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Rathenower Optikfirma findet keine Azubis

Aus der Wirtschaft Rathenower Optikfirma findet keine Azubis

Einen halben Arbeitstag lang hat sich Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) am Donnerstag Eindrücke davon verschafft, was so alles in Rathenow die Optikbranche ausmacht. Er besuchte unter anderem das Bildungszentrum der Landesinnung der Augenoptiker. Was er über die Nachwuchssorgen der Firmen hörte, war alles andere als erfreulich.

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Geschäftsführer Bernd Michalek (links) zeigte Minister Albrecht Gerber (SPD) die Firma.

Quelle: Bernd Geske

Rathenow. Optometristen-Prüfung, Sonderlinsen-Fertigung und Brillenglas-Produktion. Landeswirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) hat sich am Donnerstag einen halben Arbeitstag lang Eindrücke davon verschafft, was in der Stadt der Optik alles die Branche ausmacht. Zuerst besuchte er das Bildungszentrum der Augenoptiker- und Optometristeninnung des Landes im Gewerbegebiet Grünauer Fenn, wo gerade eine praktische Prüfung von angehenden Optometristen begann.

Dann ließ er sich in der Firma Solira erklären, wie dort schwierige Sonderlinsen hergestellt werden, von deren Produktion die meisten anderen Firmen lieber Abstand nehmen. Zum Abschluss ließ sich der Minister dann in der Ophthalmica GmbH zeigen, wie eine moderne Brillenglasproduktion funktioniert. Gekommen war Albrecht Gerber auf Einladung seines Parteigenossen Martin Gorholt, dem SPD-Kandidaten für die Landrats-Stichwahl am Sonntag.

Solira fertigt starke Linsen an

In der Firma Solira (Sonderlinsen Rathenow) werden Brillengläser mit besonders großen Stärken angefertigt. Meist geht es um den Bereich von 10 bis 40 Dioptrien, hergestellt worden sind dort aber auch schon Gläser von -60 und +70 Dioptrien. „Unser Aufgabenbereich wird immer schwieriger“, hat Geschäftsführer Bernd Michalek dem Minister gesagt, „aber genau das wollen und schaffen wir.“ Es gebe in den letzten Jahren mehr Maschinen, mit denen andere Firmen auch in Randbereichen dieser Nische Linsen herstellen können, erklärte er. Deshalb sei die Firma Solira bei ihren Kunden immer mehr dann gefragt, wenn es um die schwierigen Bereiche geht.

Seit drei Jahren keine Bewerbung

Genau dieses Teilgebiet habe sich die Firma aber ausgesucht. Im nächsten Jahr werde die Solira GmbH ihr 25-jähriges Bestehen feiern. „Das Unternehmen ist stabil“, resümierte Bernd Michalek, „wir sind zufrieden.“ Zusammen mit dem zweiten Geschäftsführer Lothar Kaps führt er eine Belegschaft von 18 Beschäftigten. Minister Gerber erkundigte sich nach der Lage auf dem Markt und fragte speziell nach der Ausbildungssituation.

Vor wenigen Jahren noch habe die Firma „Bewerbungen ohne Ende“ um eine Ausbildung bekommen, berichtete der Geschäftsführer, in den letzten drei Jahren sei aber keine einzige mehr eingegangen: „Wenn wir einen Lehrling suchen, müssen wir selber aktiv werden.“ Das Altersspektrum sei aber bei Solira noch breit gefächert, nur von den ganz jungen Leuten mit 19 oder 20 Jahren werde man dort gegenwärtig niemanden finden.

Von Bernd Geske

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