Plan, das Areal zu einem Freizeitplatz umzuwandeln – mit Bahnen für Funsportler, Ballsportanlagen, Sitzbänken und anderen Elementen.

Der Plan ruhte einige Jahre, bis er 2016 wiederbelebt wurde. Auslöser war der Erfolg des Projektes bei der Stiftung „Lebendige Stadt“, die 40 000 Euro als Anschubfinanzierung zur Verfügung stellte.

Tatsächlich ist der erste Bauabschnitt so konzipiert, dass er nach der Fertigstellung voll genutzt werden kann. Die noch ausstehenden Abschnitte ergänzen und erweitern das Vorhandene.

Wie bei allen anderen Rideplatz-Vorhaben kommt auch beim Bau der Skateanlage der aktive Einbindung der künftigen Nutzer große Bedeutung zu. Bei der Installation der Rampen werden junge Leute die Fachfirma tatkräftig unterstützen. Das Gefühl, aktiv mitgearbeitet zu haben, soll die Bindung der Jugendlichen zu „ihrem“ Projekt stärken. Und sie dazu animieren, pfleglich mit der Anlage umzugehen.

Jugendbeteiligung spart Arbeitskosten

Die Beteiligung der Jugend hat aber auch einen handfesten finanziellen Vorteil. Durch die zugesicherte Unterstützung habe man die Arbeitskosten um fast 3000 Euro reduzieren können, sagt Hubald.

So soll die Skateanlage einmal aussehen. Quelle: Stadt Rathenow

Wann die beiden restlichen Teile der Skate-Anlage gebaut werden, kann momentan noch niemand sagen. „Das hängt davon ab, ob und wie schnell wird das Geld zusammenbekommen“, sagt Hubald. Aber diese Ungewissheit sei nicht tragisch. Denn zum einen könne der erste Teil der Anlage ja schon bald genutzt werden. Außerdem sei beim Vorhaben Rideplatz von Anfang an klar gewesen, dass nicht alle Bausteine auf einen Schlag realisiert werden können. Der Platz werde sich allmählich entwickeln. Wichtig sei nur, dass die Bürger – der Rideplatz soll nicht nur von jungen Leuten genutzt werden – an diesem Prozess aktiv mitwirken.

Fitnessgeräte seit September in Betrieb

Die Skateanlage ist übrigens nicht der erste Baustein auf dem Freizeitplatz. Im September dieses Jahres wurde auf einer rund 150 Quadratmeter großen Fläche eine Anlage mit Freiluft-Fitnessgeräten in Betrieb genommen. Auch hier trug der Kreis mit rund 40 000 Euro den Hauptanteil der Kosten. Die restlichen 20 000 Euro kamen von der Stiftung „Lebendige Stadt“.

Eine Übungsbahn für BMX-Sportler gibt es auch schon. Diese hatten junge Leute Ende des vergangenen Jahres mit Unterstützung der Stadt eigenhändig gebaut.

Im kommenden Jahr wird der Bau einer Ballsportanlage in Angriff genommen. Im Zentrum des Platzes werden Spielfelder für Basketball, Beach-Soccer und Beach-Volleyball entstehen. Kurzum: Der Freizeitplatz schickt sich an, seinem Namen alle Ehre zu machen.

Von Markus Kniebeler

Lynn und Marcel Höhnenmann sind das neue Prinzenpaar des Rathenower Carnevals Clubs. Am Sonntag empfangen sie traditionell den Stadtschlüssel vom Bürgermeister.

07.11.2018

Große Ehre für die Stinknormalen Superhelden: In der Publikumswertung des Engagementpreises haben die Aktivisten aus Rathenow unter 550 Bewerbern den dritten Platz belegt.

06.11.2018

Die letzte freie Fläche im Gewerbegebiet Süd wird jetzt neu bebaut. Das Rathenower Unternehmen Schlicht Elektrotechnik errichtet dort einen neuen Firmensitz.

06.11.2018