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Rathenow Was bleibt nach der WM in Russland?
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06:21 14.07.2018
Christin Schmidt MAZional11 Quelle: privat
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Rathenow

Noch zwei Spiele, dann müssen wir in den Alltag ohne WM zurück. Vorbei das gemeinschaftliche Mitfiebern vorm Bildschirm, der Torjubel, der vom Pub über die Straße schwappt. Die Niederlagen der Deutschen habe ich natürlich längst vergessen, ebenso das Ausscheiden der Russen.

Was ich aber nicht vergessen habe, ist die Aufregung um die WM, die lange vor dem ersten Spiel begann. Politiker boykottierten das Ereignis, um ein Zeichen gegen Putins Politik zu setzen. Westliche Medien warnten vor russischen Hooligans und sprachen von Spielmanipulationen. Heute wissen wir, die Aufregung hätten sie sich sparen können.

Wenn das Fußballspektakel am Sonntag mit dem Finale Kroatien gegen Frankreich endet, bleibt für mich vor allem eins: Ein neues Russland. Das soll nicht heißen, dass mich die WM so benebelt hat, dass ich jetzt Putin-Fan bin. Vielmehr hat sich mein Blick auf das Land insgesamt verändert.

Die WM hat der Welt gezeigt, Russland hat weit mehr zu bieten als zwielichtige Politiker, Matroschkas und Balalaika-Musik. Bis dato wurden uns in Dokus über das größte Land der Erde in Endlosschleife die uralten Klischees präsentiert. Dazu der immer gleiche negative, fast mitleidige Tonfall in Russland-Berichten – es war eine Qual.

Ganz anders wirken dagegen die Bilder, die wir jetzt zu sehen bekamen: Menschen aus aller Welt feiern gemeinsam den Fußball. Die Russen präsentieren sich als weltoffene und herzliche Gastgeber, die Fußballfans unter ihnen – von denen es nun einige mehr geben dürfte – als faire Verlierer, und die Bilder aus dem modernen Moskau haben das Fernweh geweckt.

Auch wenn es der Gastgeber nicht ins Finale geschafft, für mich sind die Russen ganz klar die Gewinner dieser WM. Das sieht mein russischer Freund ähnlich: „Natürlich hat die WM nicht unsere Probleme gelöst, aber was für uns wichtig ist: Viele Menschen haben jetzt ein anderes Bild von uns. Sie haben gesehen, wir sind ein offenes Land und man muss keine Angst vor uns haben.“

Von Christin Schmidt

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