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Rathenow Brunnenbau auf dem Friedhof West
Lokales Havelland Rathenow Brunnenbau auf dem Friedhof West
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16:16 09.08.2018
Schweißtreibende Arbeit bei tropischer Hitze: Die Brunnenbauer auf dem Friedhof in Rathenow-West in Aktion. Quelle: Markus Kniebeler
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Rathenow

Auf dem städtischen Friedhof in Rathenow-West sprudelte am Mittwochnachmittag wieder Brunnenwasser aus dem Hahn. Der Brunnenbauer Mathias Jörke aus Döberitz und zwei seiner Mitarbeiter hatten am Vormittag bei tropischen Temperaturen einen neuen Brunnen gebohrt. Als Jörke gegen 13 Uhr die Probepumpe anstellte, floss das Wasser störungsfrei. Nach der geglückten Generalprobe gab es allerdings am Donnerstag im Alltagsbetrieb noch nicht geklärte Probleme mit dem neuen Brunnen. Es muss noch einmal nachgearbeitet werden.

Wassernotstand auf dem Friedhof

Grund für den Einsatz Jörkes und seiner beiden Mitarbeiter war der Wassernotstand auf dem Friedhof. Anfang Juli versiegte der alte Brunnen. Nach über 50 Jahren förderte die Anlage kein Wasser mehr. Ursache dafür war nicht, wie anfänglich vermutet, der gefallene Grundwasserstand. „Die Anlage ist im Laufe der Jahrzehnte versandet“, so der Brunnenbauer. Das sei nach so langer Zeit nicht ungewöhnlich.

Das Filterrohr wird eingelassen. Quelle: Markus Kniebeler

Jörke erhielt von der Stadt den Auftrag, einen neuen Brunnen zu bohren. Gleich neben das Häuschen, das vor Jahrzehnten um den alten Brunnen errichtet worden war, setzte er die Bohrung an. Der neue Brunnen ist durch ein kurzes Leitungsstück mit der vorhandenen Entnahmestelle verbunden, so dass Friedhofsbesucher das Wasser am gewohnten Ort abzapfen können.

Um eine stabile Versorgung zu gewährleisten, wurde zwölf Meter tief gebohrt. Die ersten vier Meter Sandboden waren kein Problem. Doch um durch die fünf Meter dicke Tonschicht zu kommen, die dann folgt, musste das Bohrgerät ganz schön arbeiten. Darunter, in einer Tiefe von 9 bis 12 Metern, verläuft die grundwasserführende Kiesschicht.

Entnommen wird das Wasser aber aus einer Tiefe von rund vier Metern. Auf diesem Niveau wird der durchschnittliche Pegel liegen. „Wir haben so tief gebohrt, um die wasserundurchlässige Tonschicht zu durchdringen“, sagt der Brunnenbauer. Sobald man die wasserführende Schicht erreiche, steige das Wasser im Rohr automatisch auf den genannten Pegel. Und an dem ändere sich dann auch bei längerer Trockenheit nicht viel. Der Fachbegriff dafür laute „gespannter Wasserspiegel“, erklärt der Fachmann.

Jeden Tag ein neuer Brunnen

Dass ein Brunnenbauer in diesen Tagen jede Menge zu tun hat, verwundert kaum. Der Wasserbedarf ist in einem Sommer ohne nennenswerte Niederschläge enorm. Davon kann jeder Gartenbesitzer ein Lied singen. Jeden Tag setzen Jörke und sein Team derzeit irgendwo das Bohrgerät an. Und die Anfragen reißen nicht ab.

Bis der Brunnen im Alltagsbetrieb funktioniert, bleiben die Container stehen. Danach können sie weggeräumt werden. Quelle: Markus Kniebeler

Am Freitag wird Jörke sich jedoch erst einmal um die Probleme mit dem neuen Brunnen kümmern. Auf dem Friedhof bleiben die beiden 1000-Liter-Wasser-Container, welche die Stadt Anfang Juli aufgestellt hatte, stehen, bis der Fehler gefunden und behoben ist. Um eine allzu große Sache kann es sich nicht handeln. „Wir haben mit dem Brunnenbauer Kontakt aufgenommen“, so Bauamtsleiter Matthias Remus. „Ich gehe davon aus, dass der Brunnen am Wochenende funktioniert.“

Von Markus Kniebeler

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