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Havelland Rathenower Narren feiern ausgelassen
Lokales Havelland Rathenower Narren feiern ausgelassen
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11:00 19.02.2018
Zeremonienmeister Roger  Sengespeick hatte alles im Griff. Quelle: Norbert Stein
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Rathenow

Schon bevor RCC-Zeremonienmeister Roger Sengespeick den Elferrat des Rathenower Carneval Clubs mit Gefolge in den Saal geleitete, war die Stimmung gut unter den Gästen, zu denen auch RCC- Ehrenmitglied Werner Franz gehörte.

Buntes Drei-Stunden-Programm

Viele kostümierte Gäste schunkelten sich auf ein Drei-Stunden-Programm ein und erhoben sich zum Einzug des Prinzenpaares von den Plätzen. Begleitet wurden Jenny II. und Andreas II. vom Kinderprinzenpaar Leonie und Arthur. „Frohsinn und Heiterkeit sollen den Abend bestimmen“, erklärte das Prinzenpaar in seiner Proklamation. Und davon gab es dann auch jede Menge, getreu dem diesjährigen Rathenower Faschingsmotto „ 50 Jahre und nicht leise – der RCC geht weiter auf die Reise!“.

Seit der Übernahme des Rathausschlüssels am 11. November feierte der Rathenower Carneval Club seine 50. Jubiläumssession mit Straßenumzug, Fremdensitzung, Seniorenveranstaltung, deftiger Männerfete und Weiberfastnacht. Zwei Prunksitzungen am Wochenende im Havelrestaurant Schwedendamm setzen dem Ganzen nun die Krone auf.

Der jüngste Carnevalsnachwuchs der havelländischen Kreisstadt der brachte den Tanz der Milchstraße auf das Parkett und sorgte mit seiner Darbietung für einen gelungenen Programmauftakt, gefolgt von den „Schnuppen“ des RCC. Dessen Vizepräsident, Thomas Fischer, machte sodann Lust auf die erste Büttenrede des Abends und kündigte dafür den RCC-Kandidaten für das Rathenower Bürgermeisteramt an.

Lienig in der Sonderrolle

Es war kein geringerer, als der Präsident der Rathenower Carnevalisten persönlich. Wie es sich für einen Verwaltungsbeamten gehört kam Marion Lienig – er hatte am Freitag auch Geburtstag – im Anzug und mit weißem Hemd in den Saal. Die Krawatte hatten ihm wohl die Frauen schon am Abend zuvor bei der Weiberfastnacht entfernt.

Antreten zum Schlussapplaus. Quelle: Norbert Stein

Lienig ging mit ernster Mine in die Bütt’ und korrigierte seinen Vize „Ich bin nicht der Kandidat. Ich bin der Bürgermeister“. Amtsinhaber ist natürlich Ronald Seeger und er hatte auch zugesagt in der 50. RCC-Saison in die Bütt’ zu steigen. Doch Ronald Seeger nimmt wegen seiner Erkrankung derzeit keine Termine in der Stadt und im Wahlkampf wahr.

Was geht?

Mario Lienig trug also die Büttenrede des Bürgermeisters vor. Seeger verkündete aus Lienigs Mund: „In Rathenow geht was.“ Hier haben angesichts arger Finanzprobleme sogar einige Straßen Haushaltslöcher. Kritik bekamen aus der Bütt’ die Randalierer auf dem Märkischen Platz. Lob gab es für neue Einwohner, die für mehr Leben in der Stadt sorgen.

Die Männerfeindin

Elke Fiege plagten Sorgen von besonderer Klasse. Sie kam als Männerfeindin in die Bütt’. „Männer geben vor, das starke Geschlecht zu sein. Aber sie erweisen sich permanent als Hausmuffel“, trug sie mit spitzer Zunge vor. „Männer sind auch Bierkenner. Sie tragen das Bierfass nur vor sich her.“

Der Doktor

Als Doktor aus der Schwarzwaldklinik plauderte Thomas Fischer von der närrischen Redekanzel. Er gab Episoden aus seiner Praktikantenzeit auf der Entbindungsstation zum Besten, erzählte warum er statt Augenarzt schließlich Zahnarzt wurde. Der Mensch haben nun einmal mehr Zähne als Augen, erklärte er seinen Entschluss.

Tanz, Tanz, Tanz

Die Sternchen tanzten durch das Programm – zuverlässig wie immer. Samba, fünf Jahrzehnte Rathenower Carneval, flotte Dreier und die „Grüne Garde – der RCC ist auf seine Tänzerinnen und Tänzer angewiesen. Das Prinzenpaar verlieh Orden für die besten Kostüme. Das Männerballett tanzte sich zu politischen Farbenspielen von Grün bis Schwarz in die Publikumsherzen. Und schließlich sorgten die Sternchen mit dem Cancan traditionll wieder einmal für einen ebenso würdigen, wie glanzvollen Abschluss.

Von Norbert Stein

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