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Rathenow Wolfgang Bahro präsentiert Berliner Humor
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00:32 01.10.2015
Autogramme nach der ausverkauften Show: Wolfgang Bahro mit weiblichen Fans in Rathenow. Quelle: Uwe Hoffmann
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Rathenow

Als Dr. Jo Gerner spielt Wolfgang Bahro seit 23 Jahren in der Daily-Soap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ eher den Fiesling. „Schauspieler sind nicht nur einseitig“, sagt er. „Wenn ich die Gelegenheit bekomme, spiele ich auch gern komödiantische Rollen.“ Wie auch zuletzt im Kinofilm „Kartoffelsalat“, wo er eine kleine Rolle übernahm. „Ich komme vom politischen Kabarett“, sagt Bahro. „Schon kurz nach dem Mauerfall habe ich in Berlin mit dem Ensemble der ‚Distel’ auf der Bühne gestanden.“ Seine kabarettistische und humorvolle Seite wollte Wolfgang Bahro den Gästen im Kulturzentrum am Wochenende zeigen.

Mit seinem Programm „100 Jahre Berliner Humor“ nahm er die 120 Zuschauer im ausverkauften Blauen Saal auf eine Zeitreise durch die Stadt im Wandel der Zeit mit. Dabei schlüpfte Wolfgang Bahro immer wieder in verschiedene Rollen, wie den Oberst von Zitzewitz der kaiserlichen Armee – mit Pickelhaube und Monokel. Über die „Goldenen Zwanziger Jahre“ ging es weiter in die Zeit des Nationalsozialismus. Auch da lachte man über Witze, wie des politischen Kabarettisten Paul Morgan, der 1938 im KZ Buchenwald starb.

Wolfgang Bahro als Oberst von Zitzewitz. Quelle: Uwe Hoffmann

Als Werner Fink aus dem Zuchthaus entlassen wurde, sagte er mit seiner Liebe für Wortwitz bei einem Auftritt: „Ich mache keine Witze mehr. Witze haben Pointen. Und die müssen sitzen.“ Auch jüdische und Witze über die Nazigrößen gab es. In der schweren Zeit des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg fehlte der Humor auch nicht. Immer gab es auch politische Witze. Nur die Namen der Politiker änderten sich. Aus Adenauer wurde Brandt. Aus Ulbricht wurde Honecker.

Durch seine Witzen und Anekdoten in Berliner Dialekt fühlten sich die Gäste während des 90-minütigen Programms trefflich unterhalten. „Ach, ist der süß“, bemerkten die vier Damen am Tisch, Fans seiner Daily-Soap, wenn er sparsam kostümiert in verschiedene Rollen schlüpfte. Auch Sketche, wie der des beliebten TV-Entertainers Peter Frankenfeld „Papi geht’s gut“ gehörten dazu. Mit einem Witz über Angela Merkel als eine der Zugaben gelangte Wolfgang Bahro im Jahr 2015 an.

Sängerin Barbara Felsenstein steuerte Berliner Chansons dazu. Quelle: Uwe Hoffmann

Das Programm war auch eine musikalische Zeitreise durch 100 Jahre Berlin. Sängerin Barbara Felsenstein, studierte Jazz- und Popsängerin aus Berlin, wechselte sich mit Bahro immer wieder auf der Bühne ab. Ausdrucksstark interpretierte sie Liebeserklärungen an Berlin. Von einer Paul-Lincke-Melodie über ein Hildegard-Knef-Chanson, den NDW-Hit „Berlin“ von Ideal bis zu Peter Foxx’ „Schwarz zu Blau“. Begleitet wurde Barbara Felsenstein durch die Berliner Pianistin Sibylle Briner. Mit Ingo Insterburgs „Ich liebte ein Mädchen in ...“ und Harald Juhnkes „Berlin, Berlin“ griff Wolfgang Bahro selbst zum Mikrofon. „Berliner Humor ist trocken und auf den Punkt gebracht. Manchmal sehr respektlos“, sagt der gebürtige Wilmersdorfer Wolfgang Bahro. „Das macht ihn aus und das mag ich auch an ihm.“

„Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ war 1992 die erste Daily Soap im deutschen Fernsehen. „Die Produktionsfirma räumt mir immer wieder Möglichkeiten ein, eigene, andere Programme zu spielen“ sagt Wolfgang Bahro. „’Gute Zeiten, schlechte Zeiten’“ hat sich immer wieder hinterfragt und neu erfunden. Das macht ihren langjährigen Erfolg aus.“

Von Uwe Hoffmann

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