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Rathenow Millionenprojekt in Vorbereitung
Lokales Havelland Rathenow Millionenprojekt in Vorbereitung
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17:20 03.12.2018
Einige Bäume am Hinterarchenwehr sind bereits gefällt worden. Richtig los mit den Arbeiten geht es im kommenden Jahr. Quelle: Markus Kniebeler
Rathenow

Die Vorbereitungen für ein Millionenprojekt des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes auf der Rathenower Mühlendamminsel haben begonnen. Bis zum Jahr 2023 soll das alte Hinterarchenwehr abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden.

Das Bauvorhaben ist Teil der Sanierung der Staustufe Rathenow, die im Jahr 2004 mit dem Neubau des Mühlendammwehrs begonnen hat. Neben dem Neubau des Hinterarchenwehrs soll auch noch das Wehr an den Vorderarchen zurückgebaut und durch einen Damm ersetzt werden.

Damm mit Durchlass

Dieser Damm wird nach Auskunft von Jens Knuth, dem zuständigen Ingenieur des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes, für die Stauregulierung der Havel keine Rolle mehr spielen. Gleichwohl wird der Damm mit einem Durchlass versehen, um zu gewährleisten, dass die Vorderarche nicht zum stehenden Gewässer wird, sondern durchströmt wird.

Der Rückbau des Vorderarchenwehrs ist der letzte Schritt des Sanierungsvorhabens. Der wird erst in Angriff genommen, wenn das neue Hinterarchenwehr steht. Mit dem Abriss des alten Wehrs soll im Jahr 2020 begonnen werden. Derzeit finden auf dem Gelände vorbereitende Arbeiten statt. Etliche Bäume sind bereits gefällt worden, um für die anstehenden Arbeiten Baufreiheit zu schaffen.

Die Fällung der Bäume müsse man vor dem Beginn der Vegetationsperiode abgeschlossen haben, so Knuth. Deshalb habe man sie in die Wintermonate verlegt.

Arbeiten in drei Bauabschnitten

Die Arbeiten am Hinterarchenwehr gliedern sich nach Auskunft Knuths in drei Bauabschnitte: Abriss des alten Wehrs und Neubau; Errichtung eines Fischpasses; Neubau der Brücke über die Hinterarchen. Am letzten Teil des Vorhabens wird sich die Stadt Rathenow finanziell beteiligen müssen.

Jens Knuth vom WSA Brandenburg. Quelle: Jacqueline Steiner

Die Kosten für das Gesamtvorhaben in Höhe von fast zwölf Millionen Euro trägt der Bund. Im vergangenen Jahr hatte das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur die Genehmigung für die nächsten Schritte der Rekonstruktion der Staustufe Rathenow erteilt. Damit war der Weg frei für den Abriss und Neubau des Hinterarchenwehrs und den Rückbau der Wehranlage an den Vorderarchen.

Die alte Wehranlage an den Hinterarchen wird komplett abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Dieser wird – was Größe, Funktionsweise und Bauart angeht – identisch mit dem Mühlenwehr sein.

Jedes der beiden je 22 Meter breiten Wehrfelder wird mit so genannten Fischbauchklappen aus Stahl versehen, die von der Rathenower Außenstelle des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes ferngesteuert werden. Das neue Wehr wird, wie das 2006 nach einem Neubau eingeweihte Mühlenwehr, 180 Kubikmeter Wasser pro Sekunde abführen können.

Schutz vor einem Jahrhunderthochwasser

Mit der Rekonstruktion der Staustufe sollen die Rathenower vor einem verheerenden Hochwasser bewahrt werden. Denn die alten Wehranlagen waren und sind nicht in der Lage, ein so genanntes Jahrhunderthochwasser abzuführen, erklärt Knuth. Bei einer Durchflussmenge von 310 Kubikmeter pro Sekunde – so lautete die Berechnung für ein Jahrhunderthochwasser – würden Teile der Stadt unter Wasser gesetzt.

Die neuen Wehre am Mühlendamm und an den Hinterarchen dagegen können zusammen 360 Kubikmeter Wasser pro Sekunde abführen – vor einem Jahrhunderthochwasser müssten Rathenower dann keine Angst mehr haben.

Von Markus Kniebeler

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