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Kampf für den Kreisstadt-Status

SVV-Antrag der CDU soll Rathenow stärken Kampf für den Kreisstadt-Status

Die Rathenower CDU-Fraktion kämpft um den Kreisstadt-Status der Stadt Rathenow. In einer Beschlussvorlage, die am Mittwoch den Stadtverordneten vorgelegt wird, heißt es wörtlich: „Die SVV Rathenow spricht sich klar dafür aus, dass Rathenow in jedem Fall Kreisstadt bleibt.“ Und zwar unabhängig davon, wie die beabsichtigten Kommunalreform ausfalle.

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Corrado Gursch, Vize-Chef der Rathenower CDU-Fraktion.

Quelle: Markus Kniebeler

Rathenow. Die Rathenower CDU-Fraktion kämpft um den Kreisstadt-Status der Stadt Rathenow. In einer Beschlussvorlage, die am Mittwoch den Stadtverordneten vorgelegt wird, heißt es wörtlich: „Die Stadtverordnetenversammlung Rathenow spricht sich klar dafür aus, dass Rathenow in jedem Fall Kreisstadt bleibt.“ Und zwar unabhängig davon, wie die beabsichtigte Kommunalreform ausfalle.

Corrado Gursch, stellvertretender Vorsitzender der Rathenower CDU-Fraktion, erklärte am Donnerstag auf MAZ-Nachfrage, es gehe darum, ein Signal zu setzen. Im Zuge der Verhandlungen zur Kommunalreform müsse den Beteiligten in der Landesregierung jetzt deutlich gemacht werden, dass Rathenow mit aller Macht dafür kämpfen werde, Kreisstadt zu bleiben. Dem Einwand, es habe bislang noch keine offizielle Infragestellung der Rathenower Kreisstadtfunktion gegeben, hielt Gursch entgegen, dass man seine Position nicht früh genug deutlich machen könne. Derzeit werde auf Landesebene viel hinter den Kulissen verhandelt. „Der Antrag dient auch dazu, zu verhindern, dass bei diesen Verhandlungen Weichenstellungen getroffen werden, die später nur schwer rückgängig zu machen sind“, so der CDU-Vize.

Gursch erklärte, in der Diskussion um die Kommunalreform mache sich die Rathenower CDU dafür stark, dass der Kreis Havelland in seiner jetzigen Form erhalten bleibe. „Der Kreis ist gut aufgestellt, verfügt über einen soliden Haushalt und eine gut funktionierende Verwaltung mit Hauptsitz in der Kreisstadt Rathenow.“ Es geben keinen Grund, daran etwas zu ändern. Selbst wenn es, wie im Land angedacht, zu einer Veränderung der Kreiszuschnitte kommen sollte, werde man dafür kämpfen, dass Rathenow auch in dem neuen Gebilde Kreisstadt bleibe.

Ein Verlust des Kreisstadt-Status hätte nach Auffassung Gurschs negative Auswirkungen – nicht nur auf die Stadt Rathenow, sondern auf das gesamte Westhavelland. Wenn das Gewicht wegfalle, dass Rathenow als Verwaltungssitz des Kreises habe, dann gerate die gut austarierte Balance zwischen dem bevölkerungsreichen Ostteil des Kreises und der ländlichen Region im Westen in Gefahr. „Darauf müssen wir jetzt schon hinweisen“, so Gursch. Denn wenn die Regierung irgendwann die Reformpläne präsentiere, könne es für einen effektiven Widerstand schon zu spät sein. Deshalb hoffe er, dass der Antrag am Mittwoch von möglichst vielen Stadtverordneten unterstützt werde. „Die bevorstehende Kommunalreform droht die Arbeit von Jahren in der kommunalen Familie des Havellandes zu zerstören“, heißt es in der Begründung des CDU-Antrags. „Die Rathenower Stadtverordneten fordern deshalb unmissverständlich, dass Rathenow in jedem Fall Kreisstadt bleiben muss.“

Von Markus Kniebeler

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